Beiträge von L-ko

    Moin,


    ich denke schon, dass das mit der extremen Trockenheit und den zahlreichen Bränden zu tun hatte.

    Was sollen die Tiere machen, wenn sie kein Wasser mehr finden.

    Unser Guide meinte auch, dass er in all den Jahren sowas noch nicht erlebt hat.


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    Rotrücken-Kronfink (Coryphospingus cucullatus), Weibchen


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    Pumpstation


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    Scherenschwanz-Nachtschwanz (Hydropsalis torquata)


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    Pampasfuchs (Lycalopex gymnocercus)


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    Nun zur Nachtexkursion. Ein besonderer Dank gilt natürlich dem Pipeline-Unternehmen und seinen Mitanrbeitern, die uns ausnahmsweise aufgenommen hatten.

    Das ganze hatte einen zusätzlichen Tag gekostet ... aber durch den Ausfall vom Pantanal-Ausflug hatten wir den.


    Wir waren ab Einbruch der Dämmerung mehrfach entlang der Erdgastrasse hin ud her gefahren. Leider haben sich auch in dieser Zeit kaum Tiere gezeigt. Besonders auffällig war nur ein Fuchs, der kilometerweit vor unserem Auto her gelaufen ist. Er wollte wohl das Scheinwerferlicht nutzen und nicht im Dunklen traben. Auf jeden Fall wäre es für ihn ein Leichtes gewesen, nach links oder rechts auszuweichen. Gegen Mitternacht waren wir dann wieder an der Pipeline-Station.


    Mit dem ersten Lichtstrahl ging es am nächsten Morgen wieder auf Tour. Nahe der Unterkunft waren ein paar Affen unterwegs, ein Specht hat seit dem Vortag ein monströses

    Loch in einen Baum geschlagen und ein paar Vögel waren da. Von der Sache her war es wieder enttäuschend. :(


    Inzwischen waren die Parkwächter auch wieder da. Sie erzählten, dass sie noch in der Nacht eine nahegelegene Grube mit Wasser gefüllt hatten und wenig später sei ein Tapir gekommen sei.


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    Rotgesichtguan (Penelope dabbenei)

    Hi,


    da sind doch von dem Tag noch drei Bilder übrig geblieben:


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    Gelbkopf Karakara (Milvago chimachima)


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    Schopfkarakara (Caracara plancus)


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    Magellanspecht (Campephilus magellanicus)

    Hi,


    von Skalaren habe ich keine Ahnung, sorry.

    Aber vielleicht soviel: es gibt die Info, dass sich bei harten Wasser Kalk in den Kiemen ablagern soll. Das soll dann die Lebenserwartung verkürzen.

    Ich kenne aber keine Studie, die das irgendwie belegt hat.


    Wenn nun nacheinander innerhalb kurzer Zeit mehrere Tiere sterben, dann deutet das für meine Verständnis nicht auf ein Problem eines jeden einzelnen Tieres hin, was bei dem "Verkalken" - sofern es das überhaupt gibt - sein sollte.

    Keila Xavier Magalhães, Raimundo Darley Figueiredo da Silva, André Oliveira Sawakuchi, Alany Pedrosa Gonçalves, Grazielle Fernanda Evangelista Gomes, Janice Muriel-Cunha, Mark H. Sabaj, Leandro Melo de Sousa
    "Phylogeography of Baryancistrus xanthellus (Siluriformes: Loricariidae), a rheophilic catfish endemic to the Xingu River basin in eastern Amazonia"

    PLOS ONE

    Hi,


    mal noch ein paar Bilder von dem Tagesausflug:


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    Purpur-Blaurabe (Cyanocorax cyanomelas)


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    Rotrücken-Kronfink (Coryphospingus cucullatus), Männchen


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    Rotstirn-Jassana (Jacana jacana)


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    zig Kilometer zieht sich die Gasleitung durch den Nationalpark, daneben eine Straße hauptsächlich für die Pipeline-Gesellschaft

    Für Besucher, der einzige Fahrweg.


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    Eines der wenigen Restwasserlöcher


    Fortsetzung folgt

    Hi


    Sommerpause fast vorbei - mal weiter machen :)


    San José war nur ein "Basisstation" für Ausflüge in den Kaa-Iya del Gran Chaco Nationalpark. Mit ca. 34.000 km² ist es der größte in Bolivien.

    Hauptsächlich dient er dem Schutz der Gran-Chaco-Trockenwälder. In ihm lebt die größte Jaguar-Population. Man geht von ca. 1.000 Tieren aus.

    Darüber hinaus sind Puma, Flachlandtapire, Ozelot, Jaguarundi, Pampasfuchs und Maikong heimisch. Auch die Chacoan peccary (Catagonus wagneri), denen wir in Praguay bei einem Arterhaltungsprogramm begegneten, sollen hier wild vorkommen.


    Quer durch den Nationalpark verläuft eine Erdgasleitung. Für den Bau dieser wurde einst eine "Straße" von San José bis in den Nationalpark gebaut. Um in den Natinalpark fahren zu dürfen braucht man eine Erlaubnis aus Santa Cruz und ein paar Schlüssel für die Tore.

    Die Tagestour startete sehr zeitig. Nach ca. einer Stunde bei hoher Geschwindigkeit auf holpriger Piste erreichten wir den Eingang. Das Haus der Parkwächter war verlassen. Wie wir später erfahren haben, waren sie da schon ein paar Tage unterwegs um Brände im Nationalpark zu löschen.

    Die Kontrolle der Papier erfolgte ersatzweise durch Mitarbeiter des Pipeline-Unternehmens, die neben dem Parkwächterhäuschen ein eigenes Bereitschaftshaus haben.


    Seinem Ruf als Trockenwaldlandschaft wurde der Nationalpark voll gerecht: hohe Temperautren und geringe Niederschläge ... und so sahen die Bäume und Sträucher auch aus. In 2019 soll es besonders schlimmer gewesen sein. Die nahegelegenen Wasserlöcher waren ausgetrockenet. Während des 6-stündigen Aufenthaltes haben wir nur einen leeren Panzer einer Schildkröte und ein paar Vögel gesehen.


    Auf Grund des ganzen Ärgers auf der Reise hatte man beim Pipeline-Unternehmen mit uns Mitleid. Damit der nächste Tag nicht wieder so enttäuschend enden sollte, konnten erst gegen Abend zu einer Nachtexkursion kommen und dann - eigentlcih grundsätzlich verboten - auch in deren Bereitschaftshaus übernachten, um nicht durch die Dunkelheit zurückahren zu müssen.


    Also, enttäuscht aber mit großer Hoffnung auf den nächsten Tag (Nacht) ging es erstmal wieder nach San José zurück.


    Ein paar Bilder:

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    Rotgesichtguan (Penelope dabbenei)


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    Wohl zu spät am Wasserloch angekommen ...


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    Purpur-Blaurabe (Cyanocorax cyanomelas)


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    Riesen-Baumsteiger (Xiphocolaptes major)


    Fortsetzung folgt

    Hi,


    ohne Deine Reise zu kennen, lässt sich die Checkliste schwer konkretisieren.


    Im Allgemeinen wegen der Gepäckkosten sollte man sich auf das Notwendige beschränken.

    Man kann einplanen einige Sachen nicht mehr zurück nehmen zu müssen. (Im Regenwald braucht man nicht die neueste Jeans. ;) )


    Hängematten sollte man meist bekommen. Die Indianer produzieren da sehr gute.

    Mit vernünftigen Wurfnetzen könnte es schlechter aussehen. (In Bolivien z.B. hat man mich auch angesprochen, mir meins abkaufen zu wollen.)

    Kartenmaterial: da gab es mal russische Armeekarten im Netz zu kaufen. Wenn man zumindest russisch lesen kann ... :)

    Digitales Kartenmaterial sollte man auf jeden Fall vorher runter laden.

    Wichtig ist auch ein sehr guter Guide und eigene gute Vorbereitung.

    Frei nach Google-Translage mit ein paar kleinen Korrekturen zur Verständlichkeit.

    Hi,

    Zitat

    Hallo Francisco,


    danke für deinen sehr wichtigen Hinweis.

    Ich kann mich auch an riesige Schwärme des Semaprochilodus taeniurus erinnern.

    Ob 5, 10 oder 20 - ich denke im Aquarium kann man dem nur hinterher jagen.

    Wenn sich die Tiere ständig streiten, kann man nur versuchen, diese zu trennen.

    Die zugrunde liegende Frage habe ich mal in ein separaten Thread verschoben

    Hello Francisco,


    thank you for your very important hint.

    I can also remember huge swarms of the Semaprochilodus taeniurus.

    Whether 5, 10 or 20 - I think in the aquarium you can only chase after that.

    If the animals are constantly fighting, one can only try to separate these.

    Hi,


    nachdem wir unser Hotel bezogen hatten, gab es noch einen kleinen Ausflug auf die Hügelkette südlich von San José. Auf dieser gibt es dort zwei Aussichtspunkte: Mirador de Irala und Mirador de Nuflo. Von beiden kann man weit ins Tiefland sehen. Zur Überraschung war dort auch eine Tafel, die darüber informierte, dass dieses Gebiet zu einem Entwicklungsprojekt der EU gehören.


    Auch wenn hier die Bilder am Ende stehen, kurz vor dem Kamm der Bergkette ist eine kleines Gebiet mit bizaren Felsen: das Valle de la Luna.


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    Rotfußseriema (Cariama cristata)


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    Laguna Letei - leider etwas zu trocken zum Fischen


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    Die EU war auch schon da


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    Blick vom Mirador de Irala auf San José


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    Blick vom Mirador de Irala - Irgendwie war die Ebene grau in grau.
    Die meisten Flächen in der Ebene werden für den Anbau von Ölbäumen (Árbol "Pesoé" - Pterodon emarginatus) genutzt.

    Das Öl kann zur Heilung von Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündung und Fußpilz verwendet werden.


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    Blick vom Mirador de Irala.

    So langsam kamen wohl die Wolken vom Mittag zurück und es gabe zumindest einen kurzen, kräftigen Schauer.

    Das sind dann die Momente wo man denkt: vielleicht hätte man doch für die nur 200 m vom Auto die Fototasche oder zumindest eine gute Tüte für den Fotoapparat mitgenommen. :/



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    Valle de la Luna - Ñuflo de Chaves


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    Fortsetzung folgt

    Hallo liebe Welsfreunde,


    es gibt wohl gute Nachrichten in dem welsigen Artikel


    Mark Regent „Verwirrung um die Blauaugen-Harnischwelse – und Ansätze zur Aufklärung“


    Immer wieder stehen die Blauaugen-Panaques im Focus von Artikeln:

    und es gibt immer wieder Mal etwas Neues.


    Mark Regent beschäftigt sich sehr intensiv mit diesen Panaques und hält zwei verschiedene Gruppen bei denen er deutliche Unterschiede festgestellt hat.

    Das eine sind die oft im Handel zu findenden Panaque cochliodon. Sie sind schwarz bis schwarzgrau und besitzen leuchtende Augen. Odontoden nahe der Kiemen und auf den Brustlossen sind stark ausgeprägt, werden jedoch im Laufe des Jahres abgestoßen und wachsen dann wieder nach. Die zweite Form ist dagegen schwarzgrau, graublau und blasse Augen.

    In Importen fand Mark immer wieder auch die zweite Form.

    Die genauen Fangorte sind nicht sicher bekannt und die Exporte erfolgen immer über Bogota, wo man die beiden Formen nicht unterscheidet. Weitere Recherchen führten zu der Erkenntnis, dass die Welse aus zwei Gebieten stammen sollen: dem río Magdalena-Einzug und dem río Catatumbo, nahe der Grenze zu Nord-Venezuela.


    Panaque suttonorum wurde 1944 vom Lago Maracaíbo-Einzug beschrieben. Auf Grund von Gesprächen mit Ex-/Importeuren vermutet er ,dass viele Zierfische in diesem Gebiet in Venezuela gefangen und dann nach Kolumbien gebracht werden.


    In der Panaque-Revision (Lujan, Nathan K.; Hidalgo, M.H. & Stewart, D.J., 2010 „Revision of Panaque (Panaque), with Descriptions of Three New Species from the Amazon Basin (Siluriformes, Loricariidae)“ (abstract) (Copeia, Vol 2010 No. 4, S. 676)) wird für den Vergleich mit Panaque suttonorum ein Tier aus dem río Catatumbo-Einzug herangezogen.


    Mark schlussfolgert daher, dass Panaque suttonorum nicht ausgestorben, aber wohl unwissentlich doch in unseren Aquarien schwimmt.


    Offen bleibt ob es noch weitere Formen von Blauaugen-Harnischwelsen gibt.


    Viel Spaß beim Lesen der Amazonas