Der Belo-Monte-Staudamm am Rio Xingu – ein vorprogrammiertes Desaster

  • Hallo zusammen,


    eine schlimme Entwicklung in die falsche Richtung, denn neben unseren heißgeliebten Zierifschen betrifft es ja vor allem


    die dort ansässigen Indios und die anderen Lebewesen und Pflanzen dort. Mich würde es nicht wundern, wenn es


    langfristig auch Auswirkungen auf uns hat. denn das Amazonasgebiet ist ja auch die "grüne Lunge" für uns Alle.


    Aber solange wirtschaftliche Interessen und sicher auch Korruption im Spiel sind, zieht die Natur meist den Kürzeren! ;(

  • Hallo zusammen,


    habe eben gerade das von Axel (Oldmann50) zu den Wäldern des Amazonasgebietes als "grüne Lunge" für uns alle gelesen.


    Das stimmt so nicht. Bäume atmen natürlich auch Sauerstoff, über die Photosynthese produzieren sie tagsüber mehr Sauerstoff, als sie selbst benötigen. Dieses Plus verbrauchen sie aber nachts und für der Zersetzung ihres Falllaubs. Bestenfalls ein Null-Summen-Spiel!


    Die Algen der Meere sind - vereinfacht gesagt - entscheidend.


    Und wir sollten uns nicht immer über vermeintliche ökologische Schandtaten in Brasilien aufregen, denen geht es nämlich noch Gold!


    Der Urwaldanteil - also der Anteil des Waldes, der noch nicht von der Forstwirtschaft verwüstet oder komplett abgeholzt wurde - beträgt bei uns in Deutschland weniger als 0,4%!


    Die Brasilianer müssten auf uns zeigen!


    Jeder, der sich über den Umgang mit Natur und Landschaft in Brasilien beschwert, sollte sich einmal mit Ökologie befassen...


    ... aber für die meisten bei uns (und hier!) ist "Urwald" - aus Unkenntnis - eben nur tropischer Regenwald, schade...


    ... und nun klauen wir den Brasilianern auch noch die Fische, unsere haben wir ja fast vollständig und leider erfolgreich ausgerottet!


    Gruß


    Scanner

  • in einem gewissen Sinne muß ich Dir Recht geben. "Grüne Lunge" mal dahin gestellt, ist die Bedeutung des Amazonas und Golfstromes als Klima bildende Faktoren sicher nicht an den Haaren hervor gezogen!
    Mal abgesehen von den Freveln an der Natur im eigenen Land, müßten wir uns Aquarianer dann nicht auch überspitzt fragen, wie wir mit den Ressourcen umgehen. Hoher Energieverbrauch, Umgang mit Trinkwasser, Kauf von WF u.s.w.? Hatten dazu mal im örtlichen Aquarianerverein eine heiße Diskussion und nicht ganz von der Hand zu verweisen ( bei mir 10 Aquarien zwischen 250-2000 l). Man kann dazu seine eigene Meinung haben oder auf andere verschwenderische Hobbys verweisen. Nicht unerwähnt natürlich die Nachzuchterfolge sowie der Erhalt bedrohter Arten.


    Beste Grüße von Mathias

  • Hallo Mathias,


    Du hast völlig recht, wir müssen unser Hobby immer wieder kritisch hinterfragen, da hilft auch kein Verweis auf vermeintlich noch schlimmere!


    Wasserwechsel immer im Garten versickern, vermeidet Freisetzung von Keimen und Lebewesen und trägt vor Ort zur Grundwasserneubildung bei. In der Kanalisation ist alles bis sonstwo verschwunden.


    Mein Besatz ist - fast vollständig - so umgestellt, dass die Fische bei 18 - 20 °C überwintern, dann brauche ich keine Heizung mehr. Da Fischen bekommt dies zumeist auch besser.


    Aber das die Aquaristik oder die Aquarianer Arten erhalten ist - aus meiner Sicht - völliger Quatsch!


    Wir erhalten Fische, die vielleicht noch so aussehen wie ihre freilebenden Artgenossen, im Aquarium sind sie aber allen evolutiven Selektionsfaktoren entzogen. Damit sind es nur noch wildfarbene Haustiere!


    Wenn wir solche Tiere in Wildpopulationen einbringen, haben wir die auch versaut!


    Mit der angeblichen Arterhaltung verschaffen wir uns nur eine bequemes Deckmäntelchen/Alibi. Das gilt auch das oft propagierte Goodeiden-Projekt, das nimmt kein professioneller - fundiert ausgebildeter - Biologe ernst, im Gegenteil!


    Gruß


    Scanner

  • Wasserwechsel immer im Garten versickern, vermeidet Freisetzung von Keimen und Lebewesen und trägt vor Ort zur Grundwasserneubildung bei. In der Kanalisation ist alles bis sonstwo verschwunden.


    Mein Besatz ist - fast vollständig - so umgestellt, dass die Fische bei 18 - 20 °C überwintern, dann brauche ich keine Heizung mehr. Da Fischen bekommt dies zumeist auch besser.

    Naja mal ehrlich, was sind denn der Energie- und Wasserverbrauch von uns paar Aquarianern auf die gesammte Bevölkerung+Industrie gesehnen, absolut lachhaft!
    Zumal die die Energie,welche du in deinen Aquarien verbrätst, wird am ende quasi immer zu Wärme, die dann auch mit dein Haus heizt...
    Das wasser zum Gießen im Garten benutzen würd ich gerne machen, wenn ich einen hätte :D


    Kritischer seh ich da die WF entnahme von Arten, die eh schon bedroht sind zB Denisonbarben.
    Die Sache mit der Arterhaltung seh ich aber ähnlich kritisch wie du!