Apistogramma für 54er mit Pseudomugil gertrudae Gruppenhaltung??

  • Hallo Leute ,



    Also ich hab ja ein 54l Becken mit jetzt 12 Pseudomugil gertrudae ARU II. Das Becken ist luftig gestaltet mit einigen reinragenden Ästen und ein paar locker liegende Steine. Der Hintergrund ist sehr sehr dicht mit Nixkraut bewachsen und zudem sind noch Froschbiss , Cryptos , Bucen , Anubias und Bolbitis drinn.



    Wasserwerte sind :



    Ph 7,0



    Gh 6



    Kh 5



    Ja die Pseudomugil sind ja sehr im oberen Bereich und dann auch meist zwischen dem Nixkraut. Da sieht es doch manchmal schon eher leer aus. Nun hab ich gedacht was man denn da für den Bodenbereich oder das untere Drittel eventuell noch einsetzen kann?



    Vielleicht Apistogramma. Dann würde ich natürlich auch noch viel Laub und ein paar Höhlen einbringen. Welche Arten gingen eurer Meinung nach? Ginge vielleicht auch eine Grupenhaltung mit borelli? Also 3/2 oder 1.


    Oder kennt sich jemand mit Süßwasserflundern aus , die interessieren mich auch sehr.




    LG Luis ich freue mich auf eure Antworten

  • Hallo Luis,

    Die P. gertrudae sind ja sehr zierlich. Da habe ich so meine Bedenken, aber mangels eigener Erfahrungen bin ich da leider keine wirkliche Hilfe, wäre aber eher vorsichtig.


    Auch zu den Flundern kann ich nichts beitragen, aber die fischgruppe ist ja Titelthema in der neuen Amazonas und vielleicht kann ja der eine oder andere hier im Forum noch etwas beitragen.

    Liebe Grüße

    Swen

  • Ich hab mir jetzt überlegt entweder 1/1 Apistogramma trifasciata , 1/1 Apistogramma allpahuayo oder 1/1 Apistogramma macmasteri einzusetzen. In das Becken hab ich schon einiges an Laub und Höhlen eingefügt. Ich werde wahrscheinlich sogar noch etwas Laub nachlegen , damit der Bodenbereich schön undurchsichtig ist.

    Ich stell morgen mal ein Bild des aktuellen Stands ein.

    LG Luis


    PS: Erfahrungen mit Flundern sind immernoch erwünscht

  • Hallo Luis,

    Ich pflege/züchte Ap. macmasteri Paarweise seit Jahrzehnten ohne Probleme in 60cm Standartbecken. Bei guter Strukturierung des Beckens sollte Dir auch eine erfolgreiche Pflege und Zucht gelingen. Aktuelle Bilder gibt es auch.

    Grüße

    Bubu

  • Okay , das freut mich zu hören. Dann brauch ich die ja doch nicht abzuschreiben. Ich hab dann bis jetzt trifasciata und macmasteri auf der Liste. Die allpahuayo möchte ich noch nicht aufgeben , gibt es Halter mit Erdahrungen auf 60cm Becken.


    LG Luis

  • Hallo Luis,

    ich nochmal, die meißten meiner Zuchtbecken haben 60 cm Kantenlänge. Auch Ap. allpahuayo habe ich über einen längeren Zeitraum in diesen Behältern gepflegt/gezüchtet. Strukturierung ist das A & O bei den S A ZBB!

    Grüße

    Bubu

  • Hallo Leute ,

    Ich stell im Anhang noch ein Bild des aktuellen Stands rein. Wie findet ihr es und was soll ich noch verbessern? Unter der Laubschicht sind 3 Höhlen eingegraben und versteckt.


    So und wie ich das jetzt immer wieder gelesen habe , gehen fast alle Arten in 54l. Also werden es allpahuayo , trifasciata oder eine andere Art die ich vielleicht spontan noch beim Händler entdecke.



    LG Luis

  • Ich habe jetzt auf ebay einen Verkäufer der allpahuayo in der Nähe Hamburgs gefunden. Kurz mit ihm geschrieben , und wenn alles gut läuft , schwimmen am 11.7 3/3 Apistogramma allpahuayo in diesem Becken. Struktur kommt noch nach und wenn nicht alle Tiere bleiben können sondern nur ein Harem oder Paar , dann kommen die Restlichen ins 160er Wohnzimmerbecken.


    LG Luis

  • Moin Leute es gab lange kein Update von mir. Das lag daran das ich verhindert war im letzten Jahr durch Todesfall in der Familie , Schule und eben auch Corona.


    Trotz alle dem möchte ich euch nun ein ausführliches Update zu den Apistos geben. Leider ohne Bilder , da ich momentan im Urlaub bin für 4 Wochen.

    Die Apistos haben sich sehr gut gemacht in dem Becken und ich bin mir ziemlich sicher das ich jetzt letztendlich 3/3 habe wobei ich mir beim letzten Weibchen nicht komplett sicher bin.


    Zwei der Männchen sind schon recht groß und haben bei locker schon 5cm. Das Alpha-Männchen habe ich jetzt mit „seinem“ Weibchen umgesetzt in ein leeres 54er , welches dicht strukturiert ist. Dort hat sich dieses Pärchen auch schon eine Höhle gesucht und hat auch ein Revier von ca. 40*30 was nicht oft verlassen wird. Sie nutzen das Becken nichtmal komplett aus.

    Ich denke nach dem Urlaub setze ich ein paar Salmler oder Killis dazu. Ich dachte eventuell an 25 Hyphessobrycon elachys o.Ä.


    Desweiteren leben nun noch 4 der Apistos in dem 54er mit den Pseudomugil. Dort leben alle harmonisch in einer Gruppe und das große Männchen dort ist sozusagen der Chef der Gruppe.

    Zu fressen gibts Frofu Mülas , Artemia , Daphnien und Lebend alles was der Sommer hergibt und Glanzwürmer , Mikros und Nauplien.


    Ja wie gesagt mit Bildern kann ich nicht dienen erst in vier Wochen. Ich möchte jetzt auch etwas aktiver im Forum sein.

    Grüße von der Müritz Luis

  • Hallo Luis,


    ja was soll ich sagen.... finde es gut dass du mit der Aquaristik weiter machst, trotz deiner persönlichen Rückschläge.

    Fische geben ja auch einiges an Kraft wieder... wenn man gerade eine schwere Zeiten durchlebt :thumbup:


    Freut mich das es mit den Apisto so gut läuft... ja einige Salmler würden noch gut dazupassen, da gibt es ja noch ein paar andere Arten ;)

    Ein Foto machste später dazu... kein Problem.

    Dann noch einen schönen Urlaub, genieße die Zeit 8)

  • Moin Leute ,

    Samstag gehts wieder nach Hause , was bedeutet ich kann dann auch Fotos einstellen.

    Ich hab da aber noch eine Frage und für die möchte ich jetzt keinen extra Thread aufmachen:

    Was für kleine Salmler ( auch Raritäten ) könnt ihr mir so empfehlen mit dem Paar allpahuayo in dem 54er??

    Ich hab mir bis jetzt rausgesucht:

    20* Hyphessobrycon elachys

    oder

    20* Hyphessobrycon amandae

    Also ich möchte natürlich nur eine Art dazusetzen , aber gerne in einer guten Gruppengröße.

    Also haut doch bitte mal ein paar Vorschläge raus.

    Mit freundlichen Grüßen Luis

  • Hallo Luis,

    mit den genannten Arten machst du auf jeden Fall nichts verkehrt. Bei der Anzahl der Arten ist es schwer, weitere Tipps zu geben. H. montagi zum Beispiel, aber dass ist schon eine große Rarität. Wichtig ist, dass sie die Aphistogramma nicht zu sehr stressen. Ich würde daher ruhige Arten empfehlen, die die mittleren und oberen Wasserschichten bevorzugen. Warum nicht bei vorhandener guter Abdeckung mal einen der kleinen Beilbäuche probieren? Spitzsalmler sind auch immer wieder eine gute Option. Und Ziersalmler Nannostomus eques oder N. unifaciatus kämen auch in Frage. Wie gesagt, der Möglichkeiten gibt es gerade bei den Salmlern viele. ;)


    Liebe Grüße

    Swen

  • Moin Swen , schön das du dich meldest.

    Ja du hast natürlich recht es gibt echt viel zu viele Möglichkeiten bei den Salmlern.


    An Copella hatte ich auch schon gedacht , vielleicht arnoldi oder die meinkeni.

    An Nannostomus wäre ich bei unifasciatus , trifasciatus oder marilyanae ( hoffentlich richtig geschrieben.

    Ich kann mich aber nicht so recht entscheiden. Bei den amandae habe ich Angst das sie mir schnell langweilig werden , da ich denke das sie hauptsächlich im Gestrüpp sitzen werden. Bei den elachys hab ich mir gedacht , das diese schön im Schwarm durchs Becken huschen und sich fleißig imponieren. Also ein bisschen lebendiger sind als die amandae.


    Die Copella wären von der Vermehrung her halt der Knaller , das is ja ganz ausgefallen.

    Wegen den Beilbäuchen: An welche Arten hast du gedacht? Myersi würde mir jetzt einfallen die klein sind. Abdeckung ist vorhanden und die würden mich auch reizen.

    Grüße Luis

  • Hallo Luis,

    die C. Meinkeni oder eine ähnliche Art habe ich letztens hier bei einem Händler gesehen.


    Bei den beilbäuchen kommt noch der Schwarzschwingenbeilbauch in Betracht, neben dem von dir genannten. Sie sollten bei der Beckengrösse nicht zu groß werden.

    Liebe Grüße

    Swen

  • Moin ,

    Ja ich denke ich würde die Fische über Tropicwater beziehen , da ich damit gute Erfahrung habe und mich meine Eltern nicht zu irgendwelchen guten Händlern extra hinfahren.


    Auf der Liste stehen jetzt:

    20 Hyphessobrycon elachys

    20 Hyphessobrycon amandae

    10-12 Carniegellia myersi

    10-12 Carniegellia marthae

    10-15 Nannostomus trifasciatus

    10-15 Nannostomus unifasciatus

    10 Copella meinkeni

    10 Copella arnoldi


    Das wären so die Fische die ich mir vorstellen könnte und auch bekommen könnte.

    Von der Ernährung her wie ist das bei den Beilbäuchen und Nannostomus?? Brauchen die besonders kleines Futter oder fressen die auch z.B. gefrorene Artemia oder schw. Mülas??


    Außerdem weiß ich nicht wie das Verhalten von Beilbäuchen ist. Könnte mich jemand aufklären ob diese kleinen nur unter der Oberfläche hängen oder ob sich Beilbäuchen lohnen würden?


    Mit freundlichen Grüßen Luis

  • Hallo Luis,


    ich bin gerade ehrlich gesagt nicht mehr ganz sicher, um welche Beckengröße es geht, aber falls es um 54l gehen sollte: meiner Meinung nach sind die meisten der Vorschläge zu viel Fisch für ein 60er Becken.


    Bei dem 160er ist das natürlich was anderes, siehe auch unten für die Antworten auf deine Fragen.


    Ich würde schon keine 20 Funkensalmler zusammen mit Zwergbubas in ein 60er Becken setzen, aber die Nannostomus oder Copella in den genannten Anzahlen gleich gar nicht, bei den Carnegiella bin ich unsicher.

    Ich hatte lange Jahre N. beckfordi, N. eques, C. arnoldi und C. strigata. Sind jetzt nicht ganz die Arten, die du planst, aber recht nah dran.

    Von den Beckfordis waren maximal 10 zusammen mit Welsen in einem 60er Becken. Da war schon mächtig was los, aber es waren keine Fische mit im Becken, die ihnen in den Weg schwimmen konnten. Die N. eques sind sehr viel ruhiger, waren bei mir extremst schüchtern.

    Die Copella sind nochmal ungleich größer als N. beckfordi. Da hatte ich, nebst Beckfordis, maximal 8 (2/6) in einem 160l Becken und kleiner hätte ich es nicht haben wollen. Die Männchen erreichen schon eine ganz ordentliche Größe, auch wenn sie natürlich sehr schmal gebaut sind.

    Beilbäuche sind eher ruhigere Kollegen.


    Beilbäuche haben bei mir fast ausschließlich von der Oberfläche gefressen, da ist das Frostfutter halt schwierig, es geht zu schnell unter, wenn man es auftaut, und an "rumgeknabber" an einem Eiswürfel kann ich mich nicht erinnern. Bei den Nannostomus kommts drauf an. N. beckfordi hat noch ein verhältnismäßig großes Maul, da gehen Artemia oder Schwarze (aber nur schwarze!) Mülas schon, mindestens bei den Männchen, bei N. eques meiner Erinnerung nach nicht. Auch die Mäuler der C. arnoldi Weibchen sind relativ klein, aber meiner Erinnerung nach gehen die genannten Frostfutter-Sorten.

    Gut ging bei mir jeweils Flockenfutter, weil man es schön zerkleinern kann, und feingeriebenes Soft-Granulat.


    Für mich sind Beilbäuche, Spritzsalmler und Ziersalmler die mitunter schönsten Fische.

    Bei machen Ziersalmlern, z.B. bei den Beckfordi, ist richtig was los, spätetens wenn sie balzen. Die haben sich bei mir auch extrem gut ohne mein Zutun in den verschiedenen Becken vermehrt. Die N. eques sind extrem ruhig, bewegen sich kaum. Bei Spritzsalmlern ist auch gut was los, balzende oder imponierende Männchen sind ein Traum, die Brutpflege ist absolut faszinierend, bei mir haben sie sich aber nur erfolgreich fortgepflanzt, als das Becken mit Glas abgedeckt war. Bei einer Kunststoffabdeckung sind die Eier sofort verpilzt...

    Beilbäuche sind sehr ruhig und oberflächenorientiert. Sie hingen bei mir nicht immer mit dem Rücken an der Wasseroberfläche, aber mehr als ~ 10 cm kamen sie nie runter. Sollte mein letzter verbliebener Tatia irgendwann versterben (er ist stolze 12 Jahre alt;)) dann plane ich feste wieder mit Beilbäuchen.


    Wie gesagt, alles tolle Tiere aber meiner Meinung nach nicht unbedingt für so ein Becken, zumindest in Kombi mit anderen Schwimmfischen und/oder in dieser Anzahl geeignet.


    Viele Grüße

    Felix