Beiträge von Martin_G

    Wenn sie laichen ist das doch schonmal gut. Was die Gelegegröße betrifft, kann das durchaus schwanken. Allerdings sind 20 schon bissl wenig, vor allem wenn es sich um Fische im "besten Alter" handelt.

    Hallo,


    Mein erster Eindruck von den Fischen, nachdem ich sie seit Samstag jeden Tag etwa 30 Minuten beobachtet habe:


    Ob sie scheu oder zutraulich sind, hängt anscheinend vom Charakter des Individuums ab, von meinen sieben flüchten drei überhaupt nicht wenn man ans Becken tritt, zwei flüchten erst, zeigen sich aber gleich wieder und zwei lassen sich kaum blicken, verstecken sich bewusst und gehen clever wieder in Deckung, wenn ich meinen Standort ändere um sie besser sehen zu können. Dann versuchen sie immer, die Wurzel als Sichtschutz zwischen sich und mich zu bringen.


    Von den Apistogramma macmasteri lassen sich sich verscheuchen und gehen Konflikten lieber aus dem Weg.


    Die Fische sind für meinen Eindruck sehr verfressen, da verlieren sogar die zwei scheuen Maronis ihre Hemmungen. Ich bin gespannt, wie sie an Lebendfutter gehen, heute gibt´s zum ersten mal lebende weiße Mückenlarven.


    Achja, einer hat alle Erlenzäpfchen im Becken in eine Ecke gerollt. :D Warum auch immer.


    Gruß
    Martin


    So schlimm ist das gar nicht. Die Kamera gibt die Farbe und das Licht nicht richtig wieder.

    Das Wasser ist noch etwas trüb, trotzdem hier ein erster Eindruck:



    Die Wurzel liegt auch noch nicht in ihrer endgültigen Position, weil sie noch mit Steinen beschwert ist. Sie schwimmt noch leicht auf, das sollte morgen oder übermorgen erledigt sein.

    Hallo Leute,


    es ist soweit, gestern hab ich mein neues Becken befüllt und heute möchte ich es euch ganz detailiert vorstellen:


    Motivation:


    Nachdem ich etwa 5 Jahre aus privaten und beruflichen Gründen leider nicht viel Aquaristik betreiben konnte, hat sich meine Situation soweit geändert, dass ich wieder ein für meine bescheidenen Verhältnise größeres Becken einrichten konnte. Verglichen mit dem, was andere hier im Forum ihr eigen nennen, handelt es sich aber eher um eine Nanobecken. :D


    Da ich kein blutiger Anfänger mehr bin, nahm ich mir vor, alles akribisch vorzubereiten um unnötige Fehler zu vermeiden.


    Für mich waren von Anfang an folgende Kriterien wichtig:

    • der Besatz musste schon im Vorfeld grob feststehen und die Beckengröße und -einrichtung daran ausgerichtet werden (ich entschied mich für: ein Schwarm kleinerer Salmler, eine Gruppe Panzerwelse, einige wenige Harnischwelse, kleine bis mittelgroße Buntbarsche (eine Art Offenbrüter, eine Art Höhlenbrüter. Dabei war wichtig: Fischverhalten geht vor Fischfarbe)
    • das Aquarium sollte in erster Linie die Bedürfnisse der Fische abdecken (Sand für die Panzerwelse, Höhlen, Unterstände und Pflanzenverstecke, gut strukturiert)
    • das Aquarium sollte an zweiter Stelle meine optischen Bedürfnisse abdecken (nur natürliche Einrichtungsgegenstände, harmonische Farben bei Sand, Rückwand und Einrichtung)
    • das Projekt sollte sich in einem gewissen finanziellen Rahmen halten (also möglichst viel gebrauchtes und Eigenbau)
    • kein feststehender Zeitpunkt, an dem alles fertig sein muss, ich hab im Job schon genug Stress

    Die Anforderungen waren umrissen und das ist dabei rausgekommen:



    Hardware:


    Unterschrank:
    Den Unterschrank hab ich selber gebaut und im Thread Unterschränke schon präsentiert. Er ist richtig schön geworden und ich bin schon ein bisschen stolz drauf.


    Becken:
    Es handelt sich um ein Juwel Rio 400 (Buche) , das ich gebraucht erstanden hab. Wie in einem anderen Thread erwähnt , waren mir die Querstreben aus Kunststoff nicht ganz geheuer, zumal ich nur Mieter bin und das Becken im ersten Stock steht. Also hab ich es mit Längsstreben aus Glas verstärkt, die mit Soudal SILIRUB AQ eingeklebt wurden.


    Filter:
    Gefiltert wird über einen Eheim Professional II 2028 Außenfilter, der mit Siporax, Dennerle Filterchips und Dennerle Towers bestückt ist. Der Filter und das (unbenutzte) Filtermaterial von Dennerle waren beim Kauf des Aquariums dabei.


    Heizung:
    Beim Kauf des Aquariums war auch ein Jäger Heizer 300W dabei.


    Beleuchtung:
    2x T8 38W



    Einrichtung:


    Rückwand:
    Ich hab mir aus Styropor, Bauschaum, Zement, Quarzsand und Epoxydharz eine 3D-Rückwand gebaut und mit AQ-Silikon ins Becken eingeklebt. Das war eine Arbeit, die ich so schnell nicht nochmal machen möchte.


    Bodengrund:
    Als Bodengrund hab ich mich für Sand entschieden. Es handelt sich um feuergetrockneten Quarzsand aus dem Biberbaumarkt mit der Körnung 0,2 - 0,8 mm, der ungewaschen ins Becken gegeben wurde. Damit der Sand nicht verdichtet, kommen TDS ins Becken.


    Einrichtungsgegenstände:
    1 x Moorkienwurzel
    2 x Mangrovenholz
    4 x rosa Schiefer
    3 x Kokosnusschale
    Buchen- & Eichenlaub
    Erlenzäpfchen


    Pflanzen:
    1x Echinodorus bleheri
    2 x Echinodorus "red"
    3 x Cryptocoryne wendtii
    1 x Cryptocoryne ikea ;)
    Sagittaria subulata


    Wasser:
    Das Wasser wurde mit Torf und Erlenzäpfchen aufbereitet und drei Tage feinperlig durchlüftet, um evtl. vorhandenes Chlor zu beseitigen. Es ist jetzt bernsteingelb gefärbt und hat folgende Werte:


    Temperatur: 23°C
    ph: 6,5
    kH: 3°
    gH: 2°


    Nitrat ist laut meinen Tests nicht nachweisbar.


    Besatz:


    Folgender Besatz ist geplant und teilweise im alten 54 Liter Becken schon vorhanden:


    7 Cleithracara maronii (ich wollte eigentlich nur 6, aber im Händlerbecken schwammen 7 und ich wollte nicht so einen armen Kerl ganz alleine zurücklassen)
    12 Corydoras panda (5 aus Altbestand)
    6 Ancistrus spec. waldundwiese (aus Altbestand)
    30 Hyphessobrycon flammeus (Roter von Rio, 20 Nachzuchten aus Altbestand)
    2/2 Apistogramma xy (vermutlich trifasciata oder panduro oder bitaneata oder macmasteri, mal sehen was ich als erstes finde)
    ca. 40 Turmdeckelschnecken (Danke an Tamara!)


    Im Unklaren bin ich noch über ein Paar Krobia spec. Xingu oder Bujurquina spec. Bolivien. Evtl. würd ich dann auf die Apistos verzichten. Ich möchte das Becken auf keinen Fall überbesetzen, also erstmal sehen, wie sich der Erstbesatz verhält. Was die zusätzliche Gesellschaft von Bujurquina oder Krobia betrifft, würd ich gern den Rat der Experten im Forum in Anspruch nehmen.


    Falls ihr Fragen, Verbesserungsvorschläge oder Anmerkungen habt, immer raus damit!


    Fotos folgen!




    Schöne Grüße


    Martin

    Hab heute meine Maronis gekauft. Sie sind etwa 5 cm klein, und müssen noch eine Woche im 54 Liter Becken wohnen, bis das neue 400 Liter Becken fertig eingelaufen ist. Eigentlich wollte ich 6 haben, weil ich aber einen Einzelnen im Händlerbecken hätte zurücklassen müssen, hab ich 7 genommen.

    Wenigstens morgens kriegen die Fische bei mir eine gewisse Dämmerung mit, da die Beleuchtung erst um 10 Uhr anspringt es aber vorher trotzdem schon hell im Zimmer ist. Und auch in den Tropen scheint nicht immer die Sonne, da kommt es besonders in der Regenzeit täglich zu Schauern und Gewittern, also sollte eine Stunde Mittagspause auch kein Problem sein. Abends geht das Licht allerdings wirklich etwas aprupt aus. Richtig stockdunkel ist es bei mir im Aquarium somit eigentlich nur von ca. 10 Uhr abends bis zum Sonnenaufgang am Morgen. Ich denke nicht, dass die Fische ein großes Problem damit haben.

    Guten Morgen,


    ich konnte die blauen Ramirezis gestern im Händlerbecken live "bewundern" und ich persönlich halte das für eine Katastrophe. Gerade der Schmetterlingsbuntbarsch ist in der Naturform so hübsch anzusehen, dass man ihn optisch nun wirklich nicht "aufpeppen" musste. Ebenfalls bin ich der Meinung, dass es bei der Zucht der Fische nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Mit natürlicher Auslese haben die das sicher nicht hingekriegt, zumal meines Wissens nie irgendwelche "Zwischenformen" aufgetaucht sind. Leider kommt beim Ramirezi zur Zwergwüchsigkeit und Schleierflossigkeit der letzten Jahre nun auch noch sowas. Ich finde, hier wird der falsche Weg eingeschlagen und jeder ehrliche Aquarianer sollte hiervon Abstand nehmen und so weit wie möglich auf Wildformen zurückgreifen.


    Ich will niemandem etwas vorschreiben, dies ist nur meine ehrliche Meinung


    Gruß


    Martin