Vieja melanurus var. synspilum

  • Meine Geschichte der Glanzflecke

    Es sind viele Reisen nach Mexiko, Guatemala oder Belize von Aquarianer aus aller Herren Länder unternommen. So sind die Tiere überhaupt in unsere Aquarien gekommen. Es gibt bis heute noch keine Importmöglichkeit nach Europa aus diesen Ländern. So waren es also Aquarianer, welche Tiere gefangen und bei uns eingeführt haben. Ab Mitte der 1980er Jahre sind Cichlasoma synspilum, so ihre damalige wissenschaftliche Bezeichnung, auch in deutsche Aquarien vertreten. Im Gegensatz zu manch anderen Cichliden aus Mittelamerika sind diese niemals wieder aus unseren Aquarien verschwunden und stets Privat oder im Handel erhältlich. Durch reisende Aquarianer gab und gibt es stets "frisches Blut". Die mitgebrachten Tiere sehen stets immer etwas anders aus. Man ist geneigt von Standortvarianten zu sprechen. Bei einigen speziellen Standorten ist dies sicherlich gerechtfertigt. In der Breite jedoch ist es nicht möglich einen ehemaligen Standort zu erkennen. Mittlerweile in unseren Aquarien sicherlich auch stark vermischt.

    Die Glanzfleck-Variante

    Tiere mit Glanzflecke wurden tatsächlich in der Natur gefunden und gefangen. Einzelne Tiere zeigen mehr oder weniger blaue Glanzflecke. Aber bereits ein Jahr darauf am selben Fangort, sehen sie wieder anders aus. Es kommen in der Natur als tatsächlich auch mal Tiere mit Glanzflecke vor. Nach meiner Erkenntnis sind Tiere mit blauen Flecke ehr im südlichen Mexiko bis Guatemala zu finden. Tiere mit hellen oder weißen Glanzlecke sah ich zum ersten mal bei einer Variante nach dem angeblichen Fangort Rio Grande de Chiapas.

    Uwe Werner fragte mich mal, ob ich sagen könnte, wo man die gefleckte Variante finden könnte. Ich möchte hier meine Antwort wieder geben, weil sie nach wie vor für mich Bestand hat.

    Die Glanzflecke sind genetisch bei allen vorhanden. Mal können sie da sein, mal sieht man wenige, mal überhaupt keine. Das was wir heute als die Glanzfleckvariante bezeichnen ist ein Ergebnis züchterischer Finessen. Mit entsprechenden Auswahlverfahren, Rückkreuzungen usw. ist es gelungen hier eine stabile Variante zu kreieren. Besonders Erfolgreich sind hier Züchter aus Osteuropa.

    Aufgefallen bei den verschiedenen Varianten ist mir, dass immer wieder Bruten auftreten die im Körperbau kürzer erscheinen als ursprüngliche Tiere. Ein Nebeneffekt der Zuchtauslese?

    Bei all dem Staunen über Glanz und Schönheit dürfen wir jedoch nicht den Ursprung außer acht lassen. Sonst ist mein oben erwähnter Satz, die Tiere seien stets verfügbar, bald Geschichte .


    Hier mal einige Beispiele von mir gepflegter Tiere im Laufe der letzte 20 Jahre. Ich zeige nur mal Tiere wo ich Glanzflecke bemerkte. Bei den meisten fehlen diese. Auch hatte ich mal eine Variante, da waren die Jungtiere über und über mit Flecke. Diese sind jedoch im adulten Zustand verschwunden.

    mein Paar aktuell

    aus Mexiko, Grenzgebiet zu Guatemala , mitgebracht

    in den 80er gepflegt mit deutlich vielen Glanzflecke

    Tiere Anfang 2000

    eine hohe Variante aus Belize

    Tiere aus Guatemala bei Lago Peten

  • Hallo Michael ! Ich sage mal DANKE für deinen tollen Bericht über die KLOPPER und deine HAMMER Bilder.

    Schön anzuschauen ! Schönen Nachmittag, hier jetzt 4 Grad... Claus;)

    Ein mongolisches Sprichwort: Berge können sich nicht miteinander unterhalten, aber MENSCHEN ! ;)[bestand]1869[/bestand]

  • Hallo Michael,

    sehr interessant :thumbup:

    Die Glanzflecke sind genetisch bei allen vorhanden. Mal können sie da sein, mal sieht man wenige, mal überhaupt keine. Das was wir heute als die Glanzfleckvariante

    Bezieht sich das auf alle melanurus oder nur auf alle Tiere bestimmte Standorte?

    Ich frage, weil mir letztens melanurus Lago Peten untergekommen sind, die auffällig mehr Glanzflecken zeigten als ich es bei der Peten Variante erwartet hätte (kenne die so wie auf deinem Bild mit nur minimalen Glanzflecken).

  • Hallo Malte,

    das bezieht sich auf alle melanurus. Aber Hauptsächlich auf die ehemaligen synspilum. Bei Peten-Tieren kenne ich nur wenige Glanzflecke, wenn überhaupt. Deine Beobachtung dahin gehend beunruhigt mich, ehrlich gesagt.