Beiträge von Stephan*

    Hallo Mathias,


    also, ich würde das so nicht machen. 7 L181 + 3-4 Ancistomus in einem 500L Becken, das ist nicht gerade locker besetzt am Boden und kann durchaus zu Stress führen.
    Ancistomus sind meiner Erfahrung nach auch nicht gerade die verträglichsten.
    Ich hatte 2 Ancistomus L243 mit am Ende ca. 17-18cm (im alter sehr hübsche, rötlichere Färbung, anders als oft auf Bildern) zusammen mit 2 Panaquolus L204 in einem 300L Becken.
    Die Panaquolus sind ja durchaus wehrhaft, vor allem verglichen mit L181. Ende vom Lied war aber, dass es den L204 gar nicht mehr gut ging, sie zusehens abnahmen, scheu wurden, ständig gejagt wurden und nicht mehr in Ruhe fressen konnten.
    Ich musste die Tiere trennen, dann haben sich die L204 in kürzester Zeit wieder erholt.
    Ich persönlich finde 10 bis 11 nicht sooo kleine Harnischwelse für 500 Liter auf dauer zu viel.
    Nur meine Meinung.


    Manchmal nützt es auch etwas ein paar harmlose Fische "darüber" zu setzen, damit sich Welse mehr zeigen. Nach dem Motto " wenn die da oben ruhig herumschwimmen, gibt es auch keine Gefahr".


    Grüße,
    Stephan

    Hallo,


    schöne Geophagus!
    Nach dem ich meine Geophagus nicht mehr habe (aus alter gestorben und Rest abgegeben), habe ich nun Skalare, auch wegen meinem Platysilurus im Becken, dem ich keine dominanten Fische mehr in der Bodenregion vor die Nase setzen wollte (seit dem sieht man Ihn auch mehr).
    Die Skalare sind sehr schön, aber ich werde jedes mal wehmütig, wenn ich schöne Geophagus sehe. Die sind halt doch was anderes ... .


    Ich habe auch noch eine Dose mit JBL sticks herumstehen, die frisst bei mir kein Fisch. Gelegentlich vielleicht mal ein Hujeta-Salmler, wenn er sehr hungrig ist.
    Die Geophagus haben bei mir gerne das Granulat von Söll gefressen (das grüne mit Kelbanteil sogar lieber. Das gleiche gibt es ja auch als größere Chips verpresst, das haben sogar verschiedene Raubwelse bei mir geliebt und zwar mehr als die das rote grobe Granulat, seltsamer Weise.) und die Shrimp-Sticks von Söll.
    Außerdem gerne Panta Nouri Omnivore und was ich auch noch empfehlen kann ist von Aquarium Münster das Akai. Das war sehr beliebt, ist auch nicht so fettig und ist in Größe M recht fein, sinkt aber gut ab. Da haben die Geophagen dann wirklich was zu tun und können den Sand schön durchspülen.
    Grüße,
    Stephan

    Hallo,


    Hört sich ja gut an.
    Geophagus hatte ich bisher nur die Tapajos Red Heads. Die werden halt eine Ecke größer als die meisten Guianacara (meine Red Head Männchen waren gut 18cm). Schön sind sie und machen auch ordentlich Action ohne sich zu verletzen. Die Red Heads sind Offenbrüter. Meine hatten manchmal sogar Probleme die Eier oder Nachwuchs gegen das zweite Paar oder größere Harnischwelse zu verteidigen. Bruten habe ich nur mit Abtrennen des Beckens oder Herausnehmen der Jungfische durchgebracht.
    Guianacara sind Höhlenbrüter. In der Natur graben sie tiefe Röhren in den Boden. Im Aquarium muss man dementsprechend große Tonröhren oder ähnliches einbringen, in die sie auch reinschwimmen können. Von Guianacara kenne ich persönlich die Jatapu. Die waren deutlich robuster und vehementer im verteidigen der Jungfische und blieben kleiner (Männchen 13-14cm). Allerdings waren sie auch sonst etwas ruppiger.
    Einige Guianacara Arten machen aber entgegen den oft geschriebenen Angaben, die bei 15cm enden dann doch eher 18cm.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo,


    ich hatte eher mal in Jahreszeiten Probleme Wasser zu bekommen, wo man es nicht denkt. Beispielsweise letztes Jahr im Herbst. Da hat es einfach nicht geregnet. Für solche Fälle habe ich eine kleine Osmose-Anlage.
    Aber normal nehme ich immer Regenwasser. Die Winter sind bei uns hier nicht so kalt, dass ich die Tonne leer machen muss. Und bis auf mal kurz im Januar gibt es auch kein Eis drauf. Wohne halt in einer der wärmsten Ecken Deutschlands. Ich zapfe immer eine Reserve ab in große Kanister,
    auch damit ich diese temperieren kann. Man kann sich ja 150-200 Liter irgendwo hinstellen. Ist halt bisschen Arbeit, aber was tut man nicht alles ...


    Grüße,
    Stephan

    Hallo Lukas,


    naja, zwischen "sie werden es überleben" und "empfohlene dauerhafte Haltungsbedingung" ist das der Unterschied, würde ich mal sagen. Geophagus in der Nähe der 20°dG zu halten ist sicher nicht gut.
    Schau einfach mal: L-ko hat diese Woche ein Thema eröffnet "Wasserwerte Südamerika". Da ist ein Link zu einer Karte. Da kannst du lauter Messpunkte anschauen mit Wasserwerten. Da ist fast überall die Leitfähigkeit dabei. Den Wert kann man leicht in Härtegrad umrechnen. Wenn ich es richtig im Kopf habe ist das zirka 33µS/cm = 1 °dG.
    Wenn man mal verschiedene Gebiete anschaut, dann sind da viele mit nicht mal 1°dG. Wenn man unterschiedliche Gebiete anschaut, wo verschiedene Geophagus Arten leben, dann liegen die eigentlich durchweg unter 2°dG. Es gibt villeicht mal "extreme Ausreißer" bis 5°dG. Dann ist es sicher nicht ideal dort vorkommende Fische jenseits der 10°dG zu halten.
    Bei G. Red Head kann ich dir auch sagen, dass das allein in der Färbung der Tiere einen deutlichen Unterschied macht, ob die etwas härteres Wasser haben, oder schön weiches, leicht saures. Im Verhalten sowieso.


    Härte aus Wasser bekommen ist halt schwer. Osmose ist der üblichste. Ich kann auch kein Leitungswasser nehmen, ich benutze eigentlich schon immer Regenwasser. Hat den Vorteil, dass dies auch leicht sauer ist und im Normalfall kein Nitrat aufweist (kann im Frühjahr bei viel Pollen ein wenig drin sein).


    15°dG ist eher was für Mittelamerikaner ...


    Gruß,
    Stephan


    @ Thomas, ja Lukas wollte ich antworten. :)
    Nachzuchten tollerieren meist mehr Härte, aber ideal finde ich das dennoch nicht dauerhaft. Mit Wildfängen wird das auch bei Geophagus Red Head nichts.
    Die meisten Gymnogeophagus sollte man halt kühler halten, zumindest zeitweise deutlich kühler. Sie machen es zwar mit, aber alt werden die so nicht. Und zusammen mit L91 wird das schwierig.

    Hallo,


    also, die kleinen Arten wie Geophagus taeniopareius und grammepareius werden zwar nur 15cm sind aber untereinander auch eher aggressiv und schwimmfreudig, also eigentlich auch nur was für größere Becken. Gerade weil man dann auch ein paar halten sollte, damit sich Aggressionen verteilen. Wie Chris oben auch schreibt, gehen vielleicht am ehesten G. parnaibae, oder pindare. Die liegen so um die 16cm. Mehr als 6 Tiere würde ich da aber auch nicht nehmen, gerade wenn die mal ausgewachsen und brutpflegend sind, wird das schon eng.
    Bei G. Tapajos Red Head kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass die Männchen so 18cm schon erreichen. Auch sind sie sehr schwimmfreudig und definitiv keine Gruppenfische. Ich hatte zwei Paare. Das Ging, war aber auch viel Gejage und Gezanke. Verletzen tun sich die Tiere nicht, es ist aber eine ständige Unruhe und letzendlich stress für die Tiere. Es gibt auch Naturbeschreibungen, die sagen, dass Tapajos Red Head in Gegensatz zu anderen Erdfressern eher Paarweise angetroffen werden und nicht in Gruppen.
    Größere Arten würde ich nicht nehmen, das wird zu eng.


    Alternativen wären wie andere auch schon geschrieben haben Guianacara oder Biotodoma. Biotodoma ist ja optisch schon recht nahe an Geophagen, aber halt etwas kleiner.
    Bei Guianacara würde ich auch nicht die allergrößte Art nehmen (gibt ja auch kleinere mit eher 13cm, andere werden auch 18cm), weil die auch recht munter und etwas zänkischer sein können. Aber Guianacara haben den Vorteil, dass sie in der Natur Brutkolonien bilden. Also, auch da einigermaßen dicht aufeinander brüten. Daher ist eine Aquariumhaltung da nicht so das Problem und man wird auch 3 Paare vermutlich halten können.
    Mit den Wasserwerten sollte man bei alle den Fischen aber schon nochmal etwas "südamerika-spezifischer" werden.


    Wenn du in dem Becken zwei L91 hast, die ausgewachsen sind, weiß ich nicht, ob man da noch viele andere Welse braucht. Maximal etwas wehrhaftes wie Panaquolus-Arten.


    Grüße,
    Stephan

    Hallo Inge,


    sehr schönes Becken. Ich finde es sieht super eingerichtet aus.
    Meine Freundin hat ein ähnliches Becken, wenn auch deutlich weniger "gescapt" und mehr Fische. Das ist 120 * 30 * 25cm. Das ist aber bis auf die ursprünglich 10 Red Rili Garnelen ein Südamerikabecken. Da schwimmen 4 Biotodoma, Panzerwelse, 2 kleine Peckoltia und ursprünglich 2 Ancistrus Rio Paraguay.
    Inzwischen wimmelt es nur so an mehreren Ancistrus Bruten und Garnelen und wir müssen immer mal wieder abfischen. Schnecken loswerden und Garnelen behahlten ist immer schwierig.
    Aber viel Spaß mit deinem Becken!


    Grüße,
    Stephan

    Hallo,


    steht in der Anleitung. Ich meine, 1 Beutel auf 50 Liter Wasser. Im 200er Becken sind ja auch keine 200 Liter Wasser. Ich würde auch geringer anfangen und mal 2 Beutel nehmen. Wenn sich der Nitrat-Wert nur leicht erhöht, dann ist es ja auch okay, Wasserwechsel machen muss man eh, allein wegen Keimbelastung usw.
    Pass aber auf, wenn du die ganze Zeit Filtermaterial verwendet hast, dass Nitrit abbaut. Vielleicht ist dein Filter momentan gar nicht in der Lage Nitrit biologisch abzubauen, weil es über das Material chemisch passiert ist.
    Ich würde das Filter erstmal mit gutem Material wie Siporax (neben den Beuteln) befüllen, und wieder eine Zeit einlaufen lassen, bevor du das Becken besetzt. Nicht das du am Ende eine Problem mit Nitrit bekommst.
    Diese Ionentauscher pfuschen halt eigentlich ins Gleichgewicht des " Biotop Aquarium" rein. Deswegen bin ich da auch kein Fan von.


    Grüsse!

    Hallo Inge,


    nein, das ist eher vergleichbar mit dem normalen Nitrat Ex. Da sind neben Ton Harze drin, die als Ionentauscher dienen. Die unerwünschten Stoffe werden chemisch umgewandelt und nicht biologisch abgebaut.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo Thomas,


    ich habe hier schon mal sehr ausführliche Beiträge zu LED Beleuchtung geschrieben:
    https://americanfish.de/index.…612&highlight=#post168612
    Einfach da mal lesen :)


    Ich finde deine Härte-Werte für Südamerika zu hoch und der PH könnte etwas runter. Gerade Geophagus können durchaus zu Lochkrankheit neigen, was bei höherem PH auch eher auftritt und mit einbringen von Huminsäuren auch deutlich weniger kommt, bzw. das Problem lösen kann.
    L-Welse würde ich dann auch keine zu großen Nehmen. Hypancistrus-, Pnaquolus, Pecoltiaarten z.B. . Kleinere Ancistomus-Arten wären auch noch eine Möglichkeit. L91 können schon ganz schöne Kaliber werden. Geht aber noch in dem Becken, wenn sich die beiden vertragen und es nur 2 sind. Panzerwelse finde ich persönlich mit einer Geophagusgruppe nicht ideal, die können da recht kurz kommen, da das schon Nahrungskonkurrenten sind und die Barsche sich da natürlich durchsetzen. Kann gehen, muss aber nicht, hängt von Anzahl und Beckengröße und Art ab. Geophagus ist halt auch nicht gleich Geophagus. Manche sind eher Gruppenfische, manche gar nicht (z.B. Tapajos Red Head), manche werden gut 15cm manche 30cm.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo,


    ich halte Nitrat auch nicht für problematisch, bei dem Besatz. Ich habe teilweise in meinen Becken auch Efeutute, die im Becken wurzelt und heraus wächst. Wichtig ist, dass du falls du Triebe abschneidest, sie aber erst wo anders 2 Wochen auswässern lässt und dort Wurzeln bilden.
    Aus der Schnittstelle kann Pflanzensaft kommen, der giftig ist. Also nicht abschneiden und gleich ins Aquarium.
    Von Ionentauschern oder auf der Basis arbeitende Filtermaterialien kann ich nur abraten. Erstens ziehen die dir auch alle Huminsäuren aus dem Wasser und außerdem hatte ich, als ich damit mal probiert hatte, das Problem, dass verstärkt unliebsame Algen oder auch braune Schmierbeläge (wohl Bakterien) aufgetreten sind, die vorher nie da waren. Also, das würde ich lassen.
    Was ich dagegen sehr empfehlen kann sind die Bio-Nitrat-Ex-Beutelchen von J** (wichtig ist das BIO, gibt es auch ohne Bio, dann ist das aber ein Ionentauscher). Das sind kleine, recht dichte Beutel, die im Filter plaziert werden. Darin ist ein Trägerstoff und ein Nährstoff. Durch das relativ dichte Päckchen wird der Beutel nur langsam durchströmt und es bildet sich ein sauerstoffarmes Milieu. Darin bilden sich dann Bakterien, die Nitrat "veratmen" und es bleibt nur Stickstoff über, der ausgast. In einem Außenfilter angewendet, rate ich, die Beutel in den Körben an den Rand "hochkannt zu stellen". Damit wird der Filterdurchfluß wenig beeinträchtigt (wie gesagt, die sind sehr dicht) und sie arbeiten meiner Erfahrung nach effektiver. Nach Anleitung verwendet gibt es keine Nachteile. Es löst sich auch sonst nichts ins Wasser. In seltenen fällen können sich wohl geringe Mengen von CO2 aus dem Nährstoff lösen. Das geschieht aber wohl eher bei Meerwasserbecken und ist da auch nateiliger, im Süßwasser ist das bisschen CO2 gar nicht relevant. Hab solche Beutel in Becken ohne jegliche Nachteile und auch bei empfindlichen Fischen. Wie gesagt, es ist hat ein Biologischer Abbau und kein chemischer, daher ohne unerwünschte Stoffe oder Änderung von anderen Wasserparametern.
    Am deutlichsten war die Wirkung bei einem kleinen 60er Becken mit nur einem Beutel im Filter. Hat man in das Leitungswasser hinein gewechselt (was ich sonst nicht mache) mit 15 mg/L Nitrat, war das Nitrat trotz Fischbesatz bei eingelaufenem Filter nach einer Woche kaum mehr nachweisbar. Also, es funktioniert.


    Ansonsten bin ich schon ein Pflanzenfan. Aus meinem 150er Becken schmeiße ich alle 2-3 Wochen einen kompletten Eimer Pflanzen raus. Das sind schon ein paar umgewandelte Nährstoffe ...


    Gruß,
    Stephan

    Hallo,


    also, die Karte ist echt superinteressant. Ist schon beeindruckend, wie sogar in der gleichen Jahreszeit im gleichen Jahr im Verlauf des Flusses die Wasserwerte teilweise enorm schwanken.
    Wahrscheinlich stark geprägt von Zuflüssen. Der Rio Ventuari ist da ein tolles Beispiel. PH Werte zwischen 7,1 und 5,6, ja im späteren Verlauf bis runter auf 5,1. Das sind 2 PH Schwankung im gleichen Fluss zur selben Jahreszeit.
    Das ist schon beeindruckend. Da sieht man, dass solche Ratschläge wie "dieser Fisch kommt aus dem Fluß und bracht deswegen PH 6,5" oft deutlich von der Wahrheit weg sein können.
    Danke nochmal.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo Elko,


    das ist echt super! Danke!
    Ich bin schon länger am überlegen, ob es bei den Werten nicht allgemein jahreszeitlich bedingt größere Schwankungen gibt.
    Daher ist es schön, dass auch das Datum dabei ist.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo,


    ich musst oben nochmal kurz ändern, weil ich mir am Ende selbst nicht mehr sicher war :rolleyes:
    Aber so passt es.
    Also, du kannst dein Filter auch locker mit 30 cm/s auslegen und hast mit Siporax immer noch eine super biologische Filterwirkung.


    Die Formel ist:


    Pumpgeschwindigkeit (l/h) = Filterquerschnittsfläche (cm²) * 60 * gewünschte Durchflussgeschwindigkeit (cm/min) / 1000


    Sagen wir mal dein Filter hat ein Durchmesser von 35,5cm (müsste laut Internet so sein). Dann kommst du auf rund 990cm² Querschnittsfläche. Mit einer Durchflussgeschwindigkeit von 30 cm/min kämst du dann auf eine Pumpleistung von knapp 1800 l/h. Mit 20cm/min auf rund 1200 l/h.


    Also, ich würde irgendwas dazwischen nehmen. So 1200 bis 1500 l/h, das passt auf alle Fälle.
    Um das noch anzumerken: Die Eheim Filter die so eine hohe, theoretische Durchströmungsgeschwindigkeit haben (über 40cm/min), haben diese in Wirklichkeit nicht. Das ist zum Beispiel das 600er Model. Das hat den gleichen Querschnitt wie das 250er, aber eine stärkere Pumpe.
    Allerdings hat das 600er auch 2 Körbe mit Material mehr. Das hemmt dann doch deutlich und der tatsächliche Durchsatz ist damit gar nicht viel größer wie beim 250er. Es hat aber mehr Filtervolumen.
    Also, es kommt natürlich auch etwas darauf an, was da "hinten dran hängt".


    Lange Rede kurzer Sinn: Ich wollte damit hauptsächlich sagen, dass du den 2260 bei 1000 l/h sicher nicht noch drosseln musst, weil das für den großen Filter eigentlich schon wenig ist.


    Gruß,

    Hallo,


    sorry, war die ganz falsche Einheit. Ich meinte 20 Zentimeter pro Min (cm/Min).
    Also, die Durchströmungsgeschwindigkeit des Substrats. Damit und der Filterquerschnittsfläche des Filters kann man dann die Pumpleistung berechnen.
    Ja, poröse Filtergranulate kann man mit der Durchströmungsgeschwindigkeit gut betreiben. Und Siporax ist von der Besiedelung ja mit da beste.
    Ich hatte mal die Eheim Professional 3-Filter überschlagen, die laufen sogar bei 28-über 40 cm/Minute. Das 1200 XXL ist davon das langsamste. Und die Eheim-Filter haben auch in Vergleichstests, die ich gelesen habe, von der Zügigkeit der Denitrifikation sehr gut abgeschnitten.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo nochmal,


    kleiner Denkfehler mit der Pumpleistung. Dass die niedriger durch den Höhenunterschied ist, gilt für Unterschrankanlagen, also offenen Filterbecken. Ein geschlossener Außenfilter luftdicht mit Schläuchen angeschlossen ist natürlich eine andere Geschichte. Wenn da keine Luft drin ist, ist ja einfach der Wasserstand oben beim Aquarium und die Pumpe muss nur umwälzen und nicht hoch pumpen. Also, sollte die Pumpe - zumindest im sauberen Zustand - annähernd Die Pumpleistung dier Herstellerangabe erreichen. Wie Mathias schreibt, hemmen natürlich die Filtermaterialien, Schläuche usw. etwas, sowie das sich zusetzende Filtermedium.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo zusammen,


    ich bin da relativ nahe an der Meinung von Mathias. Von Reihenschaltung halte ich auch nichts (Was soll das bringen?, mir fallen nur Nachteile ein) und die beiden Filter separat zu betreiben ist sicher sinnvoller.
    Ich habe selbst im Prinzip etwas ähnliches, nur eine Nummer kleiner.
    Bei mir ackern ein Eheim 2075 und ein Eheim 2071 an meinem Becken mit rund 380 Litern. Zu viel mechanische Fillterung mach meiner Ansicht nach gar nicht so den Sinn. Insbesondere stapelweise Schwämme.
    Ich denke, dass ein sinnvoller Aufbau der Materialien, wichtiger ist. Beispiel bei den Professional 3 Filtern mit mehreren Kammern, wie deinem 2180 oder meinem 2075: In der Vorkammer hat man schon mal einen groben Schwamm,
    und in der Kammer vor dem Schwamm befindet sich auch der meiste Dreck im ganzen Filter. Wer Panaque oder Panaquolus im Becken hat, holt da nach einiger Laufzeit etwas raus, was nasser Walderde ähnelt.
    Die nächste untere Kammer würde ich mit losem Material bestücken, das auch viel Dreck aufnehmen kann, wie Plastik oder Tonröhren. Danach kann ruhig nochmal Schwamm, der den Dreck auch zurück hält. In der nächsten Kammer habe ich bereits biologisches Granulat und hier schon oben drauf eine Dünne schicht Fließ (aber nur ein 1/4 bis 1/3 des Originalfließ; kann man einfach auseinander ziehen). Das hält viel feine Stoffe zurück, dennoch sinkt die Standzeit des Filtes nicht so krass ab. Über dem Fließ sitzt bei mir die letzte sehr saubere Kammer, die nur biologische Bedeutung hat. Da ist Siporax drin und bei mir noch 3 BIO-Nitrat-Ex Beutelchen in den Ecken der Kammer. Ich bin inzwischen ein großer Freund dieses Zeug, da es tatsächlich was bringt, aber die Wasserwerte ansonsten nicht verändert. Das andere Filter ist bei mir ähnlich aufgebaut, nur abgespeckt, aufgrund von weniger Kammern. Ich mache die Filter dann etwa alle 3 Monate sauber. Dann ist die Leistung bei dem Aufbau zwar immer noch ok, aber man merkt das am Algenwachstum. Einige Algen, wie Pinselalgen mögen wohl viel Mulm und Abbaustoffe im System und sprießen dann mehr. Nach Filterreinigung hat das dann wieder ein Ende.


    Mit der Durchströmungsgeschwindigkeit wird meiner Meinung nach von vielen zu sehr angeraten, sie niedrig zu halten. Das geht aber vor allem auf biologische Filterung mit Schämmen, sprich Mattenfiltern, zurück. Und selbst da wir meiner Meinung nach gerne untertrieben. Es heißt hier immer gerne 5-10 cm/sec soll die Durchströmungsgeschwindigkeit sein. Ich habe mit 5-7 cm/sec schlechte Erfahrungen gemacht. Meine letzte Matte läuft bei 10cm/sec und das jetzt einwandfrei. Biologische Filtergranulate vertragen wesentlich höher Durchflußgeschindigkeiten. Das poröse Material wird auch dann noch sehr gut von Bakterien besiedelt. Insbesondere so etwas wie Siporax. Da sind 18-20 l/s kein Problem. Und in dem Bereich liegen auch die neueren Eheim Filter. In diesem Bereich kann man auch den 2260 betreiben. Kann man ja einfach über die Querschnittsfläche des Filters ausrechnen und die Pumpleistung entsprechend anpassen. Wobei die angegebene Pumpleistung bei Filter im Unterschrank nie erreicht wird, weil die angegebene ohne Höhenunterschied ist. Bei Tunze gab es zur Höhe und Pumpleistung ihrer Pumpen immer Diagramme auf der Homepage. Nur mal zur Orientierung. Aus dem Bauch heruaus halte ich 1000l pro Stunde für einen 2260 schon für sehr wenig, insbesondere im Unterschrank. Drosseln würde ich da auf keinen Fall mehr. Wie Mathias schreibt, ist das dann doch recht wenig Umströmung und Sauerstoffversorgung. Ich persönlich würde jetzt schon höher ansetzten.


    Beste Grüße,
    Stephan