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voha123

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1

26.10.2015, 21:14

L. dorsigera(s) krank...

Moinsen Leutz,

bin ja momentan nicht so häufig hier zu lesen. Umso schlechter das ich in diesem Teil des Forum erscheine, aber ich habe ein Problem mit meinen L. dorsigeras.

Ich versuche das ganze mal so gut wie möglich darzustellen!

Symptome:
Fall 1: Männlicher L. dorsigera, weisslicher, grosser Tumor? am unteren Kiemen / Maulbereich + verdickter & entzündeter Afterbereich. Keine Absatz von weisslichem Kot, und / oder sichtbare "Fäden" zu sehen. Fisch war noch recht aktiv, nur die "Beule" wurde immer grösser. Dann fing er an zu taumeln. Ich habe ihn dann erlöst (nach vier Tagen Beobachtung insgesamt). Vorsichtsmassnahme damit er mir nicht noch die restlichen Fische ansteckt.

Fall 2 (Zeitgleich und noch präsent): ein weiblicher L. dorsigera mit offensichtlich offenen Stellen hinter dem Auge die sich halbkreisförmig um dieses ziehen. Keine weiterer Anzeichen am After, Fisch klemmt Flossen, wird zunehmends apathischer, schaukelt des öfteren beim schwimmen. Wahrscheinlich nächster Kandidat zum erlösen (geht jetzt ungefähr seit einer Woche so).

Fall 3: männlicher L. dorsigera bei dem Anzeichen derselben Symtomatik zu sehen sind wie bei Fall 2. Noch nicht so stark ausgeprägt, von daher hoffe ich noch etwas unternehmen zu können.

Gesamtsituation des AQs:
Bislang lief das AQ ohne grosse Probleme seit über einem halben Jahr stabil. Die Tiere wuchsen und alles schien ok. Es ist auch nix neues an Einrichtung oder Tieren hinzu gekommen, auch keine Pflanzen. D.h., eine Pumpe musste getauscht werden weil die alte den Geist aufgegeben hatte. Leichtes Algenwachstum, aber das ist bei mir eher normal. Keine negativen Anzeichen für Wasserverschlechterung, Temperaturen und Werte werden regelmässig kontrolliert. Rückgang des TDS allerdings auf fast null, während die Helenas sich entsprechend vermehrt haben. Zeitraum: halbes Jahr etwa (Umrüstung auf LED inbegriffen).
Zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen das ich die letzten 6-8 Wochen aufgrund persönlicher Probleme etwas nachlässiger mit den Wasserwechsel war. Es kam dadurch auch zu etwas längerer Intervallen die ich dann aber durch grössere Menge versucht habe wett zu machen. Während dieser Zeit hatte auch mein aktueller Torfbeutel seine Wirkung eingestellt und ich war erst jetzt in der Lage wieder neuen zu besorgen. Blätter (Eiche & Buche) waren aber ständig im AQ.
Zur Zeit ist also folgendes als Gegenmassnahme am laufen: Salzzugabe, Torf, Blätter. Zweck: Antibakterielle Wirkung durch den Torf und die Blätter, Anregung der Schleimhäute um eventuelle Hautparasiten los zuwerden / abzutöten.

Verdacht:
Nun habe ich mich die letzten Tage natürlich wieder intensiver mit den verschiedene Krankheiten befasst die unsere Fische so bekommen können. Folgendes habe ich im Verdacht:
1) Darmflagellaten (Fall 1). Dazu muss erwähnt werden das mein Flockenfutter überaltert war. Ist inzwischen gegen hochwertiges Söll Organix ausgetauscht.
2) Bakterielle Infektione durch ???. Hoffe ich durch Torf und Blätter, sowie Salzzugabe in den Griff zu bekommen. Scheint aber nicht zu helfen.
3) auch Stress möchte ich nicht ausschliessen. Es sieht zwar alles recht harmonisch aus, aber die Dorsigeras zoffen sich schon ordentlich. Hinzu kommt die doch recht grosse Zahl an Salmlern. Das AQ ist zwar nicht überbesetzt, aber ich würde schon sagen das es ziemlich knapp ist. Vielleicht wäre ein Schwarm Salmler weniger mehr gewesen.
4) Könnte auch Lochkrankheit sein, als Folgeerscheinung?

Fütterung:
Kein LeFU, da die hier erhältliche Qualität unter aller Sau ist. Söll Organix in Flocken und Granulatform (ganz frisch), seit etlichen Wochen zugabe von Fischtamin um Abwehrsysteme der Tiere zu stärken. Ansonsten noch Fütterung von Frostfutter (Verschiedenes, aber keine roten ML, oder Tubifex), Gelfutter von Tetra, Futtertabs (Spirulina). Das ganze immer im Wechsel und alle 2 Tage eine entsprechende Menge.

Was tun (nun)?:
So stellt sich die Situation dar. Ich werde am Ende noch ein paar
Bilder hinzufügen. Leider fängt meine DigiCam an stark zu rauschen,
sobald ich aufzoome. Ich hoffe dennoch das man erkennen kann das die
Fische krank sind / Stellen haben.

Was kann ich, ausser den beschriebenen Methoden, noch machen? Bzw. wenn ich Medikamente einsetzen muss: was wäre da zu nehmen?
Hätte da Mitel gegen Nematoden, oder Darmflagellaten im Sinn. Stehe momentan auf dem Schlauch und bin für Tipps dankbar. Ich vermute das ich mir den Ärger eingehandelt habe weil ich nicht mehr wöchentlich WW gemacht habe. Sollte ich den Innenfilter eventuell mal komplett absaugen (den Mulm?), oder wäre das kontraproduktiv?

Bilders (Stellen sind rot umrandet):
index.php?page=Attachment&attachmentID=40384 Fall 3 Fisch
index.php?page=Attachment&attachmentID=40385 Fall 3 Fisch
index.php?page=Attachment&attachmentID=40386 Fall 3 Fisch
index.php?page=Attachment&attachmentID=40387 Fall 2 Fisch
index.php?page=Attachment&attachmentID=40388 Fall 2 Fisch

Sorry, die Bilder sind echt besch... besonders in gross, aber viel besser gehts leider nicht. Irgendwelche Ideen?
MFG, Volkmar

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2

27.10.2015, 11:27

Hallo Volkmar,

das ist natürlich sehr schade um die Tüpfler. Ich hatte vor ein paar Jahren auch ein Pärchen und fand, dass sie recht empfindlich waren was die Wasserqualität angeht.
Auf den Bildern kann man natürlich wenig erkennen. Da es aber sehr schnell ging, würde ich eher auf etwas Bakterielles tippen und würde die wenigen Wasserwechsel in Verdacht haben.

Wurmmittel würde ich persönlich nicht probieren, eher ein Breitbandantibiotikum und kräftige Wasserwechsel. Evtl. auch mal den Kies kräftig von Mulm befreien, falls nötig.

Viel Erfolg und gute Besserung für die Tüpfler.

Grüße
Anja

voha123

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3

27.10.2015, 14:03

Moinsen Anja,

danke erstmal für deine Rückmeldung. Ist echt sch... wenn man zusehen muss wie die Fische "zerfallen" und man nicht genau weiss was man machen kann. So läuft halt momentan eben das "Allgemeinprogramm" durch in der Hoffnung das es Besserung bringen mag. Da ich an Gott glaube bete ich auch für meine Fische und das AQ. Schliesslich weiss ER am besten was da drin vor sich geht. Sind ja seine Geschöpfe.

Auffallend ist folgendes: a) es sind nur die L. dorsigeras betroffen. b) es befällt hauptsächlich die linke Kopfseite hinter dem Auge c) es bilden sich kleine weisse Knötchen die grösser werden und platzen.

Mit deiner Vermutung was bakt. Inf. angeht denke ich liegst du wahrscheinlich richtig. Ich selber denke in dieselbe Richtung. Bin natürlich jetzt intensiv am beobachten. Das macht mich richtig wild, weil ich nicht weiss welches Medikament ich eventuell einsetzen muss. Wechsel jetzt alle drei Tage 25% Wasser. Werde ich wohl für 1-2 Wochen so machen.

Eine weitere Beobachtung: es bildet sich immer weider recht schnell eine Kammhaut auf dem Wasser. Irgendwie scheint mir sollte ich tatsächlich mal den Innenfilter komplett vom Mulm befreien.

Das heisst dann mal wieder kräftig googeln und Rat suchen. In diesem Sinne: wenn jemand von euch ein gutes Breidband-Antibiotikum kennt das er empfehlen kann, und das auch für alle Fische verträglich ist, dann bitte ich um Namen des Mittels.

Jetzt den Kies durchzusieben stellt mich vor das Problem das ich das ganze AQ praktisch ausräumen müsste. Das bedeutet zusätzlich Stress für die Fische den ich momentan eigentlich vermeiden will. Ich hoffe das sich das Problem in den Griff kriegen lässt da ich mich ansonsten wohl kurz über lang von den Dorsigeras verabschieden müsste was echt schade ist. Ich mag die Tierchen :rolleyes:
MFG, Volkmar

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voha123

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4

27.10.2015, 18:27

Moinsen,

so, nach intensiver Googelei habe ich mir drei Kandidaten zur medikamentösen Behandlung ausgesucht. Ich muss was unternehmen bevor die Sache ganz aus dem Ruder läuft. Leider weiss ich natürlich immer noch nicht genau was los ist. Tierärztliche Untersuchung ist hier in FL essig wegen weil kein Tierarzt vor Oert kennt sich da aus. Alles andere ist dann zu teuer um den Aufwand zu betreiben. So ist es leider.

1) eSHa 2000 + Exit in Kombi: darüber streiten sich die Gemüter von uns Aquarianer schon ewig. Die einen sagen: "cooles Zeugs, hilft!" die nächste sagen: " finger weg, zu ungesund". Ich für meine Zwecke bin auch eher geneigt letzterer Partei zuzustimmen, betreffs Kupfer im Medi.
Sowat kommt mir nicht freiwillig ins Becken, egal in welcher Konzentration. Fällt also schonmal flach.

2) Das mir schon altbekannte Omnipur S wirds dann aller Wahrscheinlichkeit sein. Wenn das nicht helfen sollte werde ich wohl zu

3) Baytril greifen das man wohl nur beim Tierarzt verschrieben bekommt. Hoffe nur das unsere Tierärzte das dann auch rausrücken. Letzteres Mittel werden ich wie gesagt nur anwenden wenn alles andere nicht anschlägt. Will ja nun auch nicht absichtlich irgendwelche Resistenzen züchten.

Schade nur das sich zwar einige dieses Thema durchlesen, aber bislang nur wenig Tipps für Hilfe gekommen ist. Woran liegts? Es muss doch hier einige von uns geben die aus Erfahrung sagen können was man machen kann, oder sollte ich schon alles ausschöpfen was möglich ist? Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Falls doch: ich halte euch auf dem Laufenden.

Falls noch weitere Angaben fehlen, da lasst hören, ich reiche sie dann nach (Wasserwerte, etc., z.B.).
MFG, Volkmar

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gsx1400

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5

27.10.2015, 18:36

Hi Volkmar,

egal was du nun für ein Mittel kaufst, ich würde die Dorsis getrennt behandeln.
Wie du schreibst, sind sie ja alleine davon betroffen. Die "Medikamentenkur" würde ich den gesunden Tieren ersparen.
Ich persönlich sehe in prophylaktischer Behandlung keinen Sinn, schon gar nicht, wenn ich nicht mal weiß, um welche Krankheit es sich handelt.

Kann aber jeder machen wie er es für richtig hält.
Gruß Ralf
:D

Spontanität muss sorgfältig geplant werden! :thumbsup:

6

27.10.2015, 18:38

Hallo Volkmar,

da ich erst neu hier bin, wollte ich mich nicht gleich einmischen.

Den Filter mal zu entschlammen, halte ich für den richtigen Weg. So wie ich das verstanden habe, betreibst du einen HMF?

voha123

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7

27.10.2015, 19:38

Moinsen,

zu Ralf:
Bin eigentlich absolut kein Fan von irgendwas ins Becken schütten, wird schon helfen. Aber was soll man denn nun machen wenn man sieht das Tiere nicht gesund sind, man aber keine, oder nur sehr wenige Möglichkeiten hat heraus zufinden was eigentlich los ist?

Leider habe ich auch nicht die Möglichkeit einer Trennung der erkrankten Tiere von den gesunden. Zudem befürchte ich das wenn ich das doch irgendwie realisieren würde (eventuell Maurerbütt) das sich dann die Tiere wieder anstecken sobald sie ins eigentliche AQ zurück gesetzt werden. Noch ein Grund weswegen ich lieber das komplette AQ samt Inhalt behandele ist der doppelte Stress denn dann die Dorsigeras ausgesetzt wären. Du siehst: es gibt auch Gründe die für eine Komplettbehandlung sprechen, aber wie du schon schreibst: das muss letztlich jeder selber wissen. Nach meinen Erfahrungen bislang hatte ich mit Komplettbehandlungen immer gute Erfolge erzielt. Zum Glück habe ich aber auch keine Fische die sehr empfindlich reagieren. Besonders glücklich bin ich dennoch nicht mit der Lösung.

zu Holger:
mein Innenfilter ist sowas wie eine Zwei-Kammer-Lösung. Wasser strömt unten rein in die erste Kammer wo ein Beutel mit Schaumstoffwürfel liegt, ein Beutel mit Siporax, und ein Beutel mit Torf. Dann kommt eine 3cm dicke Schaumstoffmatte die eine Trennung zum technischen Teil darstellt und sowas wie die Klarwasser-Kammer ist. Hier ist die Pumpe drin die das Wasser per Strahlrohr wieder ins AQ bringt. Ebenso der kl.
Heizstab der gelegentlich mal dazu geschaltet wird wenn die Temperatur in Richtung 23 Grad abfällt. Ansonsten tummeln sich im IF meine Redfires da sie im AQ eher als Snack enden. Achja, und auch Schnecken verirren sich gerne in den IF was ich oft mit geshreddertem Gesummse an der Pumpenansaugöffnung bezahle. Da müsste ich mir nochmal was einfallen lassen. Was ich bislang schon mal sagen kann ist: nach dem entschlammen hat sich bisher kein neuer Bakterienfilm auf der Wasseroberfläche gebildet, was sonst immer sehr schnell der Fall war. Mal schauen wie es morgen aussieht wenn das Wasser wieder sauberer ist. Wenn alles nicht hilft werde ich wohl notgedrungen auch mal das AQ ausräumen um das Sand / Kiesgemisch durchzuspülen. Wie gesagt: ich möchte momentan meinen Fische sowenig Stress machen wie möglich / nötig. Die restlichen Insassen sind ja augenscheinlich fit. Nur die Dorsigeras schwächeln und da auch nur momentan zwei (noch).
MFG, Volkmar

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8

27.10.2015, 19:59

Hallo Volkmar,

gut , kein HMF. Ich finde diese eigentlich gut, nur der größte Vorteil des HMF(lange Standzeit) ist auch m.M.n. der größte Nachteil. Denn alles was im Wasser in Lösung geht, kann sich im Filter(Filterschlamm) auch anreichern.

Da bei dir nur eine Art betroffen ist, tippe ich auf zu hohe Keimbelastung o.ä. mit der diese Fische nicht zu Recht kommen. Also keine Krankheit in dem Sinne. Die Tiere haben darauf eventuell nur mit Stress reagiert, und die äußeren Verletzungen sind die Folge.
Ich würde Ralf seinen Vorschlag befolgen. Die Fische extra setzen, in ein eher kleines Becken. Das macht vieles leichter. Keine Einrichtung, nur gedämpftes Licht, Heizung , gute Durchlüftung und wenn vorhanden einen kleinen Innenfilter. Es muß auch nicht eingefahren sein. Besser jeden Tag kleine WW mit guten Wasser und wenig Futter. Man kann dann in so einen Becken zur Unterstützung auch die Temp. langsam anheben.

Das andere Becken würde ich nebenbei mal einer größeren Reinigung unterziehen.

Übrigens, mit deinen reichhaltigen Beiträgen kann man ja Bücher füllen. :D

voha123

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9

27.10.2015, 20:07

Moinsen,

schreibe halt gerne wenn ich denn mal wieder hier aktiv bin. Gibt viel zu lesen und zu lernen. Immer wieder was neues.

Werde mal ernsthaft darüber nachdenken was ihr beide da schreibt. Gibt sicherlich die nächsten Tage eine Verlaufsbericht. Muss ja was zu schreiben haben, gell? 8o
MFG, Volkmar

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10

28.10.2015, 12:58

Hi,

bei bakteriellen Sachen habe ich sehr gute Erfahrungen mit Medikamenten auf Malachitgrünbasis gemacht, z.B. Desi-Tropfen. Gibt aber auch andere. Als erstes würde ich immer zu Kupfer-freien Medikamenten greifen. Was auch recht gut funktioniert hat, wenn nur ein Fisch betroffen war: Rausfangen, in einen 10 L Eimer setzen und darin behandeln. Für viele Medikamente steht die Dosierung für solche Bäder auch im Beipackzettel. Den Eimer decke ich noch mit einem Handtuch so ab, dass er komplett abgedunkelt ist. Dadurch werden die Tiere auch etwas ruhiger und sind weniger gestresst.

Was den Kies angeht: Ich meinte damit nicht unbedingt, dass der komplett gereinigt werden soll. Wenn es aber wirklich zu hohe Keimbelastung sein sollte, dann hilft es manchmal mit einer Mulmglocke wenigstens die gut zugänglichen Bereiche zu bearbeiten. Die Wasserwechsel sind auch sehr gut, ich würde aber sogar noch mehr als nur 25 % wechseln.


Grüße
Anja

gsx1400

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11

28.10.2015, 18:14

Hallo Volkmar,
zu Ralf:
Bin eigentlich absolut kein Fan von irgendwas ins Becken schütten, wird schon helfen. Aber was soll man denn nun machen wenn man sieht das Tiere nicht gesund sind, man aber keine, oder nur sehr wenige Möglichkeiten hat heraus zufinden was eigentlich los ist?
siehst du, damit fängt es schon an. Du hast keine Möglichkeit festzustellen, an was deine Tiere überhaupt erkrankt sind u. willst trotzdem ein Medikament einsetzen 8| :whistling:
Mit viel Glück hilfts, rein zufällig aufs richtige getippt, hurra. Wenn nicht, probier ich halt das nächste...sorry, find ich persönlich nicht so toll :thumbdown:
Zumal du dann, vorm Einsatz des nächsten Medikamentes, das erste erst mal mittels Wasserwechsel u./od. Aktivkohle rausholen darfst.

Ich handhabe so etwas wie folgt:
Wenn ich nur 1-2 Tiere habe die krank sind, versuch ich sie raus zu fangen. Klappt das nicht wegen Beckengröße, Einrichtung, was auch immer, gilt bei mir: Ein Guter überlebt es, um einen Schlechten ist es eh nicht schade. Ist vielleicht eine "brutale" Einstellung, aber bevor ich einen kompl., gesunden Besatz behandele, mit einem Medikament, wo ich nicht mal weiß ob es wirkt (weil ich nicht weiß od. sicher bin, was meine Fische überhaupt haben), praktiziere ich das so.
Lieber 2 Verluste, als einen gesunden Besatz "totbehandeln". Unnötig od. zuviel verabreichte Medikament schaden unseren Fischen nämlich auch.

Mit Herausfangen u. getrennt halten könntest du auch feststellen, ob das vielleicht auch nur eine Reaktion auf irgendwas in deinem Becken ist. Das Ganze sollte sich dann nämlich bessern. Passiert nichts, kannst du ja immer noch mit nem Breitbandzeugs behandeln ;)

Aber wie bereits erwähnt, jeder hat da seine eigene Meinung/Einstellung.
Gruß Ralf
:D

Spontanität muss sorgfältig geplant werden! :thumbsup:

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12

05.11.2015, 09:16

Morsche Volkmar,

wie schauts denn bei deinen Dorsis?

Alles wieder ok?
Gruß Ralf
:D

Spontanität muss sorgfältig geplant werden! :thumbsup:

voha123

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13

30.12.2015, 18:47

Moinsen Leutz,

ich greife mein Thema mal wieder auf da es leider immer noch aktuell ist.

Selbst nach einer "Externen" Behandlung der Dorsigeras hat sich keine Besserung gezeigt. OK, das betroffene Männchen lebt immer noch, ist aber wesentlich passiver wie die gesunden Exemplare. Bei dem Weibchen hat sich die STelle an ihrer Flanke geöffnet und jetzt ist eine offene Wunde zu sehen, die aber allmählich zuwächst. Soweit so gut, aber...dadurch sind wahrscheinlich wieder Bakterien ins Wasser gelangt und haben sich verbreitet, denn nun hat sie einen kleinen Punkt an der Rückenflosse, und ein weiterer Dorsigera zeigt einen kleinen weisssen Punkt über dem linken Auge.

Achja, 14 Tage Dauerbehandlung im Gesamt-AQ mit Omnipur S blieben erfolglos. Die restlichen Fische blieben aber dennoch fit und zeigten keine Anzeichen von Krankheiten. Behandlung gemäss der Anleitung.

Danach mordsgaudimässige Fangaktion :cursing: :cursing: :cursing: um die Dorsigeras zu separieren. Die waren dann für eine weitere Woche nochmals mit Omnipur behandelt. Keine Veränderungen :cursing: Nach Wiederumgewöhnung und Umsetzen ins Haupt-AQ gingen dann die oben beschreibenen Probleme los / weiter.

Ich bin buchstäblich am Ende des Lateins angekommen. Das letzte was mir jetzt noch bleibt ist die Verwendung von Baytril, oder anderen Medikamenten.

Kann mir jemand sagen ob man S... Baktopur Tabs nach Ablauf des Verfallsdatums noch einsetzen kann / sollte / darf? Könnte nämlich an alte Restbestände kommen. Aber der Gedanke abgelaufene Medis zu verwenden ist mir eigentlich sehr zuwider.

Falls die Krankheit durch den hohen Salmlerbestand bei den Dorsigeras ausgelöst wird (Dauerstress), dann bin ich schon am Überlegen den Bestand drastisch zu verringern. Eventuell würde das ja auch helfen den allgemeinen Keimdruck zu senken.

Mit Ausnahme der Dorsigeras sind alle Fische (augenscheinlich) fit. Nur die ZBB's machen Ärger. Hat irgendwer anders hier im Forum Erfahrungen mit den L. dorsigera was Empfindlichkeit angeht? Eyh, das geht mir echt auf den Zeiger das ich die Krankheit nicht in den Griff kriege. Sowas habe ich bislang noch nicht erlebt :cursing: ;( Scheibenhonig....
MFG, Volkmar

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14

31.12.2015, 11:07

Hallo Volkmar,

das sind natürlich keine schönen Nachrichten.
Zu den abgelaufenen Medikamenten: kommt drauf an wie lange die schon über die Zeit sind. Wenn die ursprünglich 5 Jahre haltbar sind und dann 5 Monate drüber, würde ich mir weniger Sorgen machen. Sind die aber schon ein paar Jahre abgelaufen, würde ich lieber das Geld für neue ausgeben.

Die befallenen Fische schwimmen jetzt wieder im großen Becken oder? Kannst du sie für längere Zeit separat halten? Das Omnipur S ist ja schon ein Breitbandmittel auf Malachitgrün-Basis und wirkt oft sehr gut. Alternativ gibt es noch Kupfer-haltige Mittel, die manchmal auch sehr gut anschlagen. Ich persönlich halte davon zwar nicht so viel, aber wenn es sonst keine Hoffnung gibt, würde ich es probieren. Da Kupfer aber nicht gerade gesund ist, würde ich das nur in einem separaten Becken anwenden.

Na dann viel Erfolg.
Anja

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15

31.12.2015, 14:23

Moinsen Anja,

tja, die Medis sind schon seit 2012 abgelaufen. Da würde mich natürlich interessieren wo ich die Baktotabs überhaupt noch kaufen kann. Die sind ja hier in Deutschland nicht mehr käuflich im Laden zu erhalten.

Ich denke auch das ich erstmal um eine Separierung der Dorsigeras nicht herum kommen werde. Zudem kann ich dann auch sehen ob es sich wirklich um Auswirkungen von Dauerstress durch den hohen Salmlerbestand handelt.

Momentan würde ich aber auch vermuten das ich mir da einen Bakterienstamm eingefangen habe der schon resistenter zu sein scheint. Aber das sind lediglich alles Vermutungen. Ohne eine genaue bakteriologische Untersuchung (Abstrich, etc.) werde ich da wohl nix heraus bekommen.
D.H. momentan schiesse ich immer noch "ins Blaue", wie so oft wenn man es mit Zierfischkrankheiten zu tun hat.

Es gäbe ja auch die Möglichkeit Äscha 2000o (Name verfremdet) anzuwenden aber das wäre ebenfalls nur bei Separierung der Fische möglich weil ich ja meine Schnecken und Garnelen nicht schädigen möchte. Meist passiert zwar nix weil die Kupferkonzentration so gering ist, aber andererseits muss man das ja nicht herausfordern.

Naja, dann darf ich wohl demnächst mal wieder "fischen" gehen :(
MFG, Volkmar

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16

31.12.2015, 15:28

Hallo Volkmar,
das sind ja keine guten Nachrichten, das Mittel bekommt man ohne Probleme im Netz, bloß ist die Einfuhr aus z.B. Österreich nicht legal. In Deutschland wirst Du es nicht bekommen. Ich habe mal vor einem Jahr was bestellt ich sage nur EU shop.
Gruß Norbert