Rio Tapajos Biotop

  • Hallo zusammen,


    ich bekomme nächste Woche ein 720L Aquarium (200x60x60) von einem Kollegen. Es soll ein Rio Tapajos Biotop werden ohne Pflanzen mit Holz und Steinen.

    Betreiben werde ich das ganze mit einem Innenfilter (Pumpe 2500 Liter) mit 50 Liter Volumen (aktuell 5kg Siporax und 15kg Biohome) und einem FX4.


    Wasserwerte aus der Leitung (senken sich alle noch leicht im Aqua)

    PH7

    GH6

    KH4

    Temperatur 29 Grad geplant


    Besatzidee (sehr gerne Tipps und Kritik):

    Hauptfisch 6x Geophagus sp. Tapajos

    1m/2w Crenicichla Regani Tapajos

    6 L134

    30 Hyphessobrycon pulchripinnis


    Zu meinen Fragen:

    - was sagt ihr zum Besatz?

    - war von euch schonmal einer am Tapajos und hat Unterwasser Bilder?

    - wie würdet ihr einrichten? eher Richtung Talawa (feine Wurzeln) oder massiver?


    Ich freue mich auf die Diskussion. :)


    LG
    Daniel


  • Hi Daniel,


    Lucky you!

    That sounds like a wonderful tank!

    A couple of comments on the Tapajos biotope and the fish choices:

    C.. regani is quite widely distributed (that is my understanding) and a setting featuring them prominently does not need to be Tapajos-specific.

    H. pulchripinnis are also rather broadly distributed, and mainly associated with the Tocantins basin, not necessarily the Tapajos.


    I love your choice of lemon tetras (H. pulchripinnis) as the numerous schooling fish to complement the rest of the setup. I love lemon tetras and currently have a smaller school (15 or so) in my tank, which is considerably smaller than what you are planning. Although regani pikes are considerably more peaceful than other species of the genus, they still get large (14cm or so) and I fear that some of the lemon tetras may not be passed by them, unless there is a lot of rocks and wood hiding places, but even with these hiding places. That would be my only consideration about the stocking.

    My only other comment would be to consider adding some plants, perhaps attached to upper parts of branches (thicker, not thin ones), although I realize this would be difficult in a true Tapajos manner. But It would add refuge to the small tetras and help enhance the overall aspect of the setup.

    Sounds great! I look forward to seeing it. Good luck with it and thanks for sharing.

    Francisco

  • [I just realized I did not translate to German...]


    Hi Daniel,


    Lucky you!


    That sounds like a wonderful tank!

    A few comments on the Tapajos biotope and the fish selection:

    C .. regani is quite common (that's my understanding) and a setting in which they are prominently represented doesn't have to be Tapajos-specific.

    H. pulchripinnis are also quite common and are primarily associated with the Tocantins Basin, not necessarily the Tapajos.


    I love your choice of lemon tetras (H. pulchripinnis) as the numerous schooling fish that complement the rest of the setup. I love lemon tetra and currently have a smaller school (15 or so) in my tank that is considerably smaller than you plan on. Although Regani pike are much more peaceful than other species in the genus, they still grow tall (14cm or so) and I'm afraid some of the lemon tetra won't get past them unless there are plenty of rocks and wooden hiding spots , but also with these hiding places. That would be my only consideration regarding the stocking.

    My only other comment would be to add some plants that may be attached to the tops of branches (thicker ones, not thin ones), although I realize that this would be difficult to do in true Tapajos fashion. But it would provide refuge for the little tetras and improve the overall aspect of the setup.


    Sounds good! I look forward to seeing it. Good luck with that and thanks for sharing.


    Francisco

  • Frei nach Google-Translage mit ein paar kleinen Korrekturen zur Verständlichkeit.

  • Hi,


    FranciscoB

    English is totally fine. Thanks for your feedback.


    On topic: I am aware that the combination of crenicichla and lemon tetras could be problematic but I think with a good structure it can work.

    Plants are really a problem in this biotope, I don’t want to use any type of fertilizer. Therefore I will try fine wood as a replacement - keep you updated with pictures after scaping.


    Regards

    Daniel

  • Moin Daniel,

    hätte auch Bedenken bei der Vergesellschaftung von Creni`s mit relativ kleinen Salmlern. Selbst wenn ausreichend Versteckmöglichkeiten geboten werden, verzögert dies nur das Ergebnis. Außerdem sollten die Salmler m.E. ihr natürliches Verhalten zeigen können und nicht ständig unter Druck stehen.

    DAS Biotop wird es in solchen Gewässern nicht geben, zu vielfältig können diese sein. Habe zwar bisher nur UW-Videos (z.B. von Detlef Leue) gesehen, aber man erkennt die unterschiedlichsten Habitate. Kenne es aus Erfahrung nur von den verschiedenen Flußsystemen aus Venezuela und Kolumbien. Die Einrichtung ist dann mehr oder weniger Geschmackssache unter Beachtung der Ansprüche der Pfleglinge. Geophagen lieben freien Schwimmraum mit Rückzugsmöglichkeiten aus Wurzeln oder Pflanzen. Letzteres möchtest Du nicht und wird bei einem reinen Biotopaquarium auch nicht so einfach realisierbar sein. D.h. viele geeignete Pflanzen kommen meist von anderen Kontinenten.

    Beste Grüße von Mathias

  • Hey,


    danke für deine Einschätzung. Das ich keinen 100% Flussabschnitt mit allen Facetten hinbekommen werde, das ist mir schon klar. Möchte relativ nah dran sein und den Tieren einen tollen Lebensraum bieten.

    Bezüglich den Crenis: Die letzten Zitronensalmler, die ich hatte, waren sehr hochrückig und an die 5cm. Meint ihr, dass ein 10cm Creni sich die holen kann? Habt ihr eventuell größere Salmler aus dem Tapajos im Kopf?


    LG
    Daniel

    Moin Daniel,

    hätte auch Bedenken bei der Vergesellschaftung von Creni`s mit relativ kleinen Salmlern. Selbst wenn ausreichend Versteckmöglichkeiten geboten werden, verzögert dies nur das Ergebnis. Außerdem sollten die Salmler m.E. ihr natürliches Verhalten zeigen können und nicht ständig unter Druck stehen.

    DAS Biotop wird es in solchen Gewässern nicht geben, zu vielfältig können diese sein. Habe zwar bisher nur UW-Videos (z.B. von Detlef Leue) gesehen, aber man erkennt die unterschiedlichsten Habitate. Kenne es aus Erfahrung nur von den verschiedenen Flußsystemen aus Venezuela und Kolumbien. Die Einrichtung ist dann mehr oder weniger Geschmackssache unter Beachtung der Ansprüche der Pfleglinge. Geophagen lieben freien Schwimmraum mit Rückzugsmöglichkeiten aus Wurzeln oder Pflanzen. Letzteres möchtest Du nicht und wird bei einem reinen Biotopaquarium auch nicht so einfach realisierbar sein. D.h. viele geeignete Pflanzen kommen meist von anderen Kontinenten.

    Beste Grüße von Mathias

  • Moin Daniel,

    selbst bei den kleinen Creni`s sollte man zwei Dinge nicht unterschätzen: die innerartliche Aggression sowie die Größe der möglichen Beute. Inwieweit sich die einzelnen Standortvarianten darin unterscheiden (bin mehr der Großcichliden-Halter), weiß ich nicht genau. Aber ich hatte mal Crenicichla regani "Rio Orinoco", welche sich in einem gut strukturierten 700 l-Becken gegenseitig erbarmungslos jagten und auch alles was ins Maul passte, nicht verschmähte. Es gibt z.B. auch eine kleinere Art C. urosema (M 8 cm, W 6 cm), welche nur im Tapajos vorkommt. Bei den Salmlern fällt mir nix passendes >4-5 cm ein.

    Beste Grüße von Mathias

  • Hi !


    Naja, bei den Salmlern wäre vlt. als Alternative Kirschfleck eine Möglichkeit. Die dürften etwas hochrückiger sein ab einer bestimmten Grösse.

    Ansonsten könntest Du statt der Crenis ggf. Satanoperca beisetzten.

    Und bei den Wurzeln auf jeden Fall Talawa mit rein. Sehen normal immer richtig gut aus !


    Gruß


    Thomas

  • Hallo Daniel,


    wenn du einen schönen Salmler als Beifisch haben möchtest, der aus meiner Sicht zu groß wird um gefressen zu werden, könntest du dir vielleicht den Kaisersalmler (Nematobrycon Palmeri) anschauen. Alternativ würde von der Größe der Kirschflecksalmer perfekt hereinpassen. Wenn du was ganz ausgefallenes ausprobieren möchtest (sehr spannender Fische), könntest du dir auch den Rieselbeilbauch anschauen :)



    VG Martin

  • Hi,


    danke dir für den Kommentar. Sicherlich alles spannende Fische, allerdings nicht aus dem Tapajos.


    Ich tendiere aktuell dazu, einfach erstmal ohne die Crenis zu starten und eventuell dafür später einen L273 einzusetzen.


    Gesetzt sind die Red Heads, die Zitronensalmler und die L134.


    LG
    Daniel

  • Hallo Daniel,


    sorry das hatte ich übersehen. Aus dem Einzuggebiet des Tapajos kommen aber folgende schöne Fische. Die Angaben zu der Endgröße kann ich im netz aber so nicht nachvollziehen. Ein guter Freund pflegt die Hyphessobrycon wadai die jetzt zirka eine Endgröße von 6 bis 8 cm haben und sehr bulkig sind. Auch der Tapajos Salmler erreicht ungefähr die Endgröße.


    Aber wenn die Zitonensalmler gesetzt sind, dann wünsche ich dir viel Erfolg und Freude mit den Fischen. Es sind ebenfalls sehr spannende Tiere.


    VG Martin

  • Hi zusammen,


    ich hab da mal eine Frage zum Innenfilter (eingeklebt). Dieser hat 3 Kammern. Wir würdet ihr den aufbauen? (Verfügbar sind: grob, mittel und feiner Schwamm, Filterwatte, Biohome Ultimate, Siporax)


    Ich würde gerne in die dritte Kammer den Heizstab und die Ansaugung von meinem FX6 hängen anstatt eine weitere Pumpe anzuschliessen. Meint ihr, dass das funktioniert?


    Ist noch ziemlich dreckig, ich weiss.


    Danke euch und liebe Grüße

    Daniel

  • Hallo zusammen,


    ich löse es doch anders. Ich werde den Innenfilter mit einer kleinen 1000er Pumpe langsam durchfliessen lassen, damit die biologische Wirkung des Biohomes sich entfalten kann und den FX6 normal, hauptsächlich zur mechanischen Filterung nutzen.


    LIebe Grüße

    Daniel

  • Guten Morgen zusammen,


    Stand zum Projekt: ein paar Dinge haben sich zum Ursprungsplan geändert:

    Filterung: Eingeklebter Innenfilter mit grobem und feinem Schwamm, 15kg Biohome und 5kg Siporax. Heizung 300 Watt in der Einlaufkammer über Inkbird auf 28 Grad geregelt und eine 1500L Pumpe am Auslass - zusätzlich läuft ein FX6 als mechanischer Filter. Ich wollte das biologische Material möglichst langsam durchfließen lassen, um die höchste Wirkung zu erzielen. die 1000L Pumpe war allerdings zu schwach.

    Beleuchtung: Daytime Matrix 200.4 UBRW mit SC20 Steuerung. Alles auf unter 20% aktuell.

    Wurzeln: eigentlich wollte ich wie immer Morkienwurzeln nehmen, allerdings hatte ich vor 2 Jahren eine kleine Walnuss fällen müssen und diese getrocknet. Daher hab ich jetzt mal heimisches Holz getestet.

    Steine sind ganz normale Flußsteine, hab ich mal 500kg auf ebay Kleinanzeigen gekauft.

    Deko: Paranuss Schale, Sero Fino Schote, einige Welshöhlen

    Sand: Gemisch aus 6 verschiedenen Körnungen 0,4-1,3 mm - einige 3,5mm Kiesel fehlen noch, um das Bild aufzulockern.

    Pflanzen kommen doch welche rein, da ich eleocharis montevidensis vor die Steine setzen werde und mit einer Strömungspumpe ansteuere, damit die Strömung sichtbarer wird und es ein stimmiges Bild gibt. 2-3 große Echinodorus bleheri kommen auch rein.


    dann lasse ich mal ein paar Bilder sprechen.


    Gerne Feedback, falls ich was übersehen habe oder verbessern kann.


    LG
    Daniel