Panaqolus albivermis (L 204)

  • Panaqolus albivermis (L 204)



    Ersteinführung: 1994 durch Bernd Schmitt (?)


    Synonyme:
    Ringelsocken-Harnischwels
    Ringelsöckchen
    Flash pleco
    Panaque sp. "L 204"

    Panaqolus sp. "L 204"

    Peru-Zebrawels


    Familie: Loricariidae


    Unter-Familie: Hypostominae


    Tribus: Ancistrini


    Gruppe: Panaque


    Herkunft/Verbreitung: Südamerika, Peru, Rio San Alejandro, in Abschnitten mit starker Strömung und viel Totholz



    Größe: Größenangaben variieren zwischen 14 (welsfans.de) und 20 cm (welse.net). Mein größtes Tier hat 17 cm (inklusive Filamente an der Schwanzflosse).


    Arttypische Merkmale:
    Schokoladenbraune Grundfärbung mit weißem bis goldgelbem Streifenmuster, Muster ist besonders ausgeprägt bei juvenilen Tieren, bildet sich bei adulten zurück Oft bilden diese Welse lange, geringelte Filamente an der Schwanzflosse aus.
    americanfish.de/gallery/index.php?image/506/
    Juveniles Tier mit gut sichtbarem Streifenmuster


    americanfish.de/gallery/index.php?image/507/
    Subadultes Tier mit ausgezogenen Schwanzfilamenten


    Geschlechtsunterschiede:
    Adulte Männchen haben einen kräftigeren Kopf, stärkere Interopercularodontoden und einen starken Odontodenbewuchs am Schwanzstiel, Weibchen wirken eher glatt und haben im Verhältnis zum Kopf einen breiteren Körper.


    americanfish.de/gallery/index.php?image/508/
    Adultes Männchen mit bereits aufgelöstem Muster und Odontodenbewuchs am Schwanzstiel (Uhura, 14cm groß)


    Alter: Zum Höchstalter von Panaqolus sp. L 204 habe ich bisher keine genauen Angaben finden können, und auch Andreas Tanke (Andi hier im Forum), dem Panaqolus-Experten, liegen keine genauen Daten vor. Er vermutet jedoch, dass sie ungefähr 15 bis 20 Jahre alt werden können.



    Aquarium/Einrichtung:
    Das Aquarium sollte mindestens eine Kantenlänge von 80, besser 100 Zentimetern haben.
    Der Bodengrund sollte nicht scharfkantig sein, besonders gut eignet sich Sand (nicht gebrochen) oder feiner Kies.
    Weiches Holz ist sehr wichtig, zum Beispiel Moorkienwurzeln oder Mangrove. Die Welse raspeln das Holz ab, so dass man mit der Zeit Verformungen sehen kann. Außerdem dienen Wurzeln als Versteckmöglichkeiten. Tonhöhlen werden dafür auch gern genommen.
    Pflanzen kommen in den Herkunftgebieten dieser Welse nicht vor, im Aquarium schaden sie den Tieren nicht. Sie könnten aber durchaus als Futter enden oder ausgebuddelt werden. Ich selbst habe gute Erfahrung mit Vallisnerien und Anubias gemacht. Letztere sollten möglichst nicht mit Angelschnur oder Draht an Wurzeln oder Steinen befestigt werden, da sich die Welse sonst daran verletzen könnten. Ich benutze zur Befestigung stattdessen Kabelbinder.
    Das Licht sollte nicht zu grell sein, bei Bedarf schaffen Schwimmpflanzen Abhilfe.
    Eine gute Filterung, am besten in Kombination mit starker Strömung ist unerlässlich. Die Welse scheiden viel holzraspelhaltigen Kot aus, den ein zu schwacher Filter nicht aufnehmen kann. Bei mir hat sich die Kombination von einem Blockfilter zur biologischen Wasserreinigung und einem kleinen, leistungsstarken Innenfilter für's Grobe, der zusätzlich Luft ins Wasser bläst, bewährt. Den kleinen Innenfilter befreie ich ungefähr wöchentlich vom Holzmulm, denn dann lässt seine Leistung meist ein wenig nach (weil er voll ist). Die zusätzliche Luft dient der Anreicherung des Wassers mit Sauerstoff, den die Welse reichlich benötigen.



    Wasserwerte: pH: 6,5-8,5
    GH: bis ca. 20°
    Die Heimat dieser Welse ist ein Klarwasserfluss.



    Temperaturbereich: 26-30°C
    Meine Tiere halte ich bei ca. 29°C.



    Ernährung: Holz, pflanzliche Kost (pflanzliche Welstabs, Gemüse, manchmal Aquarienpflanzen). Tierische Kost lässt diese Welse dick werden und verkürzt ihre Lebensdauer.



    Beckenbereich: Boden



    Sozialverhalten/Zucht: Diese Harnischwelse werden von einigen Haltern als sehr streitlustig, von anderen als besonders friedlich eingestuft. Meine eigenen Tiere tragen durchaus kleinere Kämpfe aus, bei denen es aber bisher nicht zu ernsthaften Verletzungen gekommen ist. Bei der Fütterung verjagen die größeren Tiere oft die kleineren. Dieses Problem habe ich mit mehreren Futterstellen behoben (die größte Gurke vorne mittig für die größten und etwas versteckt in den Ecken und hinten kleinere und dazu Kartoffel, so dass die schwächeren schon direkt ihre Ruhe haben). Oft ist meine Gruppe aber auch sehr friedlich, vor allem Tags, wenn sie hauptsächlich in ihren Tonhöhlen liegen. Dann scheinen sie regelrecht mit ihren Schwanzflossen den Kontakt zu den anderen zu suchen.
    Die Zucht ist bisher erst wenigen Haltern geglückt, zuerst Janne Ekström. Panaqolus sp. L204 sind Höhlenbrüter.



    Sonstiges:





    Zur Diskussion: Diskussion - Artensteckbrief von Panaqolus sp. L 204

    [bestand]1509[/bestand]
    Du bist panaqolusverrückt, wenn Du immer statt 200g Nudeln oder Mehl immer 204g, bei 300g immer 306g abwiegst.
    Du bist panaqolusverrückt, wenn Du in allen Bekleidungsgeschäften nach Ringelsocken suchst, auch wenn die grad total out sind.

    12 Mal editiert, zuletzt von Mama und Birte ()

  • L-ko

    Hat den Titel des Themas von „Panaqolus sp. L 204“ zu „Panaqolus albivermis (L 204)“ geändert.