Guppies als Lebendfutter geeignet?

  • Hallo,


    ich hatte von einer Freundin 5 Guppies bekommen,weil ihr Becken undicht war. Hab mir nix dabei gedacht und diese zu den Geophagus getan.


    Keine zwei Minuten später waren die Gupppies Geschichte.:whistling:


    Nun meine Frage:
    Kann ich Guppies in einem 80er Becken züchten zusammen mit ein paar Panzerwelsen und diese dann gelegentlich verfüttrrn (Guppienachwuchs) oder ist das schädlich?

  • Hallo Janine,


    manche halten das zwar für unmenschlich, aber ich vermehre auch Guppys und Garnelen, um die Nachkommen zu verfüttern.
    In der Natur ist es ja auch so, das die kleinen von den großen gefressen werden.

  • Hi Janine,


    was ich hier mache, ist kein Züchten, es ist einfach nur Vermehrung. :D
    Das sind unterschiedliche Garnelen, die ich zusammen in einem Aquarium halte. Ich will da ja nichts herauszüchten, sondern nur Fischfutter bekommen.


    Nee, das ist absolut nicht schwierig. Wenn denen das Wasser einigermaßen zusagt, dann vermehren sie sich sehr gut.

  • Hallo Janine,


    ich finde es ok wenn du Guppys gezielt vermehrst um sie an deine Geophagus zu verfüttern. Es ist nichts anderes wie Lebendfutter zu verfüttern. Dieses Lebendfutter wird ja auch von vielen hier angesetzt um den Zweck der Fütterung zu dienen. Ich würde aber Endler Guppy´s nehmen. Diese stellen ihren Nachwuchs nicht so sehr nach wie der klassische Guppy. D. h. du hast mehr Jungtiere über die du verfüttern kannst.


    Dieter


    Zitat

    was ich hier mache, ist kein Züchten, es ist einfach nur Vermehrung. :D


    D. h. aus eins mach zwei? :thumbup:

  • Hi Andreas,


    genau so. Züchten heißt ja, das man gezielt etwas erreichen möchten, also ein Zuchtziel hat.
    Das Vermehren ist ja nichts außer die Fische gewähren lassen. Hierbei ist es nur wichtig, das sie sich vermehren. Da steht kein anderes Ziel dahinter. :D

  • Hallo,


    Zucht ist auch Vermehrung.


    Wenn man Fische an Räuber verfüttert ob Guppys oder sonstige Zierfische entnimmt man von den NZ immer die schwächsten und kleinsten.Sprich man selektiert schon für gesunde Fische aus.Flossenform,Körperbau,Gesunde Kiemendeckel,wichtig bei höheren F-Graden,wie Wirbelsäulenverkrümmung.Manchmal verkrüppeln Guppys im Alter,ist auch gute Nahrung für Räuber.


    Einfaches anderes Bsp. hatte 4 Cichla von 15-17cm in ein 600L 3m Becken zu Amphilophus amarillo(gute 300Stk.) getan.Ich brauchte nur zusehen wie die Cichla für mich ausselktierten bzw.die A.amarillo mußten sehen,.das die zu die Cichla im Wachstum mithalten können.


    Nach 4Monaten waren die Cichla 18,25-30cm groß(einer ist gar nicht gewachsen),die A.amrillo noch ca.40 Stk da,10-12cm groß.


    Ist für mich "alles" perfeckt gelaufen,schöne Cichla und gesunde A.amarillo-NZ.


    MfG Ronny

  • Hallo Ronny,


    klar ist Zucht auch Vermehrung, aber Vermehrung ist nicht immer Zucht.


    Ich selektiere bei den zu verfütternden Guppys oder Garnelen gar nichts aus. Ein Zug mit dem Kescher durchs Aquarium, und was da dann drin ist, wird verfüttert.
    Was ich also mache, entspricht in keiner Weise einer Zucht, weil ich ja da kein Ziel verfolge.


    Darum finde ich die Unterscheidung zwischen Zucht und reiner Vermehrung schon wichtig.

  • Hallo Dieter,


    Die armen Guppys..... :D


    Im ernst,durch den Schwung mit den Netz im Aquarium,werden auch gesunde Tiere erwischt.


    Schwächere Tiere können sich vermehren usw.usw. irgendwann kann man dann beobachten,die Guppys sahen vor 3 oder 4,5Jahren bei den Großeltern schon besser aus.


    Bei mir ist das Gegenteil,aber der gleiche Efeckt,ich fange zuwenig Guppys aus den Becken heraus,kaum NZ.Da merkt man nach Jahren es muß mal wieder neues Blut her.


    MfG Ronny


    Ps..bei Guppys und Garnelen stellt jetzt nicht gleich das Proplem da,das die vom aussterben bedroht sind.


    Zuchtguppys mit Schleierschwanz und Co. waren schon immer gutes Futter.


    Villt.sollte man Guppy genauer definieren? :D ;)

  • Hi


    Subjektive Meinung:
    Immer mal wieder ist Inzucht in der Aquaristik ein Thema. Das Wort & Thema Inzucht ist (war) aber auch aus meinem Empfinden irgendwie negativ.
    Letztendlich ist es aber kein Problem. Es wird auch in freier Natur immer mal wieder vorkommen. Tiere die wegen Inzucht Schäden davon tragen, werden in der Natur ausgelesen werden. Tiere die wegen Inzucht nicht mehr fortpflanzungsfähig sind, werden ausgelesen.


    Im Aquarium ist es oft schwierig mit dieser Auslese. Also muss bei der Auslese bei sinnvoller Zucht sinnvoll Nachgeholfen werden. Die Tiere mit Mißbildungen müssen entfernt werden. Das gehört bei der erfolgreichen Zucht dazu. Da halte ich das Abfischen, und Vergesellschaften mit deutlich größeren Tieren als Sinnvoller, als das Abtöten und Porzellanexpress spülen. Was wird eine Tigermutter machen, wenn sie bei einem Wurf ein missgeblidetes Tier hat. Ich bin fast sicher, dass sie es tot beisst, oder das der rest vom Wurf es kaputt macht. Inzucht beim Menschen - hier kommen wir dann zum einem ethischen Problem, und zur Quelle der negativen Empfindungen beim Wort Inzucht. Nein wir können Mißbildungen nicht "aussortieren".


    ich schweife ab, in der Aquaristik ist wichtig Tiere aus zu sortieren, und wenn man die Aussortierten dann verfüttert, ist das absolut etisch korrekt und aus meiner Sicht der einzige sinnvolle Weg. Alles andere ist "falsche Emotionen am falschen Platz". Und wenn mann den Überbesatz einfach verfüttert, dann ist das auch legitim. Es ist die Natur der Dinge.


    Gruß Arne

  • Hatte langes Gespräch mit meinem Partner. Wir werden Guppies halten und dann gezielt selektieren. Alles andere könnte er nicht vertreten. In der Natur werden selbst Jungfische der Gippies von eigenen Eltern gefressen.Drastisch gesagt, Fisch ist Wurm, wir essen Fisch, wenn wir tod sind frisst uns Wurm. Das sind unsere Nahrungsketten und hab lange nachgedacht und denke,ist ok.

  • Hallo Janine,


    ist zwar etwas drastisch ausgedrückt, aber so ist es. Das ist der nun mal der Weg des Lebens.
    Wenn es anders wäre, was hätte die Evolution sonst wohl hervorgebracht?


    hey dieter...
    würmer die uns fressen, bevor wir tot sind ;)


    warum aber werden immer wieder guppys als nahrungsquelle "missbraucht"? garnelen sind doch genauso prädestiniert.

  • Hallo,


    weil Garnelen denke ich anfälliger sind als Guppys und für mich teurer in der Beschaffung. Die Guppies habe ich gestern aus einem 60 Liter-Becken erhalten. Da schwammen ca. 70 Stück drin.



    Meine Geophagus scheinen aber verwöhnt zu sein, während sie auf die Krobia gingen, lassen sie die Guppies gerade mal in Ruhe.

  • hey janine



    hm...weiss nicht, ob die anfälliger sind...hab noch keine gehabt...vom hören sagen wäre jedoch die amanogarnele (heisst die so ?) völlig unkompliziert...bei guppys (endler) hingegen habe/ hatte ich anfänglich vermehrt probleme, bis diese stabil waren...

  • Hi Heiko,


    Amanogarnelen sind die denkbar schlechteste Wahl, da sie nicht in Süßwasser vermehrt werden können, sondern Larvenstadien haben, die mindestens auf Brackwasser (vielleicht sogar Meerwasser, da bin ich mir nicht sicher) benötigen.


    Felix