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29.07.2017, 11:13

Erprobte Vergesellschaftung von Zwergcichliden?

Hallo zusammen,

welche Arten von Zwergcichliden habt ihr schon erfolgreich miteinander vergesellschaftet, bzw. auch mit welchen Beifischen und in welcher Beckengröße?
Wirklich nur über längere Zeit erprobte Konstellationen bitte.

Ich habe hier aktuell in meinem neuen 200-Liter-Becken ein Pärchen Laetacara curviceps schwimmen, zusammen mit 4/6 Hyphessobrycon rosaceus. Passt super zusammen, das Pärchen harmoniert, die Salmler werden nicht wirklich beachtet. Beim Fressen sind allesamt recht stürmisch und gierig.

Hätte nun in einem Quarantänebecken mittlerweile stabilisierte (mag noch nicht voreilig von Genesung sprechen, aber schaut besser aus als je zuvor) Apistogramma steindachneri sitzen, ein Pärchen. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich keine Vergesellschaftung wagen soll, weil dafür das 200-Liter-Becken einfach zu knapp ist (anders sähe es bei 300 Liter oder mehr aus, denke ich mir). Beide Arten sind ja keine "Leisetreter", sondern können schon mal dominant auftreten.

Ebenso das Fressverhalten - ich würde sagen, gegenüber den L. curviceps und den Salmlern hätten die A. steindachneri generell das Nachsehen?

Wie beurteilt ihr die Sachlage?

Viele Grüße
Chris

voha123

Profi

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29.07.2017, 12:56

Moinsen Chris,

ich mal wieder...
Ich denke mir das die Grundfläche entscheidend ist, weniger die Höhe, obwohl die Laetacaras auch mal im oberen Schwimmbereich zu finden sind. Ich weiß jetzt nicht wie groß die Apistos werden, aber normalerweise hätte ich einen Versuch gewagt. Natürlich nur mit extrem guter Strukturierung, sodaß den Fischen jeweils ein Platz am gegenüberliegenden Enden des AQs "schmackhaft" gemacht wird.
Ein weiterer Grund wäre das beide Arten relativ frisch ins AQ gesetzt werden und von daher keine sich als dominant etablieren konnte. So wird mit Sicherheit erstmal die Rangfolge und wer wo ausgeknobbelt werden.
Und: was bei einem AQ funzt kann beim anderen der totale Flopp sein.
Was dagegen spricht ist die vorherige Krankheit der Apistos. Theme Streß, und Wiederaufflackern derselben. Zudem ist das Risiko groß das dadurch deine Curviceps auch noch was abbekommen.
So gerne man das auch vielleicht machen möchte: es kann klappen, vielleicht sogar sehr gut, aber ich denke mir das dein Bauchgefühl da richtig liegt. Du pflegst solche Fische ja auch nicht das erste Mal. Denk' dran was ich mit meiner VG so erlebt habe.
Die Dorsigeras waren der Chef im Ring. Meine Bolivianer ließen sie zwar in Ruhe, aber diese fühlten sich wirklich nicht wohl.
Was, so denke ich, aber gehen sollte sind Laetacaras & M. ramirezis, weil die lütten ramirezis bei weitem temperamentvollen als die Bolivianer sind. Auch vom Platz sollte das besser hinhauen weil die ja doch um einiges kleiner bleiben. Mit den Apistos würde ich es lassen. Ich glaube da wirst du keine Freude dran haben. Mal sehen was andere dazu meinen.
MFG, Volkmar

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30.07.2017, 09:02

Also ich habe in einem 100l Becken ein Paar Schmebubas mit einem Betta und Neons klappt super. Das Becken ist ein Aquascape Versuch hat also viel Struktur mit Steinen und Pflanzen.

4

30.07.2017, 22:02

Servus Volkmar,

hab mich auch nochmal mit meinem Vater ausgetauscht - er meinte auch, dass ich es bei 200 Liter lieber lassen soll. War ja auch mein Gefühl - von daher bleiben da die L. curviceps mit den Rosensalmlern unter sich.

Wären es jetzt 300 oder gar 400 Liter, sähe es wohl anders aus. Aber so möchte ich kein Risiko eingehen. Weil ein Herausfangen (falls es nicht klappt) stresst die Fische ja auch, und auch mich - hab keine Lust, das Becken wieder auszuräumen, jetzt wo die Pflanzen mal endlich beginnen, ordentlich zu wachsen.
Zudem das Curviceps-Pärchen echt perfekt harmoniert - da stören andere Cichliden nur in dem doch eher kleineren Becken.

Viele Grüße
Chris