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26.07.2017, 15:59

L 181 zum Laichen bringen

Hallo,

ich pflege in einem 540 L Becken 4 L 181 Welse.

Davon 1 Halbwüchsiges Weibchen, sowie ein halbwüchsiges Männchen, welche allerdings schon Geschlechtsreif sind und das Weibchen auch schon einen Laichansatz hatte.

Ausserdem sind noch in dem Becken ein Jungtier mit ca. 5 cm und ein Tier mit ca. 8 cm, sowie Turmdeckelschnecken. Sonst lebt nichts in dem Becken.

Das Becken ist eingerichtet mit 2 großen Steinaufbauten (Ostseesteine) links und rechts im Becken, der rechte Aufbau umfasst eine große Moorkinwurzel, d.h. in diesem Aufbau Bzw. auch dem anderen befinden sich viele Versteckmöglichkeiten.

Am Rand des linken Aufbaus befindet sich eine größere Mangrovenwurzel. Ausserdem sind im Becken verteilt diverse Welshöhlen (10 Stück) in verschiendenen Größen und Formen, sowie mit Seiteneingang oder nur Fronteingang.

Bepflanzt ist das Becken momentan lediglich mit 2 kleineren Anubia Barteri.

Gefiltert wird das Becken mit einem Eheim Aussenfilter Prof. 4 + 600 wo 3 Kammern mit Sinterglasröhren gefüllt sind und eine Kammer mit Zeolith. Ausserdem befindet sich eine Strömungspumpe mit einer Leistung 2500 L/H, sowie ein Sprudelstein, welcher in einem Steinaufbau ist.

Jedenfalls würde ich gerne Nachwuchs haben um das Becken weiter mit leben zu füllen und abgesehen davon lassen sich die Tiere, welche dann zuviel für mein Becken sind auch sehr gut verkaufen.

Wenn ich es nicht falsch interpretiert habe, haben die Tiere auch schon gebalzt.

Nachdem ich diverse, vorallem kleinere Welshöhlen ins Becken eingebracht hat, hat das Männchen auch gleich eine bezogen. Nach geraumer Zeit versuchte das Weibchen zu ihm in die Höhle zu kommen, was er aber nicht zulies. Das ging so 2 Tage dann hatte das Weibchen kein Interesse mehr. Das Männchen sitzt an sich fast immer in der Höhle, aber das Weibchen lässt sich dort nicht mehr blicken z.m. nicht das ich es mitbekommen würde.

Die Tiere sind bis auf den ganz kleinen und mit abstrichen den mittleren auch sehr scheu und kommen erst in der Dämmerung so ein wenig in wallung. Richtig aktiv werden sie anscheinend erst wenn das Licht aus ist und ich sie dabei leider nicht beobachten kann.

Füttern tue ich die Tiere momentan mit einer Mischung aus 3 verschiendenen Malawi Flockenfuttern, Malawi Sticks und Granulat, 4 verschiedenen Welschipssorten, Aquality Premium Futtertabletten, sowie 2 bis 3 mal die Woche Gemüse in Form von Zuccini, rote Paprika, Kartoffel und Kohlrabiblätter. Leider habe ich noch kein Tier jemals Gemüse fressen sehen und anhand dessen was ich nächsten Tag wieder rausnehme bezweifel ich auch das da etwas von gefressen wird. Dennoch denke ich einer Ancistrus Art sollte man Gemüse z.m. anbieten.

Der kleine und der mittlere raspeln ab und an Algen von den Steinen und Scheiben, die großen konnte ich dabei noch nicht wirklich intensiv dabei beobachten.

Halten tue ich die Tiere in 26 °C warmen Wasser und ich wechsele einmal die Woche ca. 25 % Wasser.

Meine Wasserwerte sind leider nicht so optimal für die Tiere, allerdings scheinen sie dahingehend recht tolerant und zeigen keine Mangelerscheinungen oder Verhaltensauffälligkeiten, in der Zeit wo ich sie beobachten kann.

Meine Werte liegen bei:

Ph: ca. 8

Kh: 16

GH: 15

Die Werte waren im Bezug darauf die Tiere zum Laichen zu animieren auch mein erster Ansatzpunkt, bis dahin das ich gehört und gelsen habe, dass einige auch bereits Nachwuchs dieser Tiere in ähnlichem Wasser hatten.

Nichtsdestotrotz werde ich über eine Osmoseanlage nachdenken um den Tieren auf lange sicht bessere Bedingungen was Härte und PH Wert angeht zu bieten.

Da ich aber bzgl. der Osmoseanlage noch über einiges nachdenken muß, was z.B. auffangen des Wassers, Standpunkt der Anlage, Transport des Wassers zum Becken betrifft, habe ich noch ein weilchen Zeit um auch andere Dinge zu probieren.

Gedacht hätte ich z.B. daran auch mal Frostfutter mit auf den Speiseplan zu bringen ( da hätte ich zur Verfügung: Cyclops, Schwarze und weiße Mückenlarven, Tubifex, Gambas, Artemia, Mysis und rote Daphinen) Ist etwas besonders gut für die Tiere Bzw. etwas nicht zu empfehlen ?

Oder auch z.B. weniger Wasserwechsel zu machen und die Tiere mehr "in Ruhe" zu lassen um so eventuell auf ein ablaichen zu hoffen.


Was haltet ihr von meinen Ansatzpunkten Bzw. hätten Ihr Tips wie ich noch vorgehen kann um die Tiere zu animieren ?

Für eure Hilfe bedanke ich mich vorab.

Gruß Marian

RobertXX

Fortgeschrittener

Beiträge: 214

Wohnort: Spremberg

Beruf: Multitalent, gelernter Maurer

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2

27.07.2017, 12:15

Hi Marian,

bei vielen Welsen wie Panzerwelsen, L-Welsen hilft oftmals ein großzügiger, kälterer Wasserwechsel...

Schau mal hier unter dem Thema Zucht:

http://www.l-welse.com/reviewpost/showpr…php/product/195

LG Robert

3

27.07.2017, 16:37

Hallo Robert,

vielen Dank für den Link.

Was wäre als großzügig zu bezeichnen ? 50 % oder 80 % ? Momentan mache jede Woche 25 %, wobei die Temperatur dabei von 26 °C auf 22 °C fällt.

Wie weit kann ich runter mit der Temperatur Bzw. sollte diese gleich wieder hoch oder eine Weile so bleiben ?


Als Gedanke ist mir noch gekommen, eine Art Trockenzeit zu simulieren und in einem Zeitraum von 4 Wochen nur 2 Wassewechsel zu machen (allerdings bin ich mir im unklaren wie groß diese ausfallen sollten) und nur 2 mal die Woche zu Füttern.
Die Zeit soll Entbehrung bringen für die Tiere, danch wieder füttern mit z.B. viel Frostfutter, so das es den Tieren nach der Entbehrung gut geht und so vielleicht die Natur sagt uns gehts gut und jetzt ist ein guter Zeitpukt für Nachwuchs.

Was haltet ihr davon ?

4

27.07.2017, 17:08

Hallo Marian,

ich habe dein Thema bereits bei l-welse.com gelesen.
Mich würden mal deine Ausgangswasserwerte interessieren, vielleicht härten ja wirklich die verbauten Steine auf. Denn das Wasser ist schon sehr hart. Ich kenne das Problem, komme aus einer Region wo ähnlich hartes beziehungsweise sogar noch härteres Wasser aus der Leitung kommt. Da ich auf dem Land wohne kann ich allerdings Regenwasser verwenden um mein Wasser weicher zu bekommen.

Wenn die Temperatur in deinem Becken schon bei 25% Wasserwechsel so massiv abfällt, solltest du besser bei größeren Wasserwechseln (80% gehen an sich schon;)) temperiertes Wasser verwenden, sonst wird es etwas arg frisch für die Tiere. Von der Besatzmenge her halte ich 25% als regelmäßige Wasserwechselmenge allerdings für ausreichend.
Große Wasserwechsel, besonders in Verbindung mit Tiefdruckgebieten, oder auch Trockenzeitsimulationen funktionieren, was man so liest, durchaus. Aber selber habe ich es noch nie gezielt gemacht. Meine Corydoras eiern allerdings nach jedem kühlen größeren Wasserwechsel los.

Auch Frostfutter ist sicher nicht verkehrt, konditioniert auch gut. Dennoch eher dezent füttern.
Gemüse nehme ich nie nach einem Tag aus dem Becken, es liegt schon drei bis vier Tage drin. Danach muss ich es in der Regel auch nicht mehr raus nehmen, denn dann ist es weg. Ich verwende Kartoffel, Gurke, Zucchini oder im Herbst auch Kürbis. Wird alles roh ins Becken geworfen. Anfangs fand ich es hilfreich das Futter zu beschweren, inzwischen holen sich die Welse die Scheiben auch von der Wasseroberfläche und nehmen sie mit nach unten;)

Was gegen die Scheu der Tiere helfen kann ist einerseits schwächere Beleuchtung (jenachdem, wie du aktuell beleuchtest) und Beifische (idR Schwimmfische).

Alles in allem würde ich an deiner Stelle mal die Ausgangswasserwerte und gegebenenfalls die Steine testen, etwas Frostfutter und Gemüse geben und warten. Geduld hilft meistens. Ich habe bei manchem Fisch drei Jahre auf das erste Gelege gewartet und seit dem laichen sie mehr oder weniger regelmäßig.

Viele Grüße und viel Erfolg
Felix

5

27.07.2017, 18:34

Hallo Felix,

vielen Dank für deine Antwort.

Das die Steine eventuell ein wenig aufhärten will ich garnicht wirklich ausschließen, allerdings wenn dann nur gering. Die von mir gemessenen Werte decken sich so ziemlich mit den denen die der Wasserversorger angibt.

Wasserwerk Schulensee:

Wasserhärtegrad:
hart (15,4 °dH)

pH-Wert7,75
Temperatur5,7°C
SAK 436 nm (Färbung, qant.)0,161/m
Trübung<0,05NTU1,0Leitfähigkeit bei 25 °C570μS/cm



Kationen:
Calcium (Ca): 93,0 mg/l
Magnesium (Mg): 10,5 mg/l
Natrium (Na): 13,9 mg/l
Kalium (K): 2,9 mg/l

Anionen:
Chlorid (Cl): 18,0 mg/l
Hydrogencarbonat (HCO3): 339,3 mg/l
Sulfat (SO4): 9,4 mg/l

Meine Messung:

Ph: ca. 8



Kh: 16



GH: 15

Ausserdem habe ich in meinem Testkoffer noch die Zettel von vor ca. 1 Jahr gefunden, da waren die KH Werte ebenfalls um 15 bis 16, lediglich der PH Wert lag um die 7,2 bis 7,4. Allerdings hatte ich da noch viele Pflanzen und eine CPU gesteuerte Co2 Anlae in betrieb und vor allem keine Ostseesteine.

Dementsprechend denke ich das es allenfalls eine sehr geringe aufhärtung sein könnte, was die Steine betrifft und das Problem letztlich einfach das Ausgangswasser ist. Oder wie habe ich da etwas nicht bedacht Bzw. einen Denkfehler ?

Was das Licht betrifft, beleuchte ich das Becken mit einem 42 W LED Daylight Balken, welcher allerdings großflächig mit Alufolie abgedunkelt ist. Ich poste weiter unten noch ein Bild des Beckens, so kannst du dir ein Bild der Beleuchtung machen.

Ja die Temperaturen beim WW gehen soweit runter, da ich mit max. kalten Wasser arbeite, allerdings führe ich dieses Wasser sehr langsam ins Becken ein und der Heizer (Durchlaufheizer) läuft während dessen schon mit.

Ich nehme kaltes Wasser da wir seit ein paar Monaten eine neue Heizungsanlage im Haus haben und dadurch Kupfer im Leitungswasser haben. Das hat mich leider um die 10 kleine Welse gekostet, bis ich die Ursache letztlich gefunden habe.

Auch das wärmere Wasser sollte nach 20 Minuten laufen lassen an sich Kupferfrei sein. Oder wie lange sollte man warmes Wasser ablaufen lassen ?
Das kalte lasse ich wie erwähnt 20 Minuten leicht laufen.

Wie weit sollte die Temperatur beim WW denn max. runter ?

Ich denke ich werde jetzt Sonntag einen großen WW mit ca. 80 % machen, Laut dem Wetterbericht ist die Regenwahrscheinlichkeit für Sonntag Morgen und Mittag bei 90 % 8o

Macht ein weiterer WW am nächsten Tag vielleicht auch nochmal sinn oder wäre das unsinn ?

Im Anschluss würde ich dann quasi gleich in die Trockenzeit Bzw. Konditionierung über gehen. Was denkst du wäre das als Versuch ersteinmal eine Option, oder siehst du aufgrund des Wassers an sich nur wirklich Chancen durch Osmosewasser zm Erfolg zu kommen ?

Zum Thema Gemüse, ich bin mir nicht sicher ob sie von fressen, wenn dann nur sehr wenig. Aber vielleicht sollte ich das Gemüse wirklich etwas länger drin lassen. Ich brühe sämtliches Gemüse (bis auf die geschälte Kartoffel) einma kur mit kochenden Wasser ab, bevor ich es ins Becken gebe.

Gedult werde ich letztlich auch aufbringen, ich werde es, sofern nichts dagegen spricht, wie erwähnt erstmal über WW mit anschließender Trockenzeit Bzw. Konditionierung versuchen. Sollte das letztlich ohne Erfolg bleiben, werde ich mitHilfe einer Osmoseanlage für weicheres Wasser sorgen, lediglich den PH Wert, werde ich wohl bis höchstens ca. 7 drücken können, dementsprechend hätte ich dann wahrscheinlich Werte von KH 0-2 und ca. PH 7.

Diese Werte sollten, z.m. theoretisch dann eigentlich für Nachwuchs reichen, oder gibt es da andere Meinungen ?

Gruß Marian :-)/~

http://www.bilder-upload.eu/show.php?fil…-1501165231.jpg

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6

27.07.2017, 19:33

Hi,

Ancistrus sp. "L 181" ist im Amazonas-Becken weit verbreitet. Es ist sicherlich kein Schwarzwasser-Fisch.
D.h. die Vermehrung kann schon ganz gut bei etwa neutralem pH-Wert erfolgen.

Die Temperatur sollte dem Lebensraum angepasst sein, ca. 26 - 30°C. "Temperatur5,7°C" ist die Angabe vom Wasserwerk. Soweit wird wohl kaum die Temp. im AQ fallen. Eine Temp. von nur 6°C dürfte den Welse nicht bekommen. Für üblich hallte ich, dass bei Wasserwechsel in unserem Welsbecken die Temp. um ca. 3-5 °C fällt. Wenn Jungfische drin sind, eher weniger, da die gegen Temp.-Absenkungen deutlich empfindlicher sind.

Das Wasser lasse ich normaler Weise durch einen Reiser-Filter laufen, um vor Überraschungen aus der Wasserleitung gewappnet zu sein. Abgesehen davon, lasse ich das Wasser noch ca. 12 Stunden abstehen.

Häufige Wasserwechsel, auch mal etwas reichlichere, sind förderlich für die Vermehrung. Diese sollte man aber nicht nur einmal die Woche machen. Wenn es "sein muss", dann mache ich auch 3-4 Wasserwechsel wöchentlich über mehrere Wochen. Wenn das Becken stabil ist, kann man auch mal ein paar Wochen keinen Wasserwechsel machen - höchstens nachfüllen. Auch das hilft manchmal.

Ich gebe das Gemüse - zumeist Zucchini - gut gewaschen und roh ins Becken. Ausnahme sind da zum Beispiel Erbsen, weil die Welse die harte, glatte Schale nicht auf bekommen - kurz aufkochen, dass die Schale leicht platz und den noch festen "Kern" ausdrücken.

Viele Grüße
Elko

7

27.07.2017, 20:25

Hallo Elko,

einen neutralen PH Wert sollte ich mit einem KH Wert von 15 bis 16 ja drch Osmosewasser erreichen können.

Die 5,7 °C sind allerdings Stand Januar, also ein wenig wärmer sollte das Wasser momentan sein. ;)

Komplett kaltes Wasser benutze ich bei meinen normalen WW (25%), dabei fällt die Temperatur dann von meinen üblichen 26 °C auf ca. 22°C, sprich auf die von dir angegebenen 3 bis 5°C.

Bei einem großen WW, wie ich ihn wohl am Wochenende machen werde, komme ich um temperiertes Wasser wohl nicht herum, abstehen lassen ist mir bei einem 540 l Becken leider platztechnisch nicht möglich.

Ich werde wie im letzten Beitrag beschrieben am Wochenende einen großen WW machen und dann in 4 Wochen nur 2 WW und das Futter konditionieren. Das Becken läuft stabil und sollte das entsprechend ab können und der Besatz ist auch so gering das, dass Becken innerhalb von 2 Wochen nicht großartig verschmutzen sollte.

Vieleicht habe ich damit ja Erfolg, sonst versuche ich im Anschluß mal die von dir beschriebene Methode mit den häufigen WW. Wenn das auch zu keinem Erfolg führt, werde ich richtig Osmosewasser gehen und dann schauen wir weiter ;)

Gruß Marian

8

30.07.2017, 11:00

Hi,

da ich gerade mal wieder den Welsatlas 2 in der Hand habe. Ingo Seidel schreibt dort zur Vermehrung:
GH 10; KH 2; Temp. 27°C; pH 6,5 - 7; Fütterung mit scharzen Mülas; kräftige Wasserwechsel mit 3-4 °C kälterem Wasser.

Viele Grüße
Elko

9

30.07.2017, 20:16

Hallo Elko,

vielen Dank für die Info !

den kälteren kräftigen Wasserwechsel gab es Heute.

Ich probiere erstmal wie oben beschrieben 8 Wochen, erstmal die Sommer Simulation mit wenig Futter und WW und danach gute ud kräftige fütterung und 3 mal die Wochee WW.

Sollte der Erfolg ausbleiben, dann gibts die Osmoseanlage, mit welcher ich die Werte von Ingo Seidel erreichen sollte.

Gruß Marian

10

25.10.2017, 12:19

Hallo,

nachdem ich mein Becken umstrukturiert habe, und auch die Fütterung umgestellt habe.

Hatte ich trotz des oben beschriebenes Wassers nun mein erstes Gelege. Leider hat er es nach 2 Tagen rausgewedelt und es liegt nun im Einhangkasten im Strom der Strömungspumpe.

Geändert habe ich das es nun jeden zweiten Tag Frostfutter (schwarze Mülas, Mysis, Daphinen, Cyclops) gibt. Das Laichen selber fand wohl, sofern ich es richtig mitbekommen habe, nach einem (kälteren) Wasserwechsel statt.

Jetzt bin ich gespannt ob das ein Zufallslaichen war, oder ob die Tiere nun Regelmäßig laichen.

Vielleicht hat da ja einer Erfahrung ?

Gesapnnt bin ich auch ob der Laich im Einhangkasten etwas wird...

Gruß Marian

11

25.10.2017, 20:48

Hi,

... hört sich gut an. Ich drücke die Daumen.

Bei Ancistrus, wenn das Gelege raus gewedelt wird, liegt das oft daran, dass der pH-Wert zu hoch ist und die Eier nicht richtig kleben.
Dem Rauswedeln kann man auch etwas vorbeugen, wenn man den Höhleneingang etwas erhöht, dass dieser leicht nach oben zeigt. Allerdings hatte ich es auch schon, dass nachts das Männchen den gerade drunter gestopften Kies mit der Schwanzflosse wieder rauswedelte. :)

Es ist relativ oft, dass Harnischwelse im Abstand von ca. 4 bis 6 Wochen wiederholt laichen. Aber wie so oft, wenn man sich eigentlich sicher ist, dass nichts geändert wurde, sie es also wieder tun müssten, machen sie es nicht.

Harnischwelse haben eben ihren eigenen Kopf.

Ein paar Anregungen zum manuellen Ausbrüten hatte ich mal aufgeschrieben.

Viele Grüße
Elko

12

26.10.2017, 13:07

Hallo Elko,

vielen Dank für deinen Link, ich will mal sehen ob das was wird. Die Eier sind zwar noch Orange aber haben teilweise einen leichten angedeuteten weißen Kranz, ich vermute Bald das sie bereits verpilzen. Theoretisch müssten die Jungen auch Morgen oder spätestens Samstag schlüpfen. Mal sehen, dass nächste mal bin ich Dank deises Links aufjedenfall besser vorbereitet.

Das mit dem PH Wert könnte bei mir natürlich zutreffen, womöglich liegt es aber auch daran, dass es das erste Gelege ist und vielleicht die Erfahrung fehlt. Das wird sich dann aber wohl zeigen wenn sie nun regelmäßig laichen sollten...

Sollte das der Fall sein, werde ich auch von der Osmoseanlage absehen, wenn die Tiere regelmäßig laichen scheinen sie wohl zufrieden zu sein.

Außerdem hat sich auch das Verhalten der Tiere geändert, die Scheue ist weniger geworden und sie fressen richtig gut, dass war am Anfang nicht so. Soweit ich das beurteilen kann, scheinen sicht die Tiere wohlzufühlen und ich würde das Wasser entsprechend nicht verändern.

Zu den Höhlen, :D so oft versucht, die haben da ihren eigenen Kopf und ich habe es aufgegeben ihre Umdekorierung wieder Rückgängig zu machen :wacko:

Gruß Marian

13

26.10.2017, 20:51

Hei, kannst Du eine Blasenschnecke oder TDS mit reinsetzen?
Die lutschen die Eier sauber, beschädigen sie aber nicht.
VG Monika

14

27.10.2017, 09:18

Hallo Monika,

vielen Dank für den Tip, wurde sogleich erledigt.

Abgesehen davon sind heute Nacht einige Larven geschlüpft :D

Da der Netzlaichkasten im Strahl der Strömungspumpe hängt, und die Adulten Tiere des Nachts ordentlich was aufwirbeln, drückt die SP Ordentlich Dreck durch das Netz. Ich bezweifel, dass die TDS (5 Stück) den Ableichkasten sauber halten können.

Jetzt meine Frage spricht etwas dagegen, die Larven in das Becken zu lassen, oder sollte ich Ihnen doch noch einige Zeit im Ablaichkasten gönnen ?

Ausser den Adulten Tieren und vielen TDS lebt nichts anderes im Becken.

Gruß Marian

Lensen

Fortgeschrittener

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15

27.10.2017, 15:30

Hallo Marian,

freut mich zu hören, dass die Larven geschlüpft sind. Meinst du mit "Netzlaichkasten" solch einen zerlegbaren der Firma S**a? Bei diesem musst du aufpassen, ich habe vor längerer Zeit mal div. junge Welse verloren, weil die sich zwischen Gestell und Netz verklemmt haben. Nicht, dass du eine böse Überraschung erlebst.

Viel Erfolg.

Viele Grüße

Lennert :-)/~

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Beruf: ksg-mitarbeiter im krankenhaus

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16

27.10.2017, 17:36

hallo Marian :-)/~
vom besatz her spricht nix dagegen,die kleinen ins becken zu lassen...
aber wie filterst du...???
bei mattenfilter besteht eigentlich keine gefahr...
bei anderen filtern,sollten die kleinen schon eine bestimmte größe haben...um nicht im filter zu landen... ;)
mfg micha. :)

17

27.10.2017, 21:57

Hallo Marian,

wenn du die Larven ins Becken entlässt solltest du bedenken, dass sie dort zwar einfach so Futter finden können, aber eine derartige Versorgung, wie es im Kasten möglich ist, ist bei einem größeren Becken kaum möglich. Kann sich entsprechend auf die Geschwindigkeit beim Aufwachsen auswirken.

viele Grüße
Felix

18

28.10.2017, 07:27

Hei, ähnlich ist es bei meinen Ancisturs Claro mit der Versorgung der Jungen.
Es hat sich jetzt bewährt, Bakter AE von Glasgarten einzusetzen. Das ist eigentlich für Garnelen und fördert den Biofilm zum Abweiden.
Die kleinen Claros suchen die ersten Tage nicht gezielt nach Futter. Sie schubbern da, wo sie gerade sind.
Wenn ich dann täglich einen Hauch Bakter AE gebe, haben sie weiße Kackwürstchen. Wenn ich keins gebe, garnix :-(
Damit kann man sie prima über die ersten Tage hiefen. Dann geb ich Microdünger und etwas Kalium extra, damit die Scheiben grün werden.
Walnussblätter sind unheimlich beliebt und in Maßen alles was die ersten Tage "Rotz" /Abwasserpilz ansetzt, also Eichen, Apfelbaumblätter, neues trockenes Holz. Dazu sehr wenig Staubfutter für Garnelen auf die Wasseroberfläche damit es sich überallhin absetzt.
So funktioniert das aktuell wunderbar :-)
Ich hab mal versucht, die hälfte im Einhängekasten mit dem gleichen Service aufzuziehen. Die außerhalb des Kastens waren doppelt so schnell auf größe. Vor den oben beschriebenen Maßnahmen sind sie mir immer verhungert :-(
VG Monika

19

28.10.2017, 09:25

Danke für eure Tips, davon werde ich sicher einiges mitnehmen können.

Die Frage die mich aktuell beschäftigt, ist ob ich die Jungen trotz frischen schlupf bzw. mit Dottersack ins Becken entlassen kann ? Wie gesagt Besatz auschließlich L181 und TDS.

Irgendwie traue ich der ganzen Sache mit dem Kasten nicht, Bzw. ich kann einfach nicht gewährleisten ihn sauber zu halten. Der Kasten hängt im Strahl der SP und wenn Dreck aufgewirbelt wird, drückt diese den Dreck durchs Netz und dort kommt er nicht mehr raus.

Die TDS die ich mit reingesetzt habe bekommen das unmöglich sauber... und absaugen ist auch mit Luftschlauch schwierig da man im Netzkasten nicht alles sieht und diverse Larven mit absaugt und diese letztlich kaum im Eimer sieht Bzw. kaum rausbekommt.

Filtern tue ich über Aussenfilter, mit dem normalen Eheim Ansaugkorb, da würde ich dann ggf. Filterwatte oder Filtermatte drummachen.

Kälter WW sollte ich dann wohl auch bis nach der Dottersackphase sein lassen, oder ? Bei mir sinkt die Temperatur von 26 °C auf ca. 22 °C beim WW und ist nach ca. 7 Stunden wieder bei 26°C

Gruß Marian

20

28.10.2017, 13:16

Hei, solange sie Dottersack haben, würd ich die drin lassen.
Du kannst auch mit 2 Einhängekästen arbeiten. Einfach die Jungen in den sauberen schubsen, und den dreckigen reinigen. Immer im Wechsel.
Es geht weniger um Mulm, sondern mehr um den Bakterienschleim im Einhängekasten. Manche entfernen das auch mit einem Pinsel.
Oder halt eben mit TDS und Blasenschnecken. Mit einem dünnen Luftschlauch kann man das was die von sich geben, absaugen.
Oder auf eine Spritze ein Stück Luftschlauch stecken und damit abziehen. Da kann man besser aufhören, wenn eine Larve sich nähert.
Die Technik mit Luftschlauch beim Absaugen knicken, is auch nicht schwer.
Wenn der Dottersack aufgebraucht ist, fressen sie ja selber den Bakterienschleim.
VG Monika