Bestimmung von Geophagus Alti? spec? ???

  • Hallihallo aus dem Westzipfel,
    in diesem Fred möchte ich einen Versuch starten einen Geophagen zu bestimmen, den ich nun seit 2003 pflege und nachgezogen habe.
    Damals vielen mir Wildfänge ins Auge, die mich direkt an Geophagus Altifrons spec? erinnerten, aber waren sie es wirklich.
    Die Herkunft wurde als Rio Maria Magdalena angegeben, nur passt das Erscheinungsbild nun irgendwie wirklich eher nach Brasilien.
    Der Preis war saftig, aber egal, ich hatte gerade ein großes Paludarium eingefahren, und diese Tiere waren irgendwie Liebe auf den ersten Blick.
    Außerdem hatte ich bald Geburtstag :whistling:
    Sie sollten adult sein, und die Größe war auch noch für das Becken akzeptabel.
    Wie auch immer, wie gut das keine weiteren Tiere das Becken beherbergten, denn die Wildfänge zeigten durch die Überführung geschwächt einige Schmarotzer, insbesondere Würmer.
    Also so schnell wie möglch Nachzucht, die dann auch zu meiner Freude sehr schnell gelang.
    Die Elterntiere konnte ich (separat gehalten) nie so richtig von ihren Plagegeistern befreien.


    Wie auch immer, ich pflege eine Grppe von 7 Tieren, darunter 3 Pärchen.
    Allerdings, jetzt wo sie langsam ihre Endgröße erreicht haben, bin ich der Meinung das sie in einem größeren Becken mit Sicherheit besser zur Geltung kämen. Auch wenn sie nicht zu den wirklich großen ?Altifrons? Eyemplaren über 30cm gehören.


    Hier jetzt aktuelle erste Bilder, die ich im Laufe der nächsten Stunden, hoffe ich zumindest, noch durch bessere ergänzen möchte.


    Also denn mal los, besonderes Augenmerk auf Schwanzflosse und Kopf.


    Hier eines der Pärchen








    Grüssle,
    scrubbi

  • Hallo Schrubbi,
    dass es sich um einen Vertreter der weitläufigen Altifrons Verwandtschaft handelt ist offensichtlich. Aufgrund der gestreiften Schwanzflosse ist Geophagus altifrons allerdings auszuschließen. Zur genaueren Bestimmung solltest du Bilder der Tiere einstellen, auf denen der Seitenfleck zu erkennen ist. Zur Not in Schreckfärbung. Aufgrund des gelblichen Kopfes und der schmalen Querstreifung würde ich dennoch bereits auf Geophagus sp. aff. altifrons "Rio Tapajós" tippen. Allerdings müsste sich des öfteren ein mittelgroßer relativ hoch liegender Seitenfleck zeigen.
    Gruß
    Jens

  • Hallo Jens,
    vielen Dank für deine Antwort.
    Der Seitenfleck, tja, der verschwindet nach dem Jugendkleid im Prinzip komplett.
    Allerdings erscheint bei manchen Tieren durchaus ab und an ein sehr kleiner Seitenfleck, der aber wirklich kaum erkennbar ist.


    Zitat

    Aufgrund der gestreiften Schwanzflosse ist Geophagus altifrons allerdings auszuschließen

    Ja, genau das ist sehr auffällig. Die Schwanzflosse will so gar nicht passen. Bei den Männchen, die heute nicht ganz so gerne aufs Foto wollten, sind die Flossen auch (insbesondere damals bei den Wildfängen) sehr schön ausgezogen.
    Grüssle,
    schrubbi

  • Guten Abend scrubbi,
    deine Geophagus wurden von Weidner 2000 als G. sp. "Amapá Grande" angesprochen. Heutzutage stehen sie als G. altifrons Tapajos oder Hochstirn-Erdfresser_Golden Face auf dem Stocklisten.
    Ich hatte meine 2005 leider ohne jeglicher Herkunftsangabe und ohne sonstiger Hinweise erhalten, mit dem Buch Südamerikanische Erdfresser von o.a. Fachmann entschied ich mich für sp. Amapá Grande.
    Als vergleich hab ich dir mal ein paar Bilder mit angefügt. 2005 waren das die Elterntiere WF, das Weibchen war schon sehr alt aber auch sehr erfahren und das Männchen noch sehr jung. Anfangs ein nettes Schauspiel wenn sie ihn bei der Brut zurecht gewiesen hat. Aber mit zunehmenden Alter des Bockes der, weil er bei mir sehr jung ankam, wurde entsprechend groß ca. 23cm. Sie dagegen blieb bei ihren ca. 17cm und war kräftemäßig dann absolut unterlegen. Bei ihrem letzten Gelege konnte ich ihr ca. 60 Jungtiere aus dem Maul spülen und aufziehen. Sie wurde dann noch einige Zeit von ihm dransaliert und ging mir leider ein. Aber die Jungen wuchsen sehr gut, nur der Absatz viel mir etwas schwer. Die 3 Bilder von 2007 zeigen den ersten Nachkömling den ich zufällig im Filter fand, nach dem ich die Jungen erbeutet hatte. Die Tiere waren für mein empfinden rellativ aggressiv, wie der Alte eben, habe mich dann von ihnen getrennt. Aber ich finde nach den altifrons Rio Negro für mich die schönsten, schau wir mal es gibt ja immer wieder neue.
    So ich hoffe dir weiter geholfen zu haben und wünsche noch ein schönes WE und viel Spaß mit den faszinierenden Erdfressern. (Bin ihnen wieder treu nach kurzer Abstinienz.)
    Christian

  • Hallo Christian,
    vielen Dank für deine ausführliche Antwort un die tollen Bilder 8o .
    Was bei den Tieren abweicht ist die Kopfform, bei meinen gedrungener, die Schwanzflosse und der fehlende Seitenfleck.
    Die Färbung des Kopfes ist dagegen wirklich sehr ähnlich, das Orangebraun kann bei meinen Tierchen sehr intensiv werden.
    Im Gegensatz zu zb. G.A.tapajos ist die Stirn deutlich flacher und runder, auch die Endgröße der Tiere geringer.
    Es sind damals beim Händler genau 5 Tiere angekommen.
    Ich versuche noch weitere Bilder zu schiessen.


    Hier ist ein Männchen, Bild ist genau 3 Minuten alt.



    Die Flossen sind bei den Wildfängen noch deutlich mehr ausgezogen.


    Grüssle,
    schrubbi

  • Hallo scrubbi, du hast recht der Kopf von deine erinnert mich recht stark an G. proximus, aber die Schwanzflosse war bei meine auch teilweise geflammt. Und der Seitenfleck ging im Alter, also als sie ausgewachsen waren weg und kam höchsten stimmungsabhängig hervor.
    Die Beflossung war bei meinen Nachzuchten auch sehr erheblich, wie du auf dem relativ schlechten Bild sehen kannst, hat mich doch sehr an altifrons erinnert. Aber wie erwähnt ich hatte keinerlei hinweise die auf ihre Herkunft hindeuteten.
    Gruß Christian

  • Hallo Erdfressergemeinde,
    nein, die Tiere sind noch nicht identifiziert ^^ , aber heute einmal vermessen worden. Die Männchen haben nach 7 Jahren eine Gesamtlänge von 20cm.
    Die Weibchen liegen bei 17cm.
    Ansonsten gab es noch sehr nette Kontakte zu anderen Geophagenspezialisten. Das Spektrum hat sich erweitert, aber ein Volltreffer ist noch nicht dabei.
    Viele Grüße,
    Frank

  • Hallo,


    wollte den Thread mal wieder aufleben lassen. Ich hatte vor ein paar Monaten ein Paar von Frank übernommen. Anfangs gab es Laichversuche mit Larven davon hat aber nie etwas überlebt. Beim letzten mal gab es eine riesen Wolke von dennen nun ca. 20-30 Jungtieren überlebt haben.
    Seit heute gibt es wieder neuen Laich und das Muttertier hat sich wohl von den Jungtieren abgenabelt, da diese nun von Ihr verjagt werden. Ich hoffe es setzt den Jungen nicht zu sehr zu. Ich habe auch kein weiteres Becken um diese gesondert groß zu ziehen.
    Ich bin natürlich offen um welche Spec es sich handeln kann.


    Grüße
    Tim

  • Hallo Tim,
    na das sind ja super Nachrichten :thumbup: , endlich mal wieder Nachwuchs der tollen Tiere.
    Im Prinzip können die Halbstarken auch im Becken verweilen, wenn groß genug, Besatz passt, und genug Versteckmöglichkeiten vorhanden sind. Ich habe auch über längere Phasen Jung- und Elterntiere zusammen gepflegt. Es wird aber auch kein Problem sein Nachzuchten abzugeben, die Nachfrage war noch Riesengroß, und oft wurde auch nach Jungtieren gefragt.
    Grüssle,
    Frank