Neues Projekt - 350x60x50 cm (1050 l) - Planung, Umsetzung, Einrichtung und Besatz

  • Hallo zusammen,

    mein neues Aquarienprojekt startet und ich will Euch gerne mitnehmen und dabei unterwegs vielleicht auch noch den einen oder anderen guten Tipp von Euch abgreifen ;)

    Das Aquarium selbst ist bereits bestellt und wird wahrscheinlich im April aufgestellt. Es wird die Maße 350x60x50 cm haben (1050 l) und zwei Innenfilterkammern jeweils rechts und links haben. Diese sind jeweils 15 cm breit und werden mit langsam laufenden Patronenfiltern betrieben. Strömung je nach Bedarf mit Strömungspumpen im AQ selbst.

    Die Grundidee das AQs ist, dass eine Anzahl emerser Pflanzen (Monstera, Philodendron, Spatyphyllum, Efeutute, etc.) ihre Wurzeln im Aquarium haben sollen und die Zimmerwand dahinter begrünen werden. Dazu wird der hintere AQ-Bereich von ca. 15 cm mit schwarzen Rasterplatten abgedeckt, wohinein die Pflanzen gesteckt werden. Es ist kein Paludarium im engeren Sinne geplant, d.h. der Wasserstand soll tatsächlich bis oben zu den Streben gehen. Der vordere Bereich der Wasseroberfläche wird je nach späterem Besatz mit Glas oder Plexiglasplatten abgedeckt oder evtl. auch offen gelassen, wenn keine Gefahr besteht, dass Fische herausspringen.

    Was die Innengestaltung angeht, wird sich diese an den Bedürfnissen der Tiere orientieren. Nachdem ich in den vergangenen Monaten diesbezüglich den Globus mehrmals vorwärts und rückwärts umkreist habe, steht zumindest mal fest, dass es (wieder) in Richtung Südamerika gehen soll. Schwerpunkt bei Salmlern und diversen Welsen (Panzerwelse, Loricariiden, ggf. weitere), Cichliden sollen, wenn überhaupt, höchstens mit einer Art eingesetzt werden. Die Form des Beckens scheint mir ideal für größere Schwärme kleinerer bis mittelgroßer Salmler zu sein. Wohin besatzgemäß die Reise aber konkret geht ist noch ziemlich offen. Es gibt so viele Möglichkeiten, da bin ich tatsächlich noch sehr offen für gute Ideen ;)

    Das Becken wird auf einem selbstgebauten Alugestell aus 45er Nutenprofilen stehen. Um die Gewichtskräfte bestmöglich in die Bodenplatte des Hauses einzuleiten, werde ich zwölf 16er Gewindestangen darin verankern und den Unterbau dort drauf stellen.

    Soviel für den Moment :)

    VG, Andreas

  • MOIN Andreas ! Das hört sich doch wirklich gut an... Ich drücke dir für dein spannendes Projekt auf jeden Fall

    alle Daumen ! Was hast du für eine Glasstärke bitte ? Kommt das Becken dann komplett oder hast du eine

    Vorort verklebung ? Berichte auch gerne dann weiter, Danke dafür. Wo bist du daheim ? Mein Freund hatte in Münster

    ein Aquaristik Geschäft und viele Jahre einen Aquarienbau ! Habe oft beim Bau mitgeholfen und einige Becken ausgeliefert

    bis nach Thüringen / Sachsen. Viel Spass bei deiner Planung.. Schönen Tag, Claus:thumbup:

    Ein mongolisches Sprichwort: Berge können sich nicht miteinander unterhalten, aber MENSCHEN ! ;)[bestand]1869[/bestand]

  • Moin Claus,

    vielen Dank! Die Bodenscheibe wird 15 mm dick und geteilt sein, die Seitenscheiben 12 mm. Das Becken kommt komplett am Stück, da werde ich wohl noch ein paar kräftige Helfer brauchen. Aber da es ebenderdig stehen wird, kann es den größten Teil des Weges gerollt werden.

    Wir wohnen in Nuthetal bei Potsdam. Vor über 20 Jahren habe ich mal ein Aquarium 150x80x60 in Münster vom Guido Uka bauen lassen, damals wohnten wir in Haltern am See. Keine Ahnung, ob er noch im Geschäft ist, das Aquarium war jedenfalls einwandfrei verarbeitet.

    Bis das Material für das Untergestell kommt, dauert es noch ein paar Wochen, die schwarze Pulverbeschichtung braucht wohl etwas Zeit ;) Jedenfalls werden die Bohrungen in den Fußboden und das Einkleben der Stützen die ersten Schritte sein. Bis dahin vertreibe ich mir die Zeit mit der Planung des Besatzes :)

    VG, Andreas

  • TOP ! Ja, der alte GUIDO, er macht schon Jahre nix mehr mit Aquaristik, er hat noch einige Jahre in seiner Kelleranlage

    mit Tropheus was gemacht, viel mit Skandinavien ! Er macht jetzt wohl wieder Rennsport / CARTS.. Dann kennst du ja

    auch gut den Mike / Aquahaus in Dülmen oder ? Besorge dir auf jeden Fall GUTE Glas Sauger !! Das hilft ungemein !!

    Ruhe bitte beim Transport, nicht das es zu Ausmuschelungen kommt, dann sehr ärgerlich. Mein Becken ist auch von Guido,

    Spezialbecken, innen noch mit Glas Streifen verklebt, 3,35 X 90 X 70 ! / 2110, auch 2 X 3 Kammer Innenfilter mit Schwämmen

    und auch FX6 zusätzlich.. Vierkant Stahluntergestell pulverbeschichtet in grau, Spanplatte unten und unter dem Becken verschraubt..

    15er Glas, 3 X dicke Mittelstreben ! Ich hatte mal 6 Becken, man wird doch älter ! Gruß nach Potsdam, warst du denn früher auch

    bei unseren Treffen dabei ??? Fahrten nach Löfflat etc. ?? Schönen Nachmittag, Claus.8)

    Ein mongolisches Sprichwort: Berge können sich nicht miteinander unterhalten, aber MENSCHEN ! ;)[bestand]1869[/bestand]

  • Moin Andreas,

    Spannendes Projekt 👍🏻 bei der Beckengröße wäre meine erste Wahl eine große Kolonie Guianacara ( z.b. Sphenozona Red Spotted ) und wenn du sonst keine Bepflanzung immbecjen haben willst einen großen Schwarm Rautenflecksalmler. Die haben ein tolles Schwarmverhalten und machen auch mit ihrer Größe etwas her.

    Ich habe mit Diefenbachia im Aquarium sehr gute Erfahrungen gemacht. Habe die Pflanzen normal als Zimmerpflanzen und wenn diese zu groß werden, schneide ich den oberen Teil ab. Lass ihn abtrocknen und dann von oben ins Aquarium gehangen. Haben innerhalb lange Wurzeln und wachsen schön.

    Anbei ein Bild vom Frontosa Becken.


    Viel Spaß mit deinem Projekt und halte uns unbedingt auf dem laufenden.



    Gruß Tobi

  • Hallo Tobi,

    vielen Dank für die Tipps! Dieffenbachia steht jetzt auf meiner Liste, die hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Tolle Pflanze.

    Die Guianacaras hatte ich ebenfalls nicht auf dem Radar. Bei denen könnte man tatsächlich in Versuchung geraten. Mal sehen, werde mich mal ein wenig damit befassen. Vielleicht eine eher kleinere Kolonie, da Salmlerschwärme das Hauptthema bleiben sollen.

    Die Rautenflecksalmler gefallen mir ebenfalls gut, allerdings möchte ich auch gerne Pflanzen unter Wasser haben, was mit denen dann wohl eher nicht gut geht.

    VG, Andreas

  • Hallo Tobi,

    tolle Pflanzen. Düngst du zu?

    Eine Frage habe ich noch. Da die Diefenbachia ja giftig ist, würde ich denken, dass das Antrocknen nach dem Abschneiden vor Einbringung in das Becken wichtig ist?

    Liebe Grüße

    Swen

  • Moin,

    AndreasW also bei mir haben die rautebflecksalmler alles grüne im Becken zerlegt. Selbst anubias waren nicht sicher. Sind nur was für Pflanzenlose Becken


    oppelnews ja die Diefenbachia ist giftig. Deswegen die abgeschnittenen Teile komplett antrocknen lassen bevor diese ins Becken kommen. Mach ich seit vielen Jahren und hatte noch nie Probleme

    Ich dünge nicht extra. Gieße alle meine Pflanzen ( sowohl innen als auch im Garten ) mit Aquaruenwasser.

  • Hallo Andreas, interessant: dein Projekt hat fast genau die Maße wie mein Becken (370x60x50).

    Ich hatte zuerst auch Filter auf beiden Seiten mit der Folge, dass sich in der Mitte der Schmutz sammelte. Inzwischen habe ich 2 FX6 rechts unter dem Becken stehen, die über 32mm PVC-Rohre unter dem Becken durch das Frischwasser auf die linke Seite pumpen. Somit habe ich eine leichte Strömung von links nach rechts. Weiterhin habe ich rechts einen HMF über Eck, der insgesamt 150x50 cm² groß ist. Der wird mit einer Strömungspumpe betrieben, die etwa 7000l/h macht. Ich hatte auch die Überlegung die Filterung mit Filterbecken zu realisieren. Ich habe mich aber für die Außenfilter entschieden, um weniger Wasserpanscherei zu haben. Licht kommt von zwei selbstgebauten Lichtleisten mit warmweiß, kaltweiß und RGB, die ich passend einzeln dimmen kann. Die Efeutute hängt ausschließlich (!) links hinter dem HMF. Zwei weiße Pflanzgitter an der Wand geben den Ranken Halt. Aktuell stehen noch ein paar Blumentöpfe mit verschiedenen Philodendren auf dem Aquarium. Mit der Filterlösung bin ich sehr zufrieden. Die FX6 laufen erstaunlich ruhig. Mein Aquarium wurde von Diamantaquarien am Stück angeliefert. Top Qualität!

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    Viele Grüße Martin


    Mitglied in der DCG

  • Hallo Andreas, interessant: dein Projekt hat fast genau die Maße wie mein Becken (370x60x50).

    Hallo Martin,

    ist ja wirklich ein Ding, so ähnliche Maße in diesem Bereich! Das gibt mir schon eine gewisse Vorstellung von den Proportionen, wobei bei mir ja netto "nur" 320 cm in der Länge bleiben werden. Was hast Du denn an Fischen da drin (auf dem Foto kann ich keine entdecken)?

    Was die Strömung angeht werde ich mal schauen wie sie sich darstellt. Beginnen werde ich damit, dass die beiden Filter mit je ca. 300 l/h nur ziemlich langsam laufen, die eigentliche Strömung werde ich mit Pumpen im AQ selbst einstellen. Dafür habe ich vom alten Aquarium noch je zwei Tunze nanostream 6025 und Tunze eJet 1605. Das sind 2x2800 l/h und 2x1600 l/h, also rein rechnerisch wären das 8800 l/h ohne die Filter. Hört sich nach viel an, aber wenn man sich mal die mittlere Strömungsgeschwindigkeit ausrechnet, kommt man auf 29,3 m/h oder umgerechnet 0,49 m/min. Das ist wirklich wenig im Vergleich zu selbst trägen Bächen. Natürlich verteilt sich die Strömung nicht gleichmäßig über den Querschnitt, aber interessant ist dieser Vergleich trotzdem, finde ich.

    Als Beleuchtung sind 9 Pendelleuchten mit je 7W Vollspektrum-LED-Strahlern geplant. Mir ist eine gute und naturgetreue Farbwiedergabe sehr wichtig und das erhoffe ich mir durch den sehr hohen Farbwiedergabeindexes von CRI > 95 zu erreichen. Die Farbtemperatur wird neutralweiß, 4000 K. Sollte sich herausstellen, dass die Beleuchtung zu schwach ist, kann man einzelne Pendelleuchten ohne Probleme nachkaufen und installieren. Vorteil: wir haben schon solche Leuchten im Wohn-Ess-Zimmer, von daher fügen sie sich nahtlos in den Bestand ein, passen gut zu meinem Konzept und gefallen auch der besten aller Ehefrauen ;). Ob sich submerse Pflanzen damit arrangieren können, wird man sehen. Zur Not kommen nur oberflächennah auf Holz aufgebundene Aufsitzerpflanzen ins Becken.

    Viele Grüße,
    Andreas

  • Hallo Andreas, ich habe die Erfahrung gemacht, dass es der Strom von Strömungspumpen bei meinem Becken nicht bis zur Mitte schaffen, egal wie stark die waren. Deshalb habe ich die irgendwann rausgeworfen und die Außenfilter installiert. (Hinter einem FX60 habe ich einen 36W UVC-Klärer laufen.)

    Die Fische sind rund 40 Panzerwelse, 5 Satanoperca rhynchitis, ein paar Hexenwelse und Ancistrus, 30 Blaue Neons und aktuell 8 erwachsene Nannostomus beckfordi und deren 80 Nachkommen. Ach ja: und 3 alte Nannacara aureocephalus.

    Viele Grüße Martin


    Mitglied in der DCG

  • Hallo Martin,

    dann könnte ich ggf. die beiden eJets in den rechten Filter stecken und per Schlauch oder Rohr den Ausgang auf die linke Seite verlegen. Strömungstechnisch müsste das dasselbe sein, wie Du mit dem FX6 erzielt hast.

    Korrektur: der FX6 bringt ja 3500 l/h... da kommen die beiden eJets dann doch nicht mit. Naja, mal sehen was mir da noch einfällt. Außenfilter möchte ich jedenfalls nicht haben.

    VG, Andreas

  • Hallo Andreas,

    ja klar. Du könntest mit PVC-Rohr (im Bodengrund verbuddelt, oder so) die Ausgänge der Pumpen auf die andere Seite verlegen. Schläuche würde ich nicht nehmen (Weichmacher). Aber wichtig: jede Pumpe separat verrohren und das lange Rohr auf der Druckseite. Zuerst habe ich auch an Innenfilter gedacht und habe diesen riesigen HMF installiert. Der hat aber den Schmutz nicht rausgebracht.

    Welche Pendelleuchten hast du?

    Viele Grüße Martin


    Mitglied in der DCG

  • Hi Martin,

    im Boden verbuddeln ist gut. Hast Du die Auslässe der FX6 in Oberflächennähe oder verteilt? Hast Du dann tasächlich sowas wie eine durchgehende Strömung, ähnlich einem Strömungsbecken?

    Wegen der Lampen, guxtu hier: Lampen

    VG, Andreas

  • Hallo zusammen ! Spannender Thread auf jeden Fall... Rentner müssen auch mal etwas Glück haben..

    Bin heute mit Mopped bei Regen zum Raiffeisen im Nachbarort gefahren und habe mir meinen 2. FX6 NEU

    geholt, Euro 239 !! Sonderpreis / Auslaufmodell ! Schönen Nachmittag, Claus;)

    Ein mongolisches Sprichwort: Berge können sich nicht miteinander unterhalten, aber MENSCHEN ! ;)[bestand]1869[/bestand]

  • Hi Andreas,

    ich habe als Auslässe jeweils ein 32mm Rohr senkrecht nach unten bis knapp zum Boden. Die Enden sind mit Stopfen versehen und entlang dieses Endstücks habe ich eine Menge 6 mm Löcher rundum gebohrt, die das Wasser unter dem Wasserspiegel rauslassen. Damit habe ich keinen Lärm und eine gleichmäßige Strömung über die ganze Wassersäule. Viel Strömung geben selbst 2 FX6 nicht her, wie man sich das vielleicht vorstellt.

    Viele Grüße Martin


    Mitglied in der DCG

  • Hallo zusammen,

    es geht langsam weiter mit dem Projekt :)

    Am Wochenende habe ich Löcher in den Fußboden gebohrt. 30 mm im Durchmesser, durch Parkett, Estrich, Styropor bis hinunter zur Bodenplatte. Natürlich kam es wie es kommen musste: ich stieß in dem Bereich, wo ich es schon befürchtet hatte, auf die Heizungsrohre für Vor- und Rücklauf der Heizkörper. Da ich vorsichtig vorgegangen bin, ist nichts passiert. Aber nun habe ich zwei Löcher im Boden zuviel X/ Ist jetzt kein Drama, da das Untergestell diese verdecken wird, aber blöd ist es trotzdem.

    Morgen kommen die zwölf M16 Sechskantschrauben und die Distanzmuttern, mit denen ich die das Untergestell ausnivellieren werde. Die Schrauben (170 mm lang) werden kopfüber in die Bohrlöcher gestellt, auf das obere Ende werden die Distanzmuttern (50 mm lang) geschraubt. Da die Bohrlöcher ca. 180 -185 mm tief sind, stehen die Muttern nur wenige mm über, was statisch von Vorteil ist. Geichzeitig haben sie ringsum nur ca. 1-2 mm Platz sich seitlich weg zu bewegen. Als Gürtel zum Hosenträger werden die Bohrlöcher aber dennoch mit Sand verfüllt, einfach auch um Schwingungen zu dämpfen und dem Ganzen noch Freiheitsgrade zu nehmen.

    Die Nivellierung wird so erfolgen, dass ich zunächst die unterste Ebene des Gestells zusammenbaue und dieses dann mithilfe der Muttern in die Waage bringe. Danach werden die Muttern mit Schraubenkleber fixiert und das Gestell fertig zusammengebaut einfach auf den Muttern abgestellt. Durch das Eigengewicht des Zusammenbaus und erst recht wenn das AQ dann drauf steht, wird sich da nichts mehr bewegen.

    Sinn und Zweck des ganzen Aufwandes ist es, die Gewichtslast von ca. 1,3-1,5 t am Estrich vorbei direkt in die Bodenplatte einzuleiten. Jetzt, wo ich den Bodenaufbau sehen kann, war das wohl auch die richtige Entscheidung: denn der Estrich selbst ist nur ca. 5 cm dick, die Styroporschicht darunter hat aber gute 10 cm. Zwar ist das Aquarium mit 1050 l brutto kein Monsterbecken, aber durch die Form und Länge ergibt sich eine Sollbruchkante im Estrich, die ich gerne neutralisieren möchte.

    To be continued...

    VG, Andreas