Phalloceros caudimaculatus


  • Gattungsnamen artennamen ERSTBESCHREIBER, Jahr:
    Phalloceros caudimaculatus ( Hensel 1868 )

    Ersteinführung
    :
    1905 durch Köppe & Siggelkow , andere Quellen sprechen von 1898


    Synonyme :
    Girardinus caudimaculatus Hensel, 1868; Girardinus januarius reticulatus; Glaridichthys caudimaculatus Phalloceros caudomaculatus (Hensel, 1868 );
    Poecilia caudomaculatus


    Populärbezeichnung :
    Kaudi


    Ordnung :
    Cyprinodontiformes ( Zahnkärpflinge )


    Unterordnung :
    Cyprinodontoidei


    Familie :
    Poeciliidae


    Unterfamilie :
    Poeciliinae( Lebendgebärende Zahnkarpfen )

    Herkunft/Verbreitung :
    Argentinien, Südostbrasilien, ( Paraguay ? ) und Uruguay


    Habitat :
    Er lebt in Weihern, Tümpeln, Teichen und Bächen.
    Gefleckte Kaudis leben in der Natur in verkrauteten Gewässern mit Schwimmraum, teilweise sogar in Brackwassergebieten mit bis zu 20 g Salz pro Liter Wasser.
    Daher fördert eine leichte Zugabe von Meersalz das Wohlbefinden.


    Größe :
    3cm (M) 5cm(W)


    Alter :


    Arttypische Merkmale :
    Der Kaudi hat ein für lebendgebärende Zahnkarpfen typische Erscheinungsbild , die Färbung ist grauoliv oder olivgrün, die unpaaren Flossen oft gelblich, die Rückenflosse der Männchen oft schwarz gesäumt.
    Eine Farbmorphe, die in der Aquaristik am weitesten verbreitet ist, wird als "Gefleckter Kaudi" bezeichnete , diese zeichnet sich durch eine mehr oder weniger starke Schwarzscheckung (Männchen meist mehr als Weibchen) aus.
    Eine andere Morphe , auch als „Goldgambuse“ bezeichnet, ist der rötlich-braune Fleckenlose Kaudi.
    Die Männchen haben ein Gonopodium mit einem charakteristischen abwärtsgebogenen Haken.

    Geschlechtsunterschiede :
    Das Männchen ist kleiner und hat ein Gonopodium.


    Wasserwerte :
    Nicht kritisch, die Tiere sind sehr anpassungsfähig.


    Temperaturbereich :
    18°-22° , im Winter darf es ruhig etwas kälter werden.
    Die Tiere halten sicher auch kurzzeitig mehr aus, manche sprechen von bis zu 30°, allerdings scheinen Tag-Nacht Schwankungen , sowie die Winterabsenkung nicht nur förderlich sondern für eine längerfristige gesunde Pflege notwendig zu sein.
    Sie können gut draussen im Teich oder Mörtelkübel gepflegt werden, sollten aber ein Winterquartier im Haus haben.


    Ernährung :
    Was ins Maul passt, sie sind nicht wählerisch


    Aquarium/Einrichtung :
    Dicht bepflanzt.

    Sozialverhalten/Zucht :
    Es soll Aquarienstämme des Kaudis geben, bei dem erwachsene Tiere den Jungen nachstellen, und welche bei denen dies nicht der Fall ist.
    Bei mir jedenfalls sind sie friedlich und vermehren sich explosionsartig.
    Kaudiweibchen bringen nach einer Tragzeit von 24-30 Tagen 10-50, sehr große Weibchen auch 80, Jungfische zur Welt, die bei der Geburt eine Länge von 5-6 mm haben.

    Sonstiges :
    Der Kaudi, wie er in Deutschland genannt wird, ist praktisch einer der Wegbereiter in der Aquaristik gewesen.
    Diese kleinen, im männlichen Geschlecht nur 3cm und im weiblichen 5cm großwerdenden Kärpflinge, wurden schon lange Zeit vor den so bekannten Guppys in Aquarien gehalten.
    Der Kaudi war 1898 der erste Lebendgebärende Zahnkarpfen der zum Zweck der Aquarienhaltung nach Deutschland importiert wurde und hat wesentlich zur Popularisierung der Aquarienhaltung tropischer Fische beigetragen


    Quellenangaben :
    Wikipedia , www.lebendgebärende-forum.de , www.familie-hauffe.de und andere




    Diskussion zum Thread

    Liebe Grüsse,
    Jeannot
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    Erfahrung ist eine nützliche Sache, leider macht man sie immer erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte
    Sir Peter Ustinov