(Geplant) Biotodoma in 120 x 50 x 50 - Paar, Gruppe, Garnicht?

  • Hallo liebe Erdfresserfreunde,


    ich habe jetzt hier und im Cichlidenforum schon ein bisschen zu ähnlichen Fragen gelesen und bin mir bewusst, dass die Beckengröße wohl grenzwertig wäre. Ich würde das Vorhaben gerne mit euch diskutieren und eine Lösung finden.
    Dass ein größeres Becken selbst aus 10 Neons ganz andere Fische macht, habe ich mittlerweile auch schon gelernt - "Größeres Becken oder lass es lieber, da hast du keinen Spass dran!" kann ich also verkraften. Nicht verhandelbar ist jedoch, dass das Becken 'neu' sein sollte. 120 x 50 x 50 wären hier noch relativ günstig und ein passendendes Untergestell hätte ich auch noch (130 x 60 Grundfläche). Dieses könnte ich dann an den Seiten mit 5 und hinten mit 10cm Styropor dämmen. Platz isz, aber bei 150 würde es ja schon wieder teurer: Glasstärke, Unterbau mauern etc.


    Thommy schreibt in der Gattungsdatenbank über G.Tapajos Redhead, dass eine Paarhaltung in 120cm möglich sind. Ich meine von Fisker gelesen zu haben, dass Paarhaltung beckenunabhängig doch nicht der Bringer ist. Da wäre ich auch mal über Aufklärung bzw. Erfahrungen dankbar. Was denn jetzt? ;)


    Gibt es hier nicht ein paar Geophagus-Halter im Raum Mainz? Da gibt es doch auch einen mit einem Mittelalterladen, wie heißt der denn nochmal?
    Da wollte ich nämlich eh mal hinfahren den Laden anschauen, ich steh auf 'Flötenmetall' und Mittelalterkram.


    Grüße
    Tuempi

    Realnamen und/oder Initialen bitte nur in privater Kommunikation verwenden!
    Danke. :thumbup:


    „Fallen ist weder gefährlich noch eine Schande. Liegenbleiben ist beides.“
    Konrad Adenauer

  • Hab zwar nicht die Megaahnung von Geophagus und co. aber ich meine das Becken mit einer Länge von 120 cm wäre mir zu klein. Für die red head ist es eventuell ok aber die anderen Arten der Gattung Geophagus können richtige Klopper werden. Wenn ich mich an die Größe der Tiere im Zooaquarium in Berlin oder Köln erinnere, wäre sogar ein 2 m Becken zu lütt für diese Riesen.


    Fotos habe ich damals nicht gemacht ( leider ), da ich zu sehr auf Tropheus fixiert war.

  • Hallo Tuempi,


    wenn Du ein reines Artbecken machst, d.h. konkret ein Paar! Geophagus z.b. G.sp tapajos red head oder G.pindare oder ähnliche, und vielleicht noch einen kleinen Schwarm Salmler und/oder ein Paar Welse nimmst, dann geht das gerade so in Ordnung. Aber definitiv keine weitere Cichliden dazu, nichts was in irgendeiner Form Reviere bildet.


    Wichtig es sollte ein harmonisches Paar sein, dass schon fest zusammen ist.

  • Holger
    Hallo!
    Tapajos Red Head und Pindare waren meine zwei Kandidaten.


    Thommy
    Hallo Thommy,
    Da müsste ich dann wohl 6-8 Jungfische nehmen und später den Rest abgeben, nehme ich an?
    Danke für den Tipp mit den Beifischen! Hier sind noch drei juvenile L134, die müssen ja auch irgendwann in ein größeres Becken.


    LG

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  • Hi tuempi,


    Sicherlich ist eine paarhaltung der etwas kleineren geophagen möglich und auf Dauer auch machbar, wenn, so wie Tommy schon sagt, das paar wirklich gut harmoniert, ansonsten rate ich dir davon ab.
    Bin aber der meinung das du nicht das ganze und ausführliche schwimmverhalten beobachten und erleben kannst auf Grund des reduzierten Platzes. Gerade auch die Gruppenhaltung ist sehr interessant ( Balzen, paarfindung, etc ), daher wäre ein größeres Becken von Vorteil. Hättest du denn grundlegend Platz für ein etwas größeres? z.B. 1,50x0,50x0,50 ?
    Oder geht es dir nur um den höheren Aufwand, z.b. Untergestellbau?



    Was hältst du von apistogramma oder Biotodoma. Dafür wäre deine beckengröße genial?!
    Da wäre auf jeden fall eine paarhaltung drin!


    Gruß David


    Ok, apistogramma ist kein erdfresser aber schön und sehr interessant !

  • Hallo,


    also ich an deiner Stelle würde G. Pindare nehmen, da diese vom Wesen her ruhiger als die RedHeads sind. Wenn du Jungfische nimmst wirst du ja sehen wie es sich entwickelt, ob du dich auf ein Paar beschränken musst oder eine kleine Gruppe ggf. auch in 300Liter gut harmoniert.


    VG


    Thomas

  • Hi,


    ich hatte vor 5 Jahren das gleiche Problemchen wie Du.


    Damals hab ich mich für ne große Truppe mit Biotodoma Cupido entschieden. Wunderschöne Fische, ruhig und sehr friedlich.
    Die bekommste mitterweile wieder angeboten. Sogar die besonders schöne Variante Biotodoma cupido Santarem.


    Die Geophagus pindare oder Parnaibae kannste auch halten. Die hatte ich auch mal in meinerm größeren Becken.
    Parnaibae ist ein bissl schöner, weil der noch ne Gesichtsmusterung besitzt.


    Ich persönlich würd Dir eher zu den Bios raten.


    Bin mal gespannt wie Du Dich entscheiden wirst.


    VLG


    Frank-78

  • Hallo und erst mal vielen Dank für all eure Antworten!


    Ich habe eine Antwort geschrieben, in der ich mich aber bei jedem einzelnen bedanken möchte. Danke für die Beiträge zum Schwimmverhalten und den Vorzügen der Gruppenhaltung von made2009, genau das wollte ich wissen. Der Tipp mit den Parnaibae von FirstOne und die Aussage von Fischthomas zu den Tapajos haben mir auch sehr weitergeholfen. Danke auch an Benni, für die Aufmunterung, dass das überhaupt funktionieren könnte! Puh, ist ja wie ne Oscar-Rede, ich kürz´das ab: Danke, Danke, Danke! Ich habe durch euch jetzt schon einiges über die Unterschiede der kleinen Arten gelernt, was ich beachten kann!


    Aquariengröße:
    130 x 60 Grundfläche wären evtl. noch drin. Für mehr ist zwar Platz, aber dickeres Glas, neuen Unterbau mauern etc. kommt gleich mal einiges teurer. Außerdem ist eher ein ‚neues‘ Becken gefragt und nicht ein ‚großes‘ und es sollen ein paar Euros übrig bleiben für Wurzeln, Beckenverkleidung etc.


    Fische:
    Parnaibae (weil kleiner als Pindare und Tapajos, außerdem ruhiger als Tapajos) oder Biotodoma sind gerade Favoriten.
    Wenn ich mir das anschaue

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    denke ich aber, dass ich das entweder sein lassen oder noch ein bisschen sparen sollte.
    Oder eben Biotodoma. Da haben mich David und Frank ja ganz schön ins Schwanken gebracht. Das sind zwar keine Maulbrüter, aber die Santarem sind schon ein Knaller. In was für einer Preisklasse schwimmen die denn?


    Biotodoma:
    Ich hatte Biotodoma auch in Erwägung gezogen, allerdings habe ich da wohl ein paar Sachen gelesen, die evtl. nicht stimmen bzw. unpräzise sind.


    Fundorte habe ich jetzt mindestens vier und die meisten sind warm. Die sind wohl im ganzen Amazonas weitverbreitet. Santarem ist doch auch am Tapajos und wie gesagt, drei L134 wären langfristig betrachtet über ein größeres, pudelwarmes Zuhause froh. Ich habe aber auch gelesen, dass sie zu Aggressivität neigen und daher eher 150+ empfehlenswert wären und Vergesellschaftung mit L-Welsen, Corydoras etc. gleich mal wegfällt.


    Ich finde Angaben mit 20-30°C und Fundorte weiter südlich, was eher dafür sprechen würde, sie vielleicht wie meine Corydoras gossei (Guapore) bei 24-27° rum zu halten?


    Außerdem werden die doch etwa gleich groß wie G. pindare / parnaibae, ich habe Angaben von 10cm bis 15cm(!) gefunden. Das sind es zu den 16cm, die ich für G.parnaibae finde, ja nur noch ein Zentimeter. Schwimmen die weniger?


    Leider gibt es bei Americanfish keinen Eintrag in der Gattungsdatenbank, ich habe mir meine Angaben über seriouslyfish.com, aquariumguide.de, diskusmann.de zusammengesucht.
    So, jetzt lese ich mal den Thread „Geophagus in 240l möglich?“.

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    Konrad Adenauer

  • Hi,
    Also zu den kosten da hast du recht, im allgemeinen ist dieses Hobby nicht günstig, aber was soll's ;) .
    Guck mal hier :
    http://www.amazon-exotic-import.de/Stockliste.htm



    Oder hier:
    http://www.diskusmann.de/stock…at/stockliste-amerika.htm




    Sind echt ruhige und friedliche Fische und haben nicht den überaus grossen trieb sich überaus weit bewegen zu müssen wie geophagen.
    Nicht falsch verstehen, ich gönne allen Fischen unendliche weiten!!! :D ;)


    Gruß David

  • Hallo David,


    danke für die geposteten Shops! Momentan ist wieder alles offen...ich berichte, sobald eine Entscheidung gefallen ist. :)


    LG

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  • Hi


    Ich habe aktuell auch ein Becken mit 120x40x50 (LxTxH) stehen, welches auch schon entsprechend mit Sand und Wurzeln etc eingerichtet ist.


    Ab liebsten hätte auch ich eine kleine Gruppe Geophagus, aber ich weiß, dass es auf 120x40 Grundfläche nicht möglich ist eine kleine Gruppe zu halten und ein einzelnes Paar einer kleiner bleibenen Art ist in meinen Augen denke ich nicht so das Wahre.
    Daher bin ich nun auf die Biotodoma und Guianacara gekommen. Bei diesen wohl erfresserverwandten Arten (?) ist es wohl möglich eine kleinere Gruppe in solch Becken zu pflegen, richtig? Im unteren Beckenbereich wären sie wohl die Einzigen. Für die obere Region dachte ich an hübsche südamerikanische Salmler.
    Hinzu kommt, dass ich nicht genau weiß, wie das mit den Wasserwerten aussieht, da ich davon leider nicht so die Ahnung habe. Reicht denen berliner Leitungswasser mit regelmäßigen Wasserwechsel und ordentlichen Filter oder muss ich da ständig "nachhelfen" und "korrigieren'"? Laut Internet habe ich hier in meinem Bezirk ca 17°dH.



    PS: Wenn ich dafür einen eigenen Thread aufmachen soll, dann einfach kurze PN oder hier ein Kommentar. Dachte ich nutze die Suchfunktion und da hat dieser Thread es schon ziemlich genau getroffen. Will den Thread des Threaderstellers aber nicht "kapern" :p Daher hoffe ich, dass das so ok ist.

  • Hallo,


    wie versprochen berichte ich, wie es weitergeht. Der Vermieter hat selektive Amnesie und kann sich an mündliche Absprachen - u.a. dass wir und meine Partnerin beide Aquarien haben - nicht mehr erinnern und möchte nachträglich ein Verbot aussprechen. Auf Nachfrage hin verhindert er den Zugang zu überprüfbaren Information und speist uns mit Pauschalaussagen wie, dass der Estrich bei 200l - Becken kritisch belastet wäre, ab. :whistling:


    Narhallamarsch, 2,3,4 ... wo ist der Smilie mit dem Hammer? ;)

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  • Hallo,


    Aquarium kann der Vermieter net verbieten, max. ein Versicherungsnachweis verlangen.


    Normaler Estrich hält locker 1000kg/m², da ist dein 200l Becken locker machbar. Zumal es wohl eher an der Wand stehen wird u. nicht in der Raummitte.


    Gruß

  • Hallo,


    ein richtiger ausgewachsener Biotodoma Prachtkerl kann schon mal 20cm einnehmen. In der Regel bleiben die aber kleiner. Auf 120x50 kannst du schon 8 Tiere halten, die mögen es einfach nur verwurzelt und mit vielen Verstecken. Aggressiv sind die überhaupt nicht, ganz im Gegenteil - extrem empfindlich. Da dürfen keine anderen Cichliden (nur kleinere wie Apistogramma) mit rein. Beleuchtung nicht zu hell, am besten weichsauer mit ph um die 6. Dann sehen die Farben richtig toll aus.


    Die Art ist extrem weit verbreitet, Peru bis Venezuela, Guyanas, ganz Brasilien. In nördlicheren Lagen ists wärmer bei 26-28°, die südlicheren Populationen kommen auch mit 24-25° prima klar. Würde aber aufgrund der Tatsache, dass die meisten Fänge aus dem Tapajos/Santarem kommen, eher die 27-28° anpeilen und schon braunes, Tanninschwangeres Wasser einrichten. Wildfänge fordern das weiche Schwarzwasser, Nachzuchten kommen besser mit anderen Verhältnissen klar. Die sind wirklich superschöne Fische und den Aufwand wirklich Wert. Leider sehr teuer, ich sehe zu, dass ich die nachgezogen bekomme! Erstmal eine Gruppe aufpeppeln und dann fahre ich zwei parallele Ansätze.


    Ich geb Bescheid.

  • für eure aufmunternden Antworten!


    Wie hat schon Schiller geschrieben? "Es kann der frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt".


    Zur Info, ein ~400l steht schon im Keller da bei Vertragsunterzeichnung grünes Licht gegeben wurde, solange alles versichert wäre. Da hat 'der Experte' übrigens gemeint, wir bräuchten eine Hausrat für Schäden am Fußboden. Weiß auch nicht, vielleicht will er mir sein Parkett rausreißen und mitgeben, wenn ich mal ausziehe...
    Es ist übrigens ein 'Fußbodenheizungsestrich', aber lasst uns nicht zu sehr ins Detail gehen. Statik-Threads gibt es genug in den Aquarienforen und es läuft ja doch immer auf gesunden Menschenverstand & Erfahrung oder Gutachten raus. Erstere sind in unserem Fall nicht zu erwarten. Dass ich gleich mehrere Doktoranden des Bauingenieurwesens kenne und die sich da auch nur weglachen können oder gleich "Lüge!" rufen, wird den V hier höchstwahrscheinlich nicht interessieren.


    Wenn es juristisch spannend werden sollte, könnte ich vielleicht einen neuen Thread aufmachen und meine Erfahrungen dokumentieren.
    Wäre das von Wert für das Forum?



    GLG
    Tuempel




    robert


    Vielen Dank für deine Antwort zu Biotodoma, den werde ich heute abend nochmal in Ruhe lesen. Danke!
    :-)/~

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