Tolerante L-Welse gesucht

  • Hallo,


    demächst werde ich (hoffentlich) ein neues Becken aufstellen und bin schon mitten in den Vorbereitungen. Der Besatz ist soweit schon klar, ich suche aber noch einen passenden L-Wels.


    Da die vorhandene Infrastruktur mir einige Einschränkungen auferlegt, suche ich für das Becken eine möglichst tolerante Art, die folgende Eigenschaften mitbringen sollte:


    • verträgt bis 20° Gesamthärte
    • fühlt sich bei 24°C im Regelbetrieb wohl und wird nicht zickig, wenn die Temperatur kurzfristig etwas abfällt
    • ist zumindest überwiegend Vegetarier
    • wird bis zu 15 cm groß oder bleibt noch etwas kleiner
    • kann problemlos beschafft werden (idealerweise D-Nachzuchten)
    • kostet nicht die Welt (40€ ist die absolute Schmerzgrenze)


    Wahrscheinlich werden alle zurecht Ancistrus antworten, aber irgendwie mag ich die nicht (mehr). :huh:


    Kann mir die L-Wels-Fraktion im Forum vielleicht ein paar Denkanstöße geben?


    Vielen Dank schon mal für eure Vorschläge!


    Gruß, Marko

  • Hallo, Andy,


    ich bin der Metynnismann! Rate mal was da wohl reinkommt! :D:D


    Spaß beiseite, wenn alles so klappt, wie ich es mir vorstelle, wird es ein Trupp Metynnis hypsauchen. Das ist auch der Grund, weshalb ich einen herbivoren Wels suche. Sonst passiert es, dass das für die Welse gedachte Futter an der falschen Adresse ankommt.


    Das Becken soll im Büro stehen, da habe ich nur Kaltwasser zur Verfügung und im Sommer werden es lauschige 34°C, wobei sich das notfalls durch Kaltwassergaben mildern lässt. Falls die untere Temperatur kritisch sein sollte, ich kann das Becken auch mit 26°C betreiben. Strom zahlt ja der Chef. :thumbup:


    Gruß, Marko

  • Mahlzeit


    Leider ist es immer noch im Internet und der allgemeinen Baumarktaquaristik so, das man L-Wels mit L-Nummer gleichsetzt.


    Dem ist aber nicht so.


    Otocinclus, Nannoptopoma und Protocinclus gehören auch zu denLoricariidae, dafür steht das L.
    Aber ob die das bei dem Besatz und dann doch ab und zu 34° überleben ist fraglixh.


    Gruß


    Volker


  • Hallo Marko,


    ich kenne mich zwar nicht super aus, aber dieser hier klingt meiner Meinung nach recht passend:


    http://www.welsfans.de/index.php?art=79


    Vielleicht kann Dir ein Spezialist auch was dazu sagen. :)


    Liebe Grüße


    Melanie

    [bestand]1509[/bestand]
    Du bist panaqolusverrückt, wenn Du immer statt 200g Nudeln oder Mehl immer 204g, bei 300g immer 306g abwiegst.
    Du bist panaqolusverrückt, wenn Du in allen Bekleidungsgeschäften nach Ringelsocken suchst, auch wenn die grad total out sind.

  • Hallo, Volker,


    wie gesagt, mit (L-)Welsen kenne ich mich nicht aus, sonst hätte ich nicht gefragt. :rolleyes:


    Die von dir genannten Gattungen bleiben alle recht klein, da kann ich mir gut vorstellen, dass sie im Kampf um den Salat den kürzeren ziehen. Von daher sind um die 10 cm Endgröße sicher angesagt.


    Die erwähnten 34°C beziehen sich ja auf die Lufttemperatur in der Spitze - ich denke, dass ein im Sommer unbeheiztes 500 Liter-Becken die 30° kaum überschreiten sollte.


    Gruß, Marko :-)/~

  • Hallo Marko,


    aus alter Literatur kenne ich die Aussage, dass wenn Fische aus Gewässern mit niedriger Härte in hartem Wasser gehalten werden, sich der Kalk in den Kiemen absetzen soll, was langfristig zum frühzeitigen Tod führen soll. Eine echten Beleg dafür habe ich aber nie gefunden.


    In verschiedener Literatur werden dann für bestimmte Arten bestimmte Härtegrade genannt. Auch hier habe ich bisher keine für mich tragfähige Begründung gefunden.


    Klar ist natürlich, dass unsere Welse und andere südamerikanische Fische zum großen Teil aus Gewässern stammen, die eine Leitfähigkeit von weniger als 100 µS/cm haben. Daraus folgt, dass die Gewässer auch eine sehr niedrige Härte haben. Ich bin der Überzeugung, dass sich die Tiere in einem annähernd gleichem Wasser am ehesten wohl fühlen und damit weniger einem Risiko einer Erkrankung unterliegen, was sich wiederum positiv auf die Lebenserwartung auswirken dürfte.
    Auch im Sinne einer artgerechten Haltung würde ich immer eine Anpassung des Aquarienwassers nahe dem Ursprungshabitat der Tiere empfehlen.


    Wie die Erfahrungen anderer Aquarianer zeigen, ist die Haltung von L-Welsen auch in Malawi-Becken gut möglich. Für mich ist dieses mit artgerechter Haltung nicht vereinbar.


    Also so einen absoluten Grund, die Weichwasserfische nicht in hartem Aquarienwasser zu halten, gibt es meiner Meinung nach nicht.
    Das wichtigste Argument - die artgerechte Haltung - ist eine Sache, die ein jeder Aquarianer zunächst mit sich selber ausmachen muss.


    Viele Grüße
    Elko

  • Hallo Marko,


    was Elko geschrieben hat, trifft die Sache richtig, besser kann man es kaum beschreiben.
    Besonders der letzte Satz ist wichtig, und darüber sollte man immer nachdenken. Aber nicht nur bei Welsen, das gilt ja eigentlich für alle Fische dieser Erde!

  • Mahlzeit


    super! Ist wirklich eine ergiebige Quelle, diese Datenbank. :thumbsup:

    Die leider nur die L und LDA Nummern aufzeigt(oder die noch keine haben)
    Darunter(unter deinen Suchkriterien) fallen Tiere die wirklich nur für Erfahrene (z.B. L255 und L34) geeignet sind.
    Manche sindauch so gut wie nicht verfügbar.


    Wenn man sich nicht mit den Welsen auskennt, ist das keine richtige Hilfe(ohne den Sinn und Aufwand schmälern zu wollen).


    Die Vielfalt der Welse ist viel größer und fällt unter die Kategorie L.


    Ich würde mal rückwärts suchen.
    Woher stammt mein bevorzugter Besatz und was gibt es sonst noch dort.


    gruß


    Volker

  • Hi


    Die leider nur die L und LDA Nummern aufzeigt(oder die noch keine haben)


    Nö, da kann man auch Listen erstellen, die sowohl L-Welse

    • die wissenschaftlich beschrieben sind und/oder
    • eine L-Nummer haben und/oder
    • eine LDA-Nummer haben und/oder
    • nur über die Herkunft bezeichnet werden (sp. "Irgendwas")


    Die Suchkriterien lassen sich beliebig kombinieren. Die ausgegebenen Listen beruhen ausschließlich auf den Suchkriterien.


    Darunter(unter deinen Suchkriterien) fallen Tiere die wirklich nur für Erfahrene (z.B. L255 und L34) geeignet sind.


    Ingo gibt die Schwierigkeit dieser beiden Ancistren mit 2 von 5 (höchste Stufe) an. Also so kritisch sind die beiden nun auch nicht.
    Bezüglich der Schwierigkeitsstufen bin ich aber noch am überlegen hinsichtlich eines vernünftigen Konzeptes. Hier spielen einzelne Faktoren rein, die man meiner Meinung nach nicht über einen Kamm scheren sollte. Zum Beispiel ist "schwierig wegen besonderer Nahrungsansprüche" was anderes als "schwierig wegen der Größe".


    Manche sindauch so gut wie nicht verfügbar.


    Die Verfügbarkeit lässt sich durch Einschränkung auf "Stocklisten letzter x Monate berücksichtigen".


    Wenn man sich nicht mit den Welsen auskennt, ist das keine richtige Hilfe(ohne den Sinn und Aufwand schmälern zu wollen).


    Wenn man die Suchfunktion nicht richtig verstanden hat, stimmt das.
    Wenn man die Suchfunktion richtig verstanden hat, kann man sich sehr schnell einen Überblick verschaffen.


    Die Vielfalt der Welse ist viel größer und fällt unter die Kategorie L.


    Stimmt. In dieser Datenbank geht es aber um L-Welse und nicht Welse allgemein. Was "Kategorie L" sein soll weiß ich nicht und das wird vielen anderen auch so gehen.


    Woher stammt mein bevorzugter Besatz und was gibt es sonst noch dort.


    Man kann in der Datenbank auch nach Land und/oder Herkunft suchen. Vielleicht hat Marko sogar mal danach gesucht.


    Die Datenbank erhebt allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit - sie wird aber täglich besser.


    Viele Grüße
    Elko

  • Hi

    Zitat

    Nö, da kann man auch Listen erstellen, die sowohl L-Welse


    • die wissenschaftlich beschrieben sind und/oder
    • eine L-Nummer haben und/oder
    • eine LDA-Nummer haben und/oder
    • nur über die Herkunft bezeichnet werden (sp. "Irgendwas")
    Zitat

    Stimmt. In dieser Datenbank geht es aber um L-Welse und nicht Welse
    allgemein. Was "Kategorie L" sein soll weiß ich nicht und das wird
    vielen anderen auch so gehen.

    Elko, du solltest es doch besser wissen, das das L nicht für LDA oder L Nummern steht sondern für Loricariidae.


    Die beeinhalten nicht die Welse allgemein sondern alle Gattungen die HIER zu finden sind.
    Und du hast in deiner Datensammlung nur einen Bruchteil davon, auffallend eben hauptsächlich mit Nummern versehen.

    Zitat

    Ingo gibt die Schwierigkeit dieser beiden Ancistren mit 2 von 5 (höchste
    Stufe) an. Also so kritisch sind die beiden nun auch nicht.

    Seh ich anders, war aber nur als Beispiel gedacht und man sollte sich nicht daran festhalten.

    Zitat

    Bezüglich der Schwierigkeitsstufen bin ich aber noch am überlegen
    hinsichtlich eines vernünftigen Konzeptes. Hier spielen einzelne
    Faktoren rein, die man meiner Meinung nach nicht über einen Kamm scheren
    sollte. Zum Beispiel ist "schwierig wegen besonderer Nahrungsansprüche"
    was anderes als "schwierig wegen der Größe".

    Das wird ein schwieriges Unternehmen mit einem schmalen Grat, denn was bei dem einen klappt muß/kann nicht verallgemeinert werden.


    Eine kleine Richtlinie könnte man daraus machen, mehr nicht.





    gruß


    Volker

  • Hallo Elko und Volker,


    nun zerredet doch nicht das ganze Thema, sondern lasst den Marko erstmal selbst ein wenig schauen und überlegen. Da er nun schon hier nachfragt, und ziemlich genau beschreiben kann, was genau ihm so vorschwebt, halte ich ihn auch für verantwortlich genug, sich auch bezüglich Schwierigkeitsgrad und anderen Hürden zu informieren. Und wo ist er in besseren Händen, wenn nicht hier? ;)


    Liebe Grüße


    Melanie


    PS: Entschuldigung Marko, dass ich das nu alles so über Deinen Kopf hinweg geschrieben habe.

    [bestand]1509[/bestand]
    Du bist panaqolusverrückt, wenn Du immer statt 200g Nudeln oder Mehl immer 204g, bei 300g immer 306g abwiegst.
    Du bist panaqolusverrückt, wenn Du in allen Bekleidungsgeschäften nach Ringelsocken suchst, auch wenn die grad total out sind.