Hilfe bei regenbogenelritzen zucht

  • Hallo liebe Regenbogenelritzen Liebhaber!


    Ich Pflege schon seit 2 Jahren diese wunderschönen Fische, zuerst im Gartenteich und im winter im Aquarium, gelaicht haben sie allerdings noch nie selbst bei ständiger gabe von frostfutter und artemia nauplien. Habt ihr tipps für mich wie es entlich klappen könnte? Ich versuche es jetzt mit einer 8 wöchigen Quarantäne in einem 4grad kaltem quellbach teil der mir zur Verfügung steht (kann nicht in die freie wildbahn geraten)! Was meint ihr oder habt ihr hilfreiche tipps wie es endlich klappen könnte? Bin für alle Meinungen dankbar! Danke! :thumbup:

  • Die Rainbow Shiner laichen und balzen eigentlich fast von selbst. Aber was du mal prüfen solltest ist folgendes: Hast du den Balzvorgsng bzw. Laichvorgang schon mal gesehen. Der Moment wenn sie sich alle neonpink färben.


    Vor etwa 15 Jahren habe ich die zum ersten Mal im Handel gesehen. Stck Preis war damals satte 30 Euro. Ein Händler / Züchter hätte die fast nur im Stock. Sonst eher selten. Dieser erzählte was von Typ 1 und Typ 2. Letztlich bestellte ich bei ihm und stellte fest dass er Männchen und Weibchen getrennt verkaufte (daher Typ 1 und 2). Somit war dem Unwissenden eine Nachzucht nicht vergönnt und die Preise blieben noch lange hoch. Warum ich so weit aushole ist, kannst du sicherstellen dass du eine gemischte Gruppe hast. Wie viele Tiere besitzt du.


    Bei mir haben die damals nachdem ich über eine Alternativquelle aufgestockt habe etwa alle paar Wochen gelaicht. Haltungs-Temp war 19 Grad. Ausgelöst meistens durch großen WW. Gefüttert habe ich sie relativ normal und manchmal Enchytraen.


    Nachwuchs hatte ich nie. Habe mich nie drum gekümmert bzw. Vorkehrungen gegen die Laichräuber getroffen. Aber das Spektakel habe ich genossen


    Lg Volker

  • Habe im Internet versucht einiges über die Zucht von Notropis zu erfahren. Leider blieben so viele Fragen offen, dass ich meine Erfahrungen selber machen mußte.


    Im vergangenen Jahr hatte ich mir bei einem Züchter 40 Tiere ca. 2 cm groß erworben, und sie in einem 200 l Aquarium großgezogen. Anfangs mit gemischtem Flockenfutter und Granulat, ab diesem Jahr vermehrt mit roten Mückenlarven.


    Vor zwei Monaten fütterte ich dann auch schwarze und weiße Mückenlarven, und stellte eine leere Eisdose mit Kieselsteinen gefüllt ins Becken.


    Eines morgens sah ich dass sich die Tiere verfärbt hatten, und eifrig und aufgeregt über den Steinen wuselten. Jedoch hatte ich den Eindruck dass sie nicht nur mit der Eiablage beschäftigt waren, sondern auch versuchten sich in die Spalten der Steine zu quetschen, vermutlich um die Eier aufzufressen.


    Seit einigen Wochen hatte ich schon ein 20 l Becken daneben aufgestellt mit einem Motorbetriebenen Schwammfilter ( Bobfilter ) drin.


    Ich holte die Dose mit den Steinen heraus, und wusch jeden Stein im Zuchtbecken. Danach schüttete ich das Wasser um. Bei der ganzen Prozedur fand ich ganze 6 Eier, womit sich mein Verdacht bestätigt hatte.


    Danach hatte ich die Steine erneut in die Dose sortiert, aber jetzt so dass es nur ganz kleine Spalten gab. ( Große Steine unten, kleinere oben )


    Sofort stürzten die Notropis sich wieder auf die Steine, hatten aber scheinbar weniger Erfolg den Eiern nachzusteigen. Vorsichtshalber wiederholte ich meine vorangegangene Prozedur und hatte bis zum Abend doch einiges an Eiern überführen können. Ob es 200 , oder 500 Eier waren? Ich kann so etwas nicht einschätzen.


    Bis zum Abend hatte ich wohl drei mal 5 l Wasser im Aufzuchtbecken gewechselt.


    An dem nächsten Tag ca 5 mal , und am dritten Tag war enorm viel Bewegung in den Eiern, und ich wechselte wieder mehrere Male die gleiche Menge Wasser.


    Am 4. Tag sahen sie schon aus als wären es kleine Larven, und weil sie schon über den Boden huschten, und ich den Dottersack nicht klar identifizieren konnte, dachte ich sie würden schon frei schwimmen. Nirgendwo hatte ich Berichte gelesen wie so etwas im einzelnen aussehen würde, und worauf man achten sollte.


    So fing ich also an sie mit einer Taschenlampe anzustrahlen, und weil sie sich dann schon so heftig bewegten, gab ich auch schon Flüssigfutter hinein. Erst Artemia Fluid, und auch aufgelöstes Spirulina Pulver. Am nächsten Tag dann auch Staubfutter.


    Dann hatte ich aber den Eindruck dass die Larven und die Bewegungen weniger wurden, und ich machte dann mehrere Wasserwechsel, um die Lage nicht weiter zu verschlimmern. Jetzt nach 7 Tagen weiß ich endlich was ich unter freischwimmen verstehen soll….


    Sie zucken nicht mehr über den Boden, sondern steigen im Becken auf, und begeben sich auf Nahrungssuche.


    Was ich aber immer noch nicht weiß, wieviel man füttern kann, oder soll.


    So habe ich mich dann langsam daran gemacht und erstmal 20 Tropfen Artemia Fluid ins Wasser gegeben , und nach ein paar Stunden nochmal 10. Usw….. Bei Staubfutter habe ich den Eindruck dass Reste liegenbleiben, und füttere dass jetzt die ersten Tage mal nicht.


    Im Augenblick mache ich auch keinen Wasserwechsel , weil mir die Gefahr zu groß ist, sie mit aufzusaugen. Aber der Bobfilter scheint hier gute Dienste zu tun, und ich habe auch einige meiner Muschelblumen mit ins Becken getan, weil diese sehr Nährstoffhungrig sind.


    Auch wenn ich immer noch nicht übersehen kann wie viele jetzt frei schwimmen, so schätze ich mal dass es gut 100 Stück sein können.


    Seit einer Woche läuft jetzt auch ein zweites Aufzuchtbecken, und ich hoffe bei dem nächsten Ablaichvorgang erfolgreicher zu sein. Dann wäre der Fischbestand in meinen Gartenteichen für nächstes Jahr gesichert.


    Dass diese Fische einen Winter bei niedrigen Temperaturen brauchen, oder nur bei bestimmten Temperaturen oder Zeiträumen ablaichen , kann ich nicht bestätigen.

    In meinem sehr stark bepflanzten Aquarium sind die Temperaturen immer zwischen fast 23 und manchmal 26 Grad.


    Nachdem ich selber mir mehr Infos zur Aufzucht dieser tollen Fische gewünscht hätte, hoffe ich einen kleinen Beitrag zu diesem Thema geleistet zu haben.


    Viele Grüße


    Peter

  • Hallo Peter, hatte auch vorgehabt die Fische mal zu halten. Hatte auch immer gedacht, die würden bei dauerhaft über 22 Grad nicht ewig leben. WW immer mit ziemlich kalten Wasser?


    Oder laichen und schwimmen die Notropis auch bei 25 Grad und mehr noch fleißig umher?


    Freundliche Grüße


    Marco

  • Hatte meine Notropis vergangenes Jahr im April in ca. 2 cm Größe bekommen, und sie alle ins Aquarium getan um sie groß zu ziehen.


    Den Sommer über habe ich es kaum geschafft die Themperatur unter 24 ° zu bekommen.


    Jedenfalls scheint es den Fischen nicht geschadet zu haben.

    In den Wintermonaten kam ich dann auf die Idee einen anderen Filter mit starker Strömung ins Becken zu tun, was sichtlich gut ankam.


    Als ich dann dieses Jahr der Meinung war, dass sie jetzt wohl allmählich Geschlechtsreife haben sollten, hatte ich angefangen vermehrt schwarze und weiße Mückenlarven aus Frostfutter zu geben. Und so kam es denn, dass sie eines Tages anfingen ihren Hochzeitstanz aufzuführen, und ich stellte eine Schale mit Kieselsteinen hinein.


    Diese erste Brut ist jetzt ca. 1 cm groß und ich füttere fleißig mit erbrüteten Artemias, Staubfutter und Spirulina.

    Zählen lassen sie sich nicht, aber es werden wohl über 200 Stück sein.


    Auch hatte ich ein zweites mal eine Brut sichern können, welche wohl in zwei Tagen frei schwimmen sollten. Dann werde ich sehen können wie hoch da die Ausbeute ist.


    Jedenfalls denke ich dass die Themperatur eine untergeordnete Rolle spielt, aber das Futter sollte stimmen.

    Und ich glaube dass auch eine gute Strömung für diese Fische wichtig ist.


    Viele Grüße

    Peter

  • Hallo, Peter ! Wieder was gelernt, Danke für deine tolle Info. Schöne Pfingsten- Bleib gesund. Claus.

    Ein mongolisches Sprichwort: Berge können sich nicht miteinander unterhalten, aber MENSCHEN ! ;)[bestand]1869[/bestand]

  • Heute morgen beim Füttern zeigten sich meine Freunde wieder in oranger Laichkleidung.


    Nachdem ich ihnen die Schüssel mit den Steinen mitten ins Becken gestellt hatte, zeigten sie sich etwas uninterressiert. Aber als ich die Schale dann wieder in die gewohnte Ecke gestellt hatte, stürzte sich die ganze Bagage sofort drauf.

    Das bestätigt die Theorie dass sie an ihrem gewohnten Laichplatz festhalten, wobei die Steine jedesmal anders aufgeschichtet sind.


    Nachdem einige es doch geschaft hatten sich unter die Steine zu drücken, holte ich die Schale nach ner guten Stunde raus, um zum einen die Fische zu befreien, und zum anderen um die ersten Eier zu sichern. Ich muß sagen dass es jetzt schon wieder ziemlich viele sind.

    Ohne sie zählen zu können, schätze ich wieder auf über 100 Eier.


    Aber das Treiben geht weiter , und wird erfahrungsgemäß nicht vor dem späten Nachmittag aufhören.

    So langsam muß ich mir Gedanken machen wie und wo ich die alle unterbringe. :/ ^^


    Somit möchte ich Euch alle ermuntern!

    Denn es scheint wirklich kein Problem zu sein diese Fische im Aquarium erfogreich zu vermehren.


    Gruß

    Peter

    und viel Erfolg ;)

  • Vielleicht darf ich noch eine Anmerkung machen....


    den Nachwuchs füttere ich mit frisch geschlüpften Artemia, aber auch dazwischen mit aufgelöstem Spirulina und auch mit Staubfutter.

    Da bleibt es nicht aus dass auch einiges auf dem Boden liegenbleibt.

    Bei den ganz kleinen Fischen ist die Gefahr dass sie beim reinigen mit abgesaugt werden, und so stülpe ich ein Stück Nylon-Srumpf über das Schlauchende beim Wasserwechsel.


    Aber da bekomme ich nicht die Futterreste vom Boden weg.

    Aus diesem Grund sind auch einige Blasenschnecken und Turmdeckelschnecken mit im Becken. Posthornschnecken geht auch, habe ich aber zur Zeit keine.


    Diese kümmern sich um die Futterreste, und scheiden dafür weitaus harmloseren Schmutz aus. Um diesen aber sich eingesetzte Zwerggarnelen kümmern.

    All diese kleinen Tiere helfen in den Aufzuchtbecken mit, den Nitratgehalt ( den ich aber noch nie dort gemessen habe ) gering zu halten.


    Auf die Idee kam ich , weil ich Viedeos von Züchtern gesehen habe, wo überdemensional viele Posthornschnecken in den Becken waren.


    Wollte es einfach mal erwähnen......

    Gruß

    Peter