Eine Insel mit Land drum rum

  • Hi,


    wir waren relativ zeitig dran - das wurden noch viel, viel mehr.

    Als wir morgens kurz nach 8 Uhr auf den Nationalpark-Bus warteten, hatten wir etwa 40 Personen vor uns. Als wir gegen 14:30 Uhr zurück kamen, dürften so rund 500 Leute angestanden haben.


    Ich glaube nicht, dass die Leute in dieser Region wirklich was von dem Staudamm haben. Das ist bereits der sechste am rio Iguaçu.

    Der rio Iguaçu fließt vom Garganta del Diablo nach ca. 5 km bis zur Mündung in den rio Paraná. Von dort ca. 5 km den Paraná stromaufwärts ist das Wasserkraftwerk Itaipú. Das zweitgrößte der Erde.

    Gerade Brasilien hat reichlich (ungenutztes) Land (womit ich sicherlich nicht den Regenwald meine). Da sollte es reichlich Möglichkeiten für Alternativen geben.

    Der Strom von dort wird wohl zum großen Teil nach São Paulo gehen.


    Viele Grüße

    Elko

  • Hi,


    soweit zu den Wasserfällen von Iguaçu. In der Nähe des Nationalpark-Einganges gibt es einen Vogelpark - Parque das Aves.
    Nachdem wir dem Besucheransturm auf die Wasserfälle entgangen waren, war das unser nächstes Ziel. Den privaten Vogelpark gibt es reichlich 20 Jahre.

    Außer Vögel gibt es noch ein paar andere Tiere zu sehen. Die Vögel waren auch nicht alle aus Südamerika. Aber das sind beides eher Ausnahmen gewesen.


    Nach dem Vogelteil von Temaíken bei Buenos Aires war dieser für mich der zweitschönste in Südamerika.


    Ein paar Bilder:


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    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    ... danke.


    Auch wenn es in Iguaçu ein sehr schöner Tag geworden ist: von Concepción würde ich nicht noch einmal direkt dorthin fahren wollen.


    Und weiter bzw. zurück geht es nach Paraguay.


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    Noch in Foz do Iguaçu - links unter dem Verkehrsschild ist ein kleines Häuschen ... die basiliansiche Grenzstelle.

    Die hohen Häuser sind schon Ciudad del Este in Paraguay.

    Es war gegen 8:00 Uhr - später soll da durch die Berufspendler wesentlich mehr los sein.

    Bei den Brasilianer schnell den Ausreisestempel geholt ... und dann gleich nach Paraguay rübergelaufen.


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    Der río Paraná, direkt an der Grenzbrücke


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    Die erste Station in Paraguay war dann das Wasserkraftwerk Itaipú am río Paraná, der dort Grenzfluss ist.


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    Itaipú war Jahre lang das Größte der Erde, bis es dann von dem 3-Schluchten-Kraftwerk in China abgelöst wurde.

    Allerdings bisher ist das chinesische nur theoretisch das Größte - praktisch soll in Itaipú die Auslastung und damit die Stromgewinnung derzeit noch höher sein.

    Itaipú ist ein Gemeinschaftsprojekt von Brasilien und Paraguay. Brasilien hat den Bau finanziert und Paraguay bezahlt dieses nun in Form von Strom (den es nicht benötigt) an Brasilien zurück.

    Der Tage prüft man, ob die Kosten von Paraguay damit vollständig getiglt worden sind. Wenn das geklärt ist, möchte Brasilien noch ein paar mehr Turbinen installieren.


    Das Kraftwerk kann von beiden Seiten besucht werden. Inzwischen fahren viele Touristen aber von Brasilien auf die paraguayische Seite, da dort der Eintritt (noch) kostenlos ist. In Verbindung mit einer Einkaufstour in Ciudad del Este scheint sich der "Umweg" zu lohnen. Noch - weil Brasilien darauf drängt, dass auch Paraguay Eintrittsgeld nimmt.


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    Den rio Paraná stromabwärts - links Foz do Igaçi - rechts Ciudad del Este


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    Die gesamte Staumauer ist knapp 8 km lang und ist bis 196m hoch - oder flach, der Stausee hat dafür eine Länge von ca. 170 km.


    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    unter weiter geht es ... es war natürlich wieder viel zu fahren.


    An den Hauptstraßen in Caaguazú waren viele Produkte aus Holz ausgestellt. Offensichtlich hat der Ort sich auf Holzverarbeitung spezialisiert.


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    Schwefelmaskentyrann (Pitangus sulphuratus)


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    Mal wieder unterwegs ein Blick auf die Landschaft


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    Denkmal von Coronel Oviedo in gleichnamiger Stadt am Rotonda del Cruce international de Coronel

    Coronel Oviedo Florentin war ein Kriegsheld aus dem Triple-Allianz-Krieg und

    der Verkehrskreisel etwa in der Mitte zwischen Asunción und Ciudad del Este ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte von Paraguay


    Kurz vor Yatuity del Guairá schauten wir an den rio Tebicuary. In einem Zufluss konnten wir ein paar Fische entdecken:


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    Astyanax lacustris?


    Weiter ging es nach Yatuity del Guairá zu einem Markt (Messe?) für Baumwollartikel, die nach traditionellen Handwerkskünsten (Ao Poí und Ñandutí) hergestellt wurden.


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    Bei der Gelegenheit lernten wir noch eine deutsche Familie kennen, die gerade aus den USA nach Paraguay umgezogen waren.

    Er soll in Paraguay Ökolandwirtschaft lehren (vorher hatte er das mehrere Jahre in den Staaten gemacht) und

    sie verkauft eben solche Baumwollartikel.


    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    und weiter geht es nach Villarica


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    Bei Yatuity del Guairá: Konfiszierte Fahrzeuge an einer Polizeistation

    Oft dienen die Fahrzeuge als Pfand für nicht bezahlte Strafen.

    In Paraguay werden die Fahrzeuge nicht versteigert: entweder die Strafe wird bezahlt oder das Fahrzeug fällt irgendwann auseinander.

    Insbesondere trifft das Mopeds. Ein Moped ist i.A. billiger zu kaufen als eine Strafe zu zahlen.


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    Zwischenstation in der Colonia Independencia, in Planta Urbana. Die Kolonie wurde 1919 von einem Winzer aus Baden gegründet.

    Heute gehört die Kolonie zu den wichtigsten Weinanbaugebieten Paraguays.

    Daneben gibt es ein Unternehmen Willy, das Fleisch- und Wurstwaren nach deutscher Tradition herstellt.

    Die sollen es mit einer Bratwurst ins Guinness-Buch geschafft haben.


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    Colonia Independencia / Planta Urbana - Fabrik Willy


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    Colonia Independencia / Planta Urbana - Club Deportivo Alemán (Deutscher Sportverein)


    Der Waldfriedhof ist nur für Deutsche und deren deutschsprachigen Nachkommen:


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    Colonia Independencia / Planta Urbana - Waldfriedhof


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    Am Abend waren wir noch bei einer deutschen Familie, die ein Restaurant bei Villarica betreibt, zum Essen.

    Die Familie hat so einige deutsche Erinnerungsstück ausgestellt.


    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    Villa Rica del Espíritu Santo wurde 1570 am río Paraná gegründet. Auf Grund ständiger Überfälle siedelte die Stadt vollständig an die heutige Stelle um. Die Legende berichtet, dass die Stadt sieben Mal umgesiedelt sein soll. Die letzten 6 Mal von einem Hügel auf den nächsten und alle diese 6 Hügel gehören heute zum Stadtgebiet.


    Während der kolonialen Blütezeit soll die Stadt Villarrica der Stadt Asunción ebenbürdig gewesen sein. Während des Triple-Allianz-Krieges wurde die Stadt aber fast vollständig zerstört.

    Heute ist sie Universitätsstadt, kulturelles Zentrum und Sitz des römisch-katholischen Bistums Villarrica del Espíritu Santo.


    Nach dem Frühstück besuchten wir eine Baumwollmanufaktur


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    (Roh-) Baumwolle


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    und schauten uns die Stadt an


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    Villarrica - Iglesia Nuestra Señora de la Asunción (Asunción - hier Himmelfahrt)


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    Iglesia Catedral del Espíritu Santo


    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    unterwegs besuchten wir noch das Museo Municipal Maestro Fermín López. DasHauswurde 1842 von Don Carlos Antonio Lopéz gebaut. Ab 1850war es Hauptquartier der La Patria-Schule (Heimatschule). Besondere Bedeutung erlangte diese dann unter Don Fermín Lopéz - ein Genie in vielen Fächern, der dann u.a. auch Pädagogen an die Schule holte und sie für alle Kinder öffnete.

    Heute ist das Haus ein Museum. Samstags sind Kunstmaler da und unterrichten Kinder im Malen und Zeichnen.


    Etwas außergewöhnlich war auch der Stadtpark in Villarrica: beherbergt er eine Familie Capibaras.


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    Ein uralter Einbaum


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    Stadtpark


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    ... und Bewohner.


    Fortsetzung folgt

  • Hallo Maggi,


    ... danke. Das sind Capibaras = Wasserschweine, trotz "Schwein" sind es Nagetiere. Die gibt es reichlich im Flachland vom nördlichen und mittleren Südamerika - allerdings nicht in Städten.

    Das Bild ist aber auch ein bisschen blöd - die hätten sich ja mal umdrehen können. :)


    Wenn ich es so überlege, müsste schon mehr als 5 Jahre her sein, dass ich in der Natur Riesenotter gesehen habe: Pantanal 2013.


    Viele Grüße

    Elko

  • Danke für die Info Elko, wie peinlich, hätte ich auch erkennen können, mir kam die Fellfarbe so komisch vor, Riesenotter sind ja doch viel dunkler.

    Danke für den Link, da werde ich mich auch mal durchlesen, sind ja schon klasse Bilder zu sehen.