Beiträge von vspatz

    Hi Christopher,

    ich sehe insbesondere auch vorbeugend den Einsatz eines UVC-Klärers um die Keimdichte zu drücken u. die Übertragung der freien Keime über das Wasser einzuschränken - insbesondere bei hohem Besatz. Auch häufige Wasserwechsel sollte man einplanen, wobei ich bei meinen Salmlern immer das Gefühl habe, dass große Wasserwechsel denen keinen Spaß machen. Die brauchen dann immer mindesten einen Tag um zu der vorherigen Farbigkeit zurückzufinden. Panzerwelse sind da schon anders. Ich würde dir im akuten Fall zu 20% WW zweimal die Woche raten. Die Konzentration des Erlensuds musst du dabei allerdings nachsteuern.

    Hallo Tim,

    ein Tipp: Die Paarung von Edelstahl und Aluminium erzeugt leider Kontaktkorrosion, so dass Alu ganz schnell hin ist. Vielleicht kannst du dir mit Kunststoffschrauben behelfen. Ab M4 sind die ganz brauchbar, wenn es nicht zu heiß wird.


    Ich habe mir mit LED-Stripes Lampen gebaut, nachdem ich mit einer LED-Lampe eines bekannten Herstellers nicht glücklich wurde. Nun bin ich sehr zufrieden und kann die folgende Lösung sehr empfehlen. Die Pflanzen wachsen wie nie zuvor ohne dass die Becken extrem hell sind. Das Licht ist sehr natürlich, auch Fotos werden recht farbneutral.

    Ich habe jeweils zwei Stripes mit 2700K und 6000k nebeneinander in ein Alu-U-Profil geklebt. Ein Lieferant liefert diese Streifen mit etwa 2500 lm/m, 20 Watt/m und einem CRI > 94 und einem brauchbaren Farbspektrum (Den Link dazu schicke ich gerne per PN). Für solche Stripes gibt es Aluprofile mit klaren Abdeckungen und Endkappen, so dass das am Ende ganz ordentlich aussieht. Ganz dicht wird das aber auch nicht. Man muss sich dann noch zur Kabeldurchführung Gedanken machen. Billiger geht es mit Aluprofilen aus dem Baumarkt. Dann braucht man noch ein Netzteil, z.B von Meanwell, am Besten geeignet für Möbeleinbau.


    Ich habe die Leuchtbalken etwa 20 - 30 cm hängend über den Becken. Die Becken haben Abdeckscheiben, deshalb ist Feuchtigkeit bei mir kein Problem. Die Helligkeit steuere ich über TC420 China LED-Controller etwa gaussförmig über den Tag. Bei meinem Wohnzimmerbecken (L/B/H 110/75/60) habe ich einen Maximalwert von höchstens 40 % Helligkeit bei einer Streifen-Gesamtlänge von 4 m. Hier habe ich eindeutig zu viele Streifen verklebt.

    Im Keller habe ich mehrere 80er Becken, über denen jeweils etwa 40 cm Streifen insgesamt hängen bei 80% Maximalhelligkeit.

    Nach einigen Probieren mit der Kombination der Lichtfarbe steuere ich nun beide Stripes immer mit gleicher Helligkeit. Lediglich das Restlicht abends mache ich mit dem 2700K Streifen.

    Leider werden diese LED-Streifen nur auf der Rolle in 5 Meter Länge angeboten.

    Seit letztem Jahr haben wir einen neuen Mitbewohner, der sich zunehmen für fließendes Wasser begeistert. Es handelt sich wohl um eine Unterart der Hauskatze, auch Europäische Wasserkatze genannt. Paulchen freut sich jedenfalls sehr, wenn der wöchentliche Wasserwechsel ansteht und hilft mir nach Kräften:

    Bisher läuft mein bescheidener Ansatz offensichtlich ganz gut. Mittlerweile sehe ich auch kleine Würmchen; die Vermehrung scheint also zu funktionieren. Auch die paar Wasserflöhe im selben Ansatz vermehren sich gut. Die Würmer sauge ich mit einem Luftschlauch ab.

    Hallo zusammen,


    ich habe viele begeisterte Beiträge im Web zu Glanzwürmern (Lumbriculus variegatus) gelesen. die im angelsächsischen Sprachraum (Californian) Black Worms genannt werden. Sie sollen sehr proteinreich sein und im Gegensatz zu den sonst üblichen Futterwürmern wenig Fett beinhalten. Schnell habe ich mir ein paar 90 ml Tütchen bestellt und in einem kleinen Aquarium mit 10 cm Wasserstand und einem Haufen Buchenblättern einen Zuchtansatz angelegt. Ich habe dann später noch ganz wenig Blumenerde hinzugegeben, mehr um das Algenwachstum anzuregen. Ich hoffe, das klappt so. Ich füttere mit Haferflocken, die offensichtlich auch gefressen werden. Ein paar Wasserflöhe habe ich auch dabei, die aber eigentlich nur, weil ich von denen auch was bestellt hatte, damit es sich lohnt.

    Die Fische sind tatsächlich sehr begeistert. Obwohl die Würmer teilweise sehr lang sind und sich extrem wehren, werden sie auch von kleineren Fischen, wie z.B. Nannostomus beckfordi gefressen. Meist brechen die Würmer auseinander, wenn sie an einer Seite gepackt werden. Dadurch geht es dann auch bei den kleinen Fischen mit dem Fressen ganz gut.


    Ich kann aktuell noch nicht erkennen, ob sich die Würmer vermehren. Sie sind in jedem Fall sehr aktiv.


    Was habt ihr für Erfahrungen mit der Zucht von Glanzwürmern gemacht?

    Hall zusammen,

    das sind interessante Aspekte des Themas, die hier zusammengetragen wurden, und sicher sind alle irgendwie richtig. Vielen Dank für die interessante Diskussion. Zum letzten Beitrag fällt mir noch ein, dass der Oberflächenbesuch eines ersten Mutigen weitere Rottenmitglieder zur gleichen Aktion ermuntert.

    Leider kennen wir viel zu wenig von unseren Schützlingen. Die Jahreszeiten mit ihren teils einhergehenden Strapazen für die Tiere können und wollen wir nicht nachstellen.

    Hi Markus,


    grundsätzlich wird es egal sein, wie die Pumpe funktioniert. Ob ein Filter sich lokal zusetzt, ist sicher eine Frage des inneren Aufbaus.Physikalisch passiert ja nichts anderes, dass im Filter durch die Pumpe/Luftheber ein statischer Unterdruck erzeugt wird. Der ist im Filter erst einmal überall gleich, wenn ein genügend großer Zwischenraum zwischen Ansaugstutzen der Pumpe vorhanden ist. Dieser Unterdruck lässt das Wasser überall gleichmäßig nachströmen.

    Update meiner Erkenntnisse: nix araguaiaensis. C. eversi waren das. Die haben ihren Namen ja noch nicht so lange. Hier ein Vergleichsbild


    So, jetzt gibt es mal ein Update. Bevor ich eigentlich eine Urlaubsreise Mitte März geplant hatte (, die aber leider kurzfristig nicht zustande kam aus bekannten Gründen) hatte ich die Kleinen ins Gesellschaftsbecken entlassen. Leider ist von denen keiner durchgekommen. Da aber die Eltern so etwa alle 3 Wochen laichen, hatte ich zwischenzeitlich die Möglichkeit, die Aufzucht der Sturisoma erneut zu versuchen. Jetzt kann ich tatsächlich Erfolg verbuchen: Einige Jungtiere mit etwa 3 bis 4 cm Länge habe ich vor einer Woche ins große Becken entlassen, wo sie sich weiter gut entwickeln. Zur Eingewöhnung habe ich an ihrem Lieblingsplatz in der Strömung des Filterauslaufs mit Magnet überbrühten Kohl gehängt, den sie in den ersten Tage bevorzugt abgeweidet haben. Mittlerweile verteilen die kleinen Sturis sich und zeigen sich munter. Ich meine grundsätzlich zu erkennen, dass hohe Aktivität mit Wohlergehen einher geht.


    Ich glaube, der Trick ist zum einen die intensive Fütterung mit überbrühtem Kohl und 3x täglich eine Mixtur aus Spirulina mit dekapsulierten Artemiaeiern, angedickt mit etwas Gelatine, ausgerollt und eingefroren. Was jetzt genau gefressen wird, kann ich nicht erkennen. Vielleicht haben die Schnecken alles verputzt und sich dabei fleißig vermehrt. Die sammel ich regelmäßig ein. Den Kohl hole ich heraus, wenn man ihn mit der Pipette absaugen kann. Das ist etwa alle 2 bis 3 Tage der Fall. Ich lasse aber immer etwas halbvergammeltes drin.


    Zum anderen habe ich einen kräftigen Strahl aus dem UVC-Klärer in den EHK geleitet. Ich schätze, dass da rund 20 bis 50 Liter pro Stunde reinfließen. So ist trotz des vergammelnden Kohls das Wasser im Kasten immer annehmbar. Es gab bisher praktisch keine Verluste. Die Kleinen habe ich bei den letzten Malen nach dem Schlüpfen mit einem Medizinbecherchen aus Plastik (mit scharfem Rand) von der Scheibe abgepflückt. Ich stülpe den Becher drüber und trietze die solange, bis sie freiwillig in den Becher schwimmen. Dann braucht man den Becher nur in die aufrechte Position drehen und aus dem Wasser herausheben. Die meisten kriege ich so. Aktuell hab ich im EHK drei Würfe. Vertragen tuen die sich gut. Bald muss ich mit dem Retten der Kleinen mal aufhören....Sonst weiß ich nicht mehr wohin damit.;)

    Hi Ralf, es gibt Artemiaeier, deren Schale entfernt wurde. Die braucht man nur mit Wasser aufgießen und dann quellen diese recht stark auf. Ich friere die gequollene Eierpampe in einem Folienbeutel plattgedrückt ein. So kann ich sie gut portionieren. Das ist zwar winziges Futter, aber die Fische stehen drauf. Das ist natürlich nichts für große Fische.

    Bei mir gab es im letztn Jahr ein paar Ausfälle während eines einwöchigen Urlaubs. Es gab 2 bis 3 mal täglich Frostfutter: Schwarze Müla und Tubifex. Das war definitiv zu viel und vielleicht belastet. Ich hab den Restbestand weggeworfen und fütter nun 1 mal täglich gefrorene Cyclops, dekapsulierte Artemiaeier, Grindals und JBL Novotabs, ganz selten ein paar Flocken. Seitdem keine Ausfälle mehr.