Neues Projekt - 350x60x50 cm (1050 l) - Planung, Umsetzung, Einrichtung und Besatz

  • Hallo Andreas,


    Sehr schön zu lesen, dass es voran geht!

    Ich habe die Diskussion über die Strömungsverhältnisse bzw. deren geeignete Erzeugung gespannt verfolgt. Der Vorteil von Außenfiltern ist natürlich Ansaugen am einen Ende und Ausströmen am anderen, aber für mich überwiegen die Nachteile (hohe Leistungsaufnahme, Wasser außerhalb des Beckens, Schläuche die Wärme abführen) den Vorteil deutlich.

    Ich bin kürzlich darüber gestolpert, dass Tunze eine neue nanostream rausgebracht hat, die bei 3,2 W Leistungsaufnahme bis zu 3700 l/h pumpt. Das ist absolut verrückt. Auch der Anschaffungspreis ist, wie ich finde, ziemlich niedrig. Ich könnte mir vorstellen, dass mit 3-4 solcher Pumpen, die man übereinander an einem Ort des Beckens befestigt, schon eine sehr ordentliche Strömung in eine Richtung erzeugt werden kann. Ich habe meine nanostream an der Glasscheibe meines eingeklebten Filters installiert. Wenn du das auch machen würdest, könntest du möglicherweise von hinten links oder rechts schräg nach vorne pusten lassen und so eine halbwegs kreisförmige Strömung erzeugen. Meine Salmler und Welse lieben es in der Strömung oder auch Gegenstenströmung zu stehen.


    Viele Grüße

    Felix

  • Hallo Felix,

    ich teile Deine Bedenken bezüglich der Außenfilter. Aber es gibt ja Möglichkeiten, denselben Effekt zu erzielen, ohne Schläuche außerhalb des Beckens zu haben. Im Moment schwanke ich zwischen zwei Varianten.

    1) per PVC-Verrohrung Wasser mit einer starken Pumpe aus dem rechten Innenfilter nach links zu führen und dort ausströmen zu lassen.
    2) Martins vspatz ursprüngliche Erfahrung erstmal selbst nachzuvollziehen und so, wie Du vorschlägst, die (Kreis-) Strömung nur per Strömungspumpe(n) zu erstellen.

    Ich tendiere tatsächlich dazu, beides zu kombinieren, was in Summe eine leichte gerichtete Strömung von links nach rechts ergeben würde. Mal sehen, da bin ich noch nicht fertig mit überlegen...

    VG, Andreas

  • Hallo zusammen,

    der Pott ist da 😁 Leider soll ich noch zwei Wochen warten, bis Wasser eingefüllt wird. Aber okay, die Technik will ja auch erst noch installiert werden 😉

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    Der erste (nicht biotopgerechte) Gast ist auch schon da 😅

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    VG, Andreas

  • Moin Andreas ! Dann meinen Glückwunsch zum neuen Hammer Becken !! Ja, das Silikon muss richtig durchhärten.

    Viel Freude bei deiner Planung. Schönen 1. Mai. berichte dann auch gerne weiter, Danke dafür ! Claus;)

    Ein mongolisches Sprichwort: Berge können sich nicht miteinander unterhalten, aber MENSCHEN ! ;)[bestand]1869[/bestand]

  • Hallo zusammen,

    die Beleuchtung ist installiert, die Rasterplatten auch, jetzt fehlt noch das Material für die Patronenfilter und am Samstag ist der Dichtheitstest geplant. Wenn alles glatt läuft, wovon wir ja mal ausgehen, geht es danach los mit der Inneneinrichtung.

    Besatztechnisch habe ich mich nun auch entschieden. Als Leitart kommen Scleromystax barbatus ins Becken. Mal sehen, wiviele ich bekommen kann, aber 20 Tiere wären mein Ziel. Dazu ein großer Schwarm Aphyocharax anisitsi, hier dachte ich an 50 bis 100 Tiere. Phalloceros caudimaculatus soll ebenfall einziehen, gestartet wird mit einer kleinen Mannschaft von ca. 10 Tieren, die werden sich ja vermutlich zügig vermehren. Das soll mal die Basis werden, es gibt noch ein paar Arten, die mich dazu noch reizen, aber die werden dann eher so mit der Zeit einziehen.

    Bei meinen Recherchen bin ich z.B. über Pseudocorynopoma doriae gestolpert. Die würden mich sehr interessieren, aber vermutlich wird man die nirgends bekommen können.

    Als Farbtupfer kämen Hyphessobrycon eques in Frage. Aber alles, was ich im Handel sehe, gefällt mir nicht. Die Schultermarkierung fehlt oder ist nur unvollständig ausgeprägt, das rot wirkt seltsam blass. Wenn es schöne Tiere gäbe, wäre ich aber durchaus an denen interessiert...

    Wenn Psalidodon anisitsi keine Pflanzen schreddern würde, könnte ich mich für den auch interessieren. Aber alles, was man so liest lässt einen vorsichtig werden.

    Tetragonopterus argenteus als kleiner Trupp von 10-12 Tieren könnte mich auch begeistern. Oder statt dessen Diksussalmler, wie z.B. Poptella paraguayensis.

    Unendliche Möglichkeiten...

    Was Euch aufgefallen sein dürfte: es sind keine Cichliden dabei und nur Arten aus den südlichen Verbreitungsgebieten in Südamerika. Das Aquarium wird dementsprechend ohne Heizung laufen. Bei einer durchschnittlichen Raumtemperatur von 20-22°C, sollte das eigentlich passen. Wenn wir im Winter mal ein paar Tage nicht zu Hause sind sind, kann es auch mal runter gehen auf 18°C. Im Sommer werden es wohl nicht mehr als 23-24°C. Inwieweit sich durch die offene Wasseroberfläche (Verdunstungskälte) evtl. eine Wassertemperatur unterhalb der Raumtemperatur einstellt, wird man sehen.

    VG, Andreas

  • Hallo Andreas,

    das klingt schon von der Grundausstattung sehr gut. Bei deinem erweiterten Interesse wirst du aber die grundsätzliche Frage "Pflanzen" oder "keine Pflanzen" beantworten müssen. Auch bei den S. barbatus kannst du dir ja die gewünschte Größe des Trupps heranziehen. ;)

    Bin gespannt, wie es bei dir weiter geht.

    Liebe Grüße

    Swen

  • Hllo zusammen,

    kleines Zwischenupdate... Dichtheitstest war wie erwartet erfolgreich, inzwischen ist Sand drin, selbst gesammelte große Kiefernwurzeln und erste Pflanzen unter und über Wasser. Da die Wurzeln nicht vorgewässert waren, mussten sie mit größeren Steinplatten unter Wasser gezwungen werden und ausbluten tun die auch noch ordentlich. Es sieht im Moment zemlich nach Schwarzwasser aus, auch wenn das auf dem Foto nicht so gut rüberkommt, weil es kurz nach dem letzten Wasserwechsel gemacht wurde. Seit ein paar Tagen hat es einen sehr ordentlichen Nitritpeak von ca. 5 mg/l und eine veritable Bakterienblüte. Ich warte drauf, dass sich das Ganze fertig einfährt, dann können die ersten Bewohner kommen.

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    Viele Grüße,
    Andreas

  • Hallo Andreas ! das schaut schon alles TOP aus, Danke für dein Bild. Geharzte Äste oder Wurzeln sind mir

    aber in all den Jahren NICHT ins Becken gekommen.... Schönen Nachmittag bei hier 22 Grad /reicht auch ! Claus;)

    Ein mongolisches Sprichwort: Berge können sich nicht miteinander unterhalten, aber MENSCHEN ! ;)[bestand]1869[/bestand]

  • Hallo zusammen,

    das mit dem Holz ist für mich auch Neuland und in gewisser Weise ein Experiment. Es stammt aus einer Rodung hier in der Nähe, die letztes Jahr im Sommer stattfand und bei der die nicht verwertbaren Teile am Waldrand in der prallen Sonne abgelegt wurden. Die ätherischen Öle sind daher mit Sicherheit schon weg und auch von Harz war nichts zu sehen. Ich hatte auch mit dicken Pilz- und Bakterienrasen auf dem Holz gerechnet, aber der Belag ist sehr dünn und man muss schon genau hinschauen, um etwas zu erkennen, man fühlt es eher, wenn man das Holz anfasst. Auch keine Gerüche oder sowas, auch die Wassertrübung scheint ihren Höhepunkt hinter sich zu haben. Ich finde im Augenblick entwickelt sich alles in die richtige Richtung und bin ganz optimistisch, dass es funktionieren wird.

    VG, Andreas

  • Hi,

    das sieht sehr exclusiv aus.

    Kiefernholz funktioniert, sofern ausreichend gewässert.

    Was mich immer bei meinen großen Aquarien gestört hat, war die schlecht erreichbare Wand hinter den Becken. Spätestens beim Renovieren wird das sehr aufwändig. Hinter den letzten beiden Aquarien habe ich deshalb fliesen lassen. Gerade bei den Rankpflanzen hier wäre das auch ein Vorteil .

  • Hallo Lutz,

    vielen Dank 😊

    An das Thema Renovierung habe ich ehrlich gesagt gar nicht gedacht. Kein Wunder: wir sind erst vor gut zwei Jahren hier eingezogen und hatten damals alles einmal auf links gedreht 😄 Aber in diesem konkreten Fall, würde eine Renovierung wahrscheinlich sogar gut funktionieren, da das Aquarium 12 cm von der Wand weg steht und auch nur 60 cm tief ist. Das ist der Heizleiste geschuldet, die hinter dem Aquarium auf Fußbodenhöhe entlang läuft.

    Das Thema mit den Kiefern hat mich dann doch etwas nervös gemacht, weil die Holzmasse im Verhältnis zum Wasservolumen schon echt hoch war und es wirklich Unmengen an brauner Suppe abgegeben hat und ich nicht mehr so sicher war, ob das alles so gut ist. Jedenfalls habe ich sie am Wochenende doch wieder heraus geholt und durch ein paar große Eichenäste ersetzt. Die lagen schon ein paar Jahre neben einem abgestorbenen Baum und sollten eher geeignet sein. Jetzt wo sie drin sind, gefällt mir die Einrichtung sogar noch besser als vorher. Und die Färbung des Wassers ist gar kein Vergleich. Von Samstag bis heute, Dienstag, kam nur ein leichter Hauch hellbraune Einfärbung hinzu. Bei den Kiefern war es in derselben Zeit schon Cola light 😅

    Achso: Nitrit war schon am Wochenende vor dem WW auf ca. 0,3 mg/l herunter. Also Stickstoffabbau ist demnach etabliert.

    Anbei noch ein aktuelles Foto.

    VG, Andreas

    Off topic...

    luzz wie geht's meinen alten Squaliforma?

  • Hallo Andreas,

    insgesamt scheint die Holzmenge ein wenig zurückgegangen zu sein. Durch die Anordnung entsteht eine schöne Gliederung. An der vorherigen Anordnung hatte mich die Form gepackt.

    Das wird ein sehr schönes Becken.

    Freue mich auf das Endergebnis.

    Liebe Grüße

    Swen