Hypancistrus contradens




  • Gattungsnamen artennamen ERSTBESCHREIBER, Jahr
    Hypancistrus contradens (Jonathan W. Armbruster, Nathan K. Lujan, D. C. Taphorn, 2007)


    Gattungsname
    Hypancistrus seit 1991 durch Han Nijssen und Isaäc Isbrücker


    Synonyme:
    Hypancistrus sp. L201 "big spot", Hypancistrus contradens "Big Spot" oder "Snowball", Orinoko-Schneeball-Harnischwels


    Verkaufsbezeichung(en):
    Hypancistrus contradens, Hypancistrus sp. L201 "big spot"
    Da die Bezeichnungen bei den Händlern oft sehr unsicher sind, und nicht immer auf dem aktuellen Stand, tauchen zahlreiche Bezeichnungen auf.
    Wenn man also sicher sein will, dann sollte man seine Tiere bei erfahrenen Züchtern kaufen.


    Familie:
    Loricariidae


    Unterfamilie:
    Hypostominae


    Tribus:
    Ancistrini


    Gruppe:
    Hemiancistrus


    Gattung:
    Hypancistrus


    Herkunft/Verbreitung:
    Südamerika, Venezuela, Amazonas, Rio Ventuari / Rio Orinoco, schnellfließende Stromschnellen mit Geröll und Sandboden


    Größe:
    11-12cm


    Artspezifische Merkmale:
    Die Unterscheidung gegenüber Hypancistrus sp. "L201" ist nur von Experten bei adulten Tieren möglich. Jungtiere dieser beiden Welse sehen im Grunde gleich aus.
    Typisch für Hypancistrus contradens sind die meist etwas größeren weiß bis gelben Punkte, wobei die Färbungen auch hier sehr variabel sein können. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der etwas höhere Körperbau sowie die stärkere Gestalt und die Endgröße von etwa 2cm mehr als beim L201. Des weiteren besteht große Ähnlichkeit zum Hypancistrus inspector "L102", der jedoch mit einer Endgröße von etwa 20cm klar zu unterscheiden ist.


    Geschlechtsunterschiede:
    Die sichere Geschlechtsbestimmung ist bei der Gattung Hypancistrus meist erst beim adulten Tier möglich. Männchen fallen durch eine wesentlich breitere und längere Kopfform auf. Bei den weiblichen Tieren ist der Kopf kürzer und spitzer zulaufend und das Kopfprofil etwas stärker abfallend. Durch den meist sehr starken bewuchs mit Odontoden am Brustflossenstachel und am Kiemendeckel lassen sich die adulten Männchen sehr gut erkennen.


    Alter:
    Keine sichere Angabe! ca. 15 Jahre


    Aquarium/Einrichtung:
    Welshöhlen, Sandboden (nicht zwingend), Holz und neutrales Gestein als Versteckmöglichkeit
    Ein Paar kann bereits ab 60cm Beckenlänge gehalten werden. Ich empfehle jedoch mindestens 80cm und mind. 3-4 Tiere.




    112l Aquarium



    Wasserwerte:
    PH: 6-7,5 , weiches Wasser GH: <8°, sauerstoffreiches Wasser ist sehr wichtig!


    Temperaturbereich:
    Aquarienhaltung: 27 - 30 ° C
    In der Natur sogar bis zu 33°C, aufgrund des sinkenden Sauerstoffgehalts rate ich jedoch davon ab.


    Ernährung:
    Allesfresser bevorzugt jedoch fleischliche Nahrung, Frostfutter, Futtertabletten


    Beckenbereich:
    Sie sind verstärkt im unterem Beckenbereich zu finden


    Sozialverhalten/Zucht
    Hypancistrus contradens sind vorrangig dämmerungs- und nachtaktiv und verbringen den Rest des Tages in ihren Höhlen und zwischen Felsspalten. Nachts gehen die Tiere auf Futtersuche. Nach einer Eingewöhnungszeit von einigen Woche/Monaten kommen die Tiere auch tagsüber zum fressen heraus, jedoch bleiben sie sehr scheu und schreckhaft.


    Hält man die Welse bei den o.g. Werten so beginnen die adulten Tiere recht schnell zu Balzen und nicht allzu selten kommt es zum Gelege. Die Männchen gehen dabei recht aggressiv vor. Sie stellen ab und zu ihre Kiemendeckel mit dem starken Odontodenbewuchs auf und „drohen“ dem Konkurrenten. Es kommt hin und wieder zu leichten Verletzungen der Schleimhaut die aber meistens ohne Folgen sind. In einem Fall musste ich den Verlust eines Weibchens feststellen. Es wurde vom Männchen so sehr in die Höhle gedrängt und die Schleimhaut war derart beschädigt, dass es starb. Leider wird diese Verhaltensweise ab und zu von Züchtern wahrgenommen ohne dass man wirklich etwas dagegen unternehmen könnte. Ein Versuch ist es mehr Höhlen anzubieten aber in meinem Fall waren mehr als genug vorhanden.


    Nach der Paarung bei der etwa 20-25 Eier zu erwarten sind pflegt das Männchen das Gelege und befächert es mit Wasser um einer Verpilzung vorzubeugen. Nach einigen Tagen schlüpfen die Jungen und ernähren sich die ersten Tage von ihrem Dottersack. Die Aufzucht der Jungfische im Artenbecken stellt kein Problem dar, da das übliche Futter schnell angenommen wird.
    Für eine kontrollierte Aufzucht kann man einen Einhängekasten verwenden. Man sollte darauf achten, dass junge Hypancistrus einen Mehrbedarf an pflanzlicher Nahrung haben.




    Zuchtgruppe




    Männchen




    Pärchen bei der Paarung



    Jungfisch ca. 9mm



    Jungfisch ca. 2cm



    Jungfisch ca. 2,5-3cm



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    Zur wissenschaftlichen Erstbeschreibung

  • L-ko

    Hat den Titel des Themas von „Hypancistrus contradens - "Oriniko-Schneeball-Harnischwels"“ zu „Hypancistrus contradens“ geändert.